Africa Festival 2010: Wenn sich Musik und Fußball vereinen

Der Pulsschlag der Verantwortlichen dürfte mittlerweile etwas schneller gehen. Nicht einmal mehr drei Monate, dann öffnet das legendäre Africa Festival in Würzburg zum 22. Mal seine Pforten. In einer Art “Countdown” informieren Pressesprecher Christian Raith und sein Team bereits seit November letzten Jahres über die neuesten News und Stories rund

Lira.jpgDer Pulsschlag der Verantwortlichen dürfte mittlerweile etwas schneller gehen. Nicht einmal mehr drei Monate, dann öffnet das legendäre Africa Festival in Würzburg zum 22. Mal seine Pforten. In einer Art “Countdown” informieren Pressesprecher Christian Raith und sein Team bereits seit November letzten Jahres über die neuesten News und Stories rund um das Megaspektakel am Ufer des Mains. Auch am vergangenen Mittwoch war es wieder soweit: “Music, Fussball and more” stand diesmal auf dem Programm, das kurzfristig so manche Überraschung bereithielt.

“Das Thema Fußball wird beim diesjährigen Africa Festival einen breiten Raum einnehmen”, erklärt hierzu auch Kollege Hans Will von kitziblog.de. Der fränkische Placeblogger weiß: “Informationen aus erster Hand über das Gastgeberland gibt es an einem Infostand der südafrikanischen Botschaft. Der Sportartikel-Hersteller PUMA, der viele afrikanische Mannschaften ausrüstet, wird mit einem eigenen Zelt und dem PUMA-Afrika Mobil vor Ort sein. Hier können Trikots der afrikanischen Teams gekauft werden sowie Filme über die Mannschaften ansehen.” Darüber hinaus würden im ARTE-Kinozelt zwei Produktionen gezeigt werden, die sich mit dem afrikanischen Fußball beschäftigen. Doch nicht nur das sportliche Top-Thema des Festivals ließ die anwesenden Pressevertreter hellhörig werden. “Eine Veränderung gab es bei den Abendkonzerten”, so der Blogger weiter. “Mit großem Bedauern mussten die Veranstalter mitteilen, dass die südafrikanische Sängerin Busi Mhlongo vor wenigen Tagen ihren geplanten Auftritt beim Africa Festival absagen musste.” Sie sei schwer erkrankt und solle auf dringendes Anraten ihrer Ärzte die Anstrengungen der langen Reise und eines Konzertes nicht auf sich nehmen. Es sei jedoch gelungen, kurzfristig die südafrikanische Soul-Diva Lira zu verpflichten, die am Kap die größten Konzertsäle füllt und bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde.

Intime Einblicke und eine Offene Bühne

Bei aller Aufregung gab es natürlich auch erfreuliche News. Der senegalesische Superstar Youssou N’Dour, der einmal mehr Gast in Würzburg ist, wird in den nächsten Tagen seine neue CD “Kingston-Dakar” veröffentlichen. Noch bevor sie im Handel erhältlich ist, stellt das Africa Festival in den nächsten zwei Wochen exklusiv zwei Songs des neuen Albums auszugsweise auf der eigenen Homepage vor. “Außerdem”, so Christian Raith und sein Team, “stellen wir Youssou N’Dours neuen Film ‘I bring what I love’ vor. Der Film dokumentiert die Arbeit an seinem Album ‘Egypt’ und berichtet über die durchaus zwiespältige Aufnahme dieses Albums in Youssou N’Dours Heimatland Senegal.” Eine Krönung für jeden Fan: Der Film bietet intime Einblicke ins Familienleben des Stars.

Doch das war noch lange nicht alles, was es an diesem Vormittag Anfang März zu berichten gab. Denn endlich wurden auch weitere Details zum Treiben auf der Offenen Bühne bekannt. An den vier Festivaltagen werden auf dieser zwölf Bands aus zehn afrikanischen Ländern zu hören sein. Interessant dabei: “Alle afrikanischen Nationen, die sich für die Fußball-WM qualifiziert haben, werden wir hier musikalisch vorstellen.”

lajyo.jpgIm einzelnen sind dann zu hören: Dady Mimbo: Trance Musik aus Kamerun; Dobet Gnahore: Charismatische Sängerin und Tänzerin aus Kamerun; Ziyaduma: Moderne Sounds aus Südafrika; Adjiri Odametey: Weltmusik aus Ghana; Fatoumata Diawara: Ein neuer Star aus Mali; Djamel Laroussi: Exzellenter Sänger und Gitarrist aus Algerien; Les Espoirs de Coronthie: Junge Stars aus Guinea; Layori: Festival-Geheimtipp aus Nigeria; Carlou D: Tradition trifft Moderne aus dem Senegal; Tidal Waves: Reggae made in Südafrika; Mellow Maroc: Mellow Mark-Songs im neuen Gewand; Kwani Experience: Der neue Sound aus Südafrika.

Die Tage bis zum 21. Mai 2010 sind nun gezählt. Mehr als 250 Musi­ker werden dann einen Einblick in die faszinierende Vielfalt der traditionellen und mo­der­nen schwar­zen Musik geben und die pulsierende Musikszene weitab unserer deutschen Heimat präsentieren. “Auf den beiden Festivalbühnen werden sowohl bekannte Stars als auch interessante und aufstrebende Talente, die noch nie in Europa gespielt haben, zu erleben sein”, fasst das Team von Afro Project e.V. den seit Jahren geltenden Leitsatz des Festivals zusammmen. Auch das “Readers Edition on Tour”-Team freut sich schon jetzt auf die sonnigen Tage an den Talavera-Mainwiesen, auf die Festival-Familie und viele spannende neue Begegnungen. Deshalb enden auch wir mit Alpha Blondys Worten: “Wir werden uns wiedersehen!”

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