Das Geld. Und alle Regierungen und Parlamente der Welt sind nur seelenlose Marionetten des Geldes. Das müssten auch die deutschen Abgeordneten im Bundestag oder den Landesparlamenten eigentlich ganz genau wissen. Aus der eigener Erfahrung müsste jeder Mensch wissen, dass wir in unserer Menschenwelt ohne das Geld nicht so richtig auskommen. Weil unsere vielfältigen Beziehungen von dem Geld ziemlich abhängig sind. Sie lassen sich oft nur mit dem Geld so richtig bewerten, klarstellen oder ausdrücken, einschließlich mancher Liebesbeziehungen.
Doch das Geld ist kein Naturphänomen wie die Sonne oder der Regen. Das Geld ist unsere eigene Erfindung. Können uns unsere eigene Erfindungen knechten und beherrschen? So wie wir es dem Computer bereits unterstellt haben? Kann das Geld oder der Computer wirklich eine unbegrenzte Herrschaft über die ganze Menschheit ausüben?
Wer das Geld regiert, der regiert die Welt. Es sind also nicht die Münzen oder die Scheine, die uns regieren. Sie wecken nur den Schein der Macht. Die wirkliche Herrscher sind diejenigen Menschen, die das Geld beherrschen. Und die Regierungen und Parlamente sind nur wehrlose Marionetten für diejenigen Menschen, die das Geld beherrschen.
Und es hat keinen Sinn zu fragen, ob so etwas eine echte Demokratie sei. Weil jeder Mensch, der wenigstens einmal in seinem Leben in einem Kasperletheater war, bereits die Antwort kennt.
Steht uns womöglich eine Zeit bevor, in der die Zentralbanken zusammen mit allen anderen Banken in ganz Europa einen zähen Kampf um ihre Unabhängigkeit vom Staat und Bürger werden führen müssen? Nein. Der Kampf der Banken um ihre Unabhängigkeit wurde bereits erfolgreich ausgetragen. Die Banken sind frei und unabhängig. Nur noch der Staat und die Bürger sind abhängig. Von den Banken.
Lieber Albert Albern,
bitte dringen Sie ein wenig tiefer ein in der Erforschung des Sumpfes des menschlichen Dominanzstebens!
Nicht das Geld regiert die Welt. Wer die Macht hat, kann regieren, das heißt dominieren – also die Richtlinien der Politiik bestimmen. Geld ist nur e i n besonders probates Mittel zur Umsetzung von politischen Zielen, wenn auch ein oft sehr überzeugendes. Andere Mittel sind die öffentliche Zustimmung, die Einschaltquoten in den Medien und die Popularität. A l l e s aber billige Transporteure geistloser Inhalte.
Nach Perioden der Plattheit und Gemeinheit a la Westerwelle wird das Pegel auch wieder umschlagen. Die Macht des Geistes ist längst nicht am Ende. Wer weiß, ob nicht doch die Wissensgesellschaft neue Wege öffnet?!