Ende der Zeiten?

Mit dem traditionellen Aschermittwoch der Künstler begann am 17. Februar die umfangreiche Jahresreihe “Endspiel – Würzburger Apokalypse 2010″ “Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage…” – was Shakespeare Hamlet in den Mund gelegt hat, weil dieser aus Angst vor dem Tod vor entschlossenem Handeln Scheu hatte, zielt im Kern

apok.jpgMit dem traditionellen Aschermittwoch der Künstler begann am 17. Februar die umfangreiche Jahresreihe “Endspiel – Würzburger Apokalypse 2010″

“Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage…” – was Shakespeare
Hamlet in den Mund gelegt hat, weil dieser aus Angst vor dem Tod vor entschlossenem Handeln Scheu hatte, zielt im Kern auch auf die Intention des Würzburger Projektes “Endspiel – Würzburger Apokalypse 2010″, das mit dem traditionellen Aschermittwoch der Künstler in der Kirche St. Alfons auf der Keesburg am 17. Februar um 11 Uhr seinen Auftakt hatte. Im Laufe des Jahres reihen sich rund 80 Veranstaltungen aus allen Bereichen des künstlerischen Lebens aneinander, die in unterschiedlichster Weise den Ernstfall, das Ende, durchspielen.

Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk

Sie regen an, sich mit Angst und Schrecken bewusst auseinanderzusetzen, über die Wirklichkeit mit ihren Schrecknissen im Hier und Heute zu reflektieren. Am Ende dieser Denkspiele wünscht sich der Mitinitator des Projektes, Dr. Jürgen Lenssen, dass das Gespräch über das, was uns leben lässt, zu Zuversicht und Hoffnung Anlass gibt. Den Aspekt der Reduzierung auf das Wesentliche in aller Bedrängnis bringt die Ausstellung “herausgeschält” mit Arbeiten von
Friedrich Press bis 13. Juni im Museum am Dom ins Spiel. In der bewussten Reduktion wird das Material zum Träger der Idee, die zur Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk führt. Dabei stützt sich die Schau auf den Werkstattnachlass von Press, der vom Kunstreferat der Diözese verwaltet wird und Entwicklungslinien des Künstlers aufzuzeigen vermag.

Mit dem 32teiligen Zyklus “Apokalypse” von Jacques Gassmann, der in Auswahl in St. Stephan bis 5. April zu sehen sein wird, wird die Geheime Offenbarung Johannes in den Mittelpunkt gerückt. Gassmanns Arbeiten, die wie von einem lichten Nebel überzogen scheinen, visualisieren das Visionäre und letztlich Unsagbare des Geschehens im Bild, wirken trotz ihrer Düsternis Hoffnung stiftend.

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