Eine chaotische Vorbereitung erlebte das Februar-Konzert des Vereins zur Förderung von Jugendveranstaltungen Bad Kissingen im Jugendzentrum Bad Kissingen. Denn binnen weniger Stunden sagten den Veranstaltern gleich zwei Bands ab.
“Bender” aus Bad Neustadt hatte plötzlich keinen Schlagzeuger mehr und der Gitarrist von “Today we rise” aus Würzburg prellte sich die Hand nach einem glatteisbedingten Sturz und konnte somit nicht mehr Gitarre spielen. Doch am Ende konnten die zahlreichen Zuschauer ein überraschendes aber dennoch hervorragendes Line-Up mit fünf Bands bestaunen.Den Auftakt des Abends machte die erste eingesprungene Band “RMS” aus Hammelburg. Vom einstigen deutschen Punk-Rock, den sie über Jahre hinweg spielten, entwickelte sich diese Band enorm weiter und konnte die im Vorfeld durchaus kritischen Zuschauer mit Metal-Core vom Feinsten beschallen. An Startposition zwei agierten die Nüdlinger Jungs der Band “Path of devastation”, die kurzfristig für die ebenfalls schon eingesprungene Band “Altarea” aus Bad Neustadt eingesprungen sind, da bei diesen Herren die Grippe Einzug gehalten hatte. Trotz der sehr kurzfristigen Zusage konnten die vier Herren die Bad Kissinger in gewohnter Weise überzeugen.
Was wird sich an der hessischen Grenze entwickeln?
Der Überraschungsgast des Abends war die Band “The August” aus Aschaffenburg, von der eigentlich niemand im Vorfeld etwas gehört haben sollte. Laut Bassist Nico Rausch war der Slot in Bad Kissingen erst der sechste Auftritt überhaupt. Nichtsdestotrotz war das Publikum sofort sehr angetan von den fünf Herren, die wirklich jeden Gast zum Tanzen brachten. Wir dürfen gespannt sein, was sich in der kommenden Zeit noch so an der hessischen Grenze entwickelt. Weiter ging es schließlich mit der altbekannten und beliebten Formation “Malm” aus Würzburg. Spätestens jetzt hielt es niemanden der Anwesenden mehr auf den Plätzen. Sänger Alexander “Ali” Hartmann funktionierte kurzerhand den Raum vor der Bühne als Bühnenerweiterung um und ließ es inmitten der Zuschauer so richtig krachen. Und am Ende war man sich einig: “Malm war so geil wie immer, wenn nicht sogar noch geiler!”
Doch nach dem Auftritt von “Malm” war das Konzert noch längst nicht zuende, denn den Headliner des Abends mimten schlussendlich die Bad Kissinger Jungs von “Hamada”. Trotz ungewohnter Spielzeit blieben die zahlreich erschienen Fans gerne bis zum Ende im JuKuZ, um Sänger David Martin und Konsorten zu unterstützen. Und man könnte sich fast daran gewöhnen “Hamada” zu späterer Stunde anzuhören, denn diese Herren “haben´s wirklich drauf!”
Alles in allem war es trotz widriger Umstände mal wieder ein überaus gelungenes Konzert, des Umsonst & Draußen Vereins. Weiter geht es am 13. März mit Deutschrock vs. Indie und den Bands “Something for heroes”, “Mustache Madness”, “Ibsen” und “Other generation´s anthem”.
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