Ganz grob bedeutet das Informationszeitalter also für jeden Einzelnen wesentlich mehr Freiheit, seine Begabungen, Leidenschaften und Werte uneingeschränkt zu entfalten, sowohl in der Schule als auch später im Beruf. Es kommt dabei weniger darauf an, dass man immer mehr weiß, sondern dass man vor allem weiß, von welcher Quelle man die gerade benötigte Information in ausreichender Glaubwürdigkeit und Qualität abrufen und wie man sie konstruktiv zur Vermeidung/Lösung von Problemen einsetzen kann.
Gleichzeitig steigt allerdings die Eigenverantwortlichkeit, etwa in Bezug auf die persönliche Absicherung (Rente, Krankheit,…) und wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, dass die Sozialkosten nicht überhand nehmen oder im Beruf, wo wegen wachsender Anforderungen sich in Zukunft jeder genaue Gedanken darüber machen muss, welche persönlichen Begabungen, Leidenschaften und Werte er hat und in welchem Beruf genau diese am dringendsten benötigt werden.
Dazu bedarf es mündiger Menschen, die sich tatkräftig für ihr Wohl und das Allgemeinwohl einsetzen, Menschen also, die bereit sind, mit anzupacken und sich nicht darauf verlassen, dass ein anderer das schon für sie erledigen wird. Ein mündiger Mensch erkennt wesentliche Probleme selbständig, kann diese klar und prägnant formulieren (schreiben und sprechen) und selbst und in konstruktiver Zusammenarbeit mit anderen vermeiden bzw. lösen.
Der mündige Mensch muss dazu die Fähigkeit besitzen, sich die richtigen Fragen zu stellen, und er benötigt eine Quelle, die ihn mit allen Informationen versorgt, die er zur Beantwortung der Fragen benötigt. Je komplexer und vielfältiger dabei die Fragen werden, desto schwieriger wird es, geeignete Quellen im näheren Umfeld (Familie, Freunde, Arbeitskollegen,…) oder in den traditionellen Informationsangeboten (gedruckte Fachzeitschriften, Bücher,…) zu finden. Dies dürfte ein wesentlicher Grund sein, warum sich der verschwenderische Umgang der Industriegesellschaft mit Mensch und Natur so lange halten konnte – es gab keinen geeigneten Zugang zu den vielfältigen Informationen, die notwendig sind, um das jeweils benötigte Wissen zu konstruieren bzw. die Probleme zu lösen.
Die Lösung hierfür bietet das Internet, über das nahezu jede Information gefunden werden kann.
Grundsätzlich können die Informationen dabei über das Lesen und Auswerten von relevanten Dokumenten oder durch die Zusammenarbeit mit anderen, beispielsweise durch das Stellen einer direkten Frage, erarbeitet werden. Sehr interessant sind auch die Möglichkeiten, die das Internet bietet, um das bereits vorhandene Wissen im Rahmen einer Diskussion mit anderen Experten/Fachinteressierten zu hinterfragen.
Die Informationstechnologien des Internets ermöglichen dem mündigen Menschen beispielsweise:
- jederzeit und von zuhause oder am Arbeitsplatz beliebige Informationen aus den unterschiedlichsten weltweit verteilten Quellen mit den jeweils geeigneten Such- und Informationsdiensten gezielt zu finden und lokal, beispielsweise in einer Wissensdatenbank, leicht wiederauffindbar zu archivieren
- bei Themen, zu denen er wenig Vorwissen besitzt, in unterschiedlichen Informationsquellen nach Antworten auf eine bestimmte Frage zu suchen, sie dann untereinander zu vergleichen und schließlich mit gesundem Menschenverstand eine für ihn akzeptable Antwort zu bilden; für diese Art der Antwortsuche ist das Internet besonders gut geeignet, da nur dieses Medium die Möglichkeit bietet, zu den unterschiedlichsten Fragen die vielfältigsten Antworten zu finden.
- auf virtualisierte Einrichtungen, wie etwa digitale Bibliotheken, Universitäten und Rathäuser zuzugreifen, die 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, ortsunabhängig ihre Dienste bereitstellen, beispielsweise, um am Sonntagabend Informationen aus einer Bibliothek zu recherchieren
- einfache und gezielte Preis- und Leistungsvergleiche (regional, national und weltweit) durchzuführen
- multimediale Anwendungen zu nutzen, beispielsweise bewegte Bilder wie Animationen und Videos in Kombination mit gesprochenem Text, um komplexe (technische) Zusammenhänge zu verstehen
- …
Die Kommunikationstechnologien des Internets ermöglichen es dem mündigen Bürger beispielsweise:
- jederzeit und von zuhause oder am Arbeitsplatz über nahezu beliebige Themen mit anderen Menschen zu diskutieren, Meinungen, Erfahrungen und Informationen auszutauschen oder spezielle Fragen zu stellen
Damit kann also jeder relativ zeit- und ortsunabhängig an den für die Bürger- und Volksentscheide so wichtigen Diskussionen teilnehmen, im Rahmen derer die Diskussionsteilnehmer das Wissen konstruieren, das notwendig ist, um später die für das Allgemeinwohl richtige Entscheidung zu treffen. - schnell, einfach und kostengünstig mit anderen Personen in Kontakt zu treten, beispielsweise über Diskussionsforen, über die man eine hohe Zahl von Menschen erreichen kann, um so Antworten auf schwierige Fragen zu finden, oder über die direkte Kontaktaufnahme mit einer bestimmten Person via E-Mail, Internet-Telefon oder, falls genügend Bandbreite verfügbar ist, über ein Video-Konferenz-System
- die gesamte Kommunikation zu archivieren und damit bestimmte Informationen mit entsprechenden Suchfunktionen leicht wiederauffindbar auf dem lokalen Rechner zu speichern
- …
Mit dem Internet und seinen zeit- und ortsunabhängigen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten wurde also der wesentliche Grundstein für die effektive Umsetzung einer funktionierenden Informationsgesellschaft gelegt.
Damit Sie die Möglichkeiten, die Ihnen die aktive Teilnahme am weltweiten Netzwerk “Internet” bietet, möglichst umfassend nutzen bzw. die neuen Medien effektiv und sicher als individuelle Wissens- und Problemlösungsquelle einsetzen können, benötigen Sie eine ausreichende Netzwerk- bzw. Medienkompetenz. Diese können Sie sich mit Hilfe der in meiner Lösung beschriebenen Methoden und Werkzeuge im Rahmen eines von mir entwickelten Lehrkonzepts aneignen.
Der Artikel ist ein Teil aus meinem Buch “Netzwerkkompetenz – warum?” – Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können.
Dieser altbackene Text von Martin Glogger ist oberflächlich und höchstens auf dem Hauptschul-Niveau.
Sehr bedenklich jedoch ist seine fanatische Missionierung, mit dem Ziel eine NEUE WELTORDNUNG mit NEUEN MENSCHEN und NEUER GESELLSCHAFT zu erschaffen, welche er in seiner Webseite betreibt, und zwar ganz in der Maniere von Sekten wie z.B. Scientology:
http://www.onlinetechniker.de/?q=node/28
http://www.onlinetechniker.de/?q=content/über-mich
http://www.onlinetechniker.de/?q=content/mein-weg-zur-lebensaufgabe#vw4