Erneute Forderung zur Modernisierung Russlands

Die “erniedrigende” Abhängigkeit Russlands vom Rohstoffexport muss beseitigt und das Forschungs- und Industriepotential des Landes modernisiert werden. Das waren die Worte von Präsident Medwedew Anlässlich einer Wirtschafsberatung mit Großunternehmern Russlands im sibirischen Tomsk.”Eine Wirtschaft, die auf den Abbau ihrer Rohstoffe setzt, hat keine Zukunft”, so Dmitri Medwedew. “Russlands Wirtschaft braucht

Die “erniedrigende” Abhängigkeit Russlands vom Rohstoffexport muss beseitigt und das Forschungs- und Industriepotential des Landes modernisiert werden. Das waren die Worte von Präsident Medwedew Anlässlich einer Wirtschafsberatung mit Großunternehmern Russlands im sibirischen Tomsk.”Eine Wirtschaft, die auf den Abbau ihrer Rohstoffe setzt, hat keine Zukunft”, so Dmitri Medwedew. “Russlands Wirtschaft braucht neue Technologien und einen größeren Anteil von Innovationen an den Investitionsprogrammen”, führte er seinen Gedanken fort.

“Ich bin der Ansicht, dass die Pflicht aller Privatunternehmen darin besteht, ihren gewichtigen Beitrag zur Bildung eines modernen Wirtschaftsmodells Russlands zu leisten”, wandte sich Medwedew an die Großunternehmer. Er brachte auch die Hoffnung zum Ausdruck, dass der Staat und die Wirtschaft über die Innovationserneuerung der Wirtschaft übereinkommen, einander verstehen, ein konkretes Programm entwerfen und Grundlagen einer langfristigen Politik schaffen werden.Seine Worte stehen im Anklang mit den Worten seines Vorgängers Wladimir Putin (hier, hier und hier). Irgendwie erinnert mich das alles so sehr an die berühmte Fabel von Krylow:

Ungleiches Gespann

Lebed.jpgWenn zur Genossenschaft sich Eintracht nicht gesellt,
Ist es mit dem Werke schlecht bestellt:
Es gibt nur Quälerei, und man bringt nichts zurecht.
Einst wollten Schwan und Krebs und Hecht
Fortschieben einen Karren mit seiner Last
Und spannten sich zu dreien davor in Hast.
Sie tun ihr Äußerstes; er rückt nicht von der Stelle.
Die Last an sich wäre ihnen leicht genug,
Allein der Schwan nimmt aufwärts seinen Flug,
Der Krebs keucht rückwärts, und der Hecht strebt in die Welle.
Wer schuld nun ist, wer nicht, darüber hier kein Wort,
Der Karren aber steht noch immer dort.

Dieser Beitrag von Paul Becker erschien auch auf gusnews.net, einem inhaltlichen Partner der Readers Edition.

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