Warum brauchen Unternehmen Mitarbeiter…

… die innerlich bereit sind, mit ihren Kollegen konstruktiv zusammen zu arbeiten und die ihre Aufgaben mit Herz und Verstand erfüllen? Das Hauptziel der Unternehmen im Informationszeitalter ist, gewinnbringend qualitativ hochwertige, insbesondere aber innovative Produkte und Dienste zu entwickeln. Voraussetzung hierfür sind Mitarbeiter, die innerlich bereit sind, konstruktiv mit anderen

… die innerlich bereit sind, mit ihren Kollegen konstruktiv zusammen zu arbeiten und die ihre Aufgaben mit Herz und Verstand erfüllen?

Das Hauptziel der Unternehmen im Informationszeitalter ist, gewinnbringend qualitativ hochwertige, insbesondere aber innovative Produkte und Dienste zu entwickeln. Voraussetzung hierfür sind Mitarbeiter, die innerlich bereit sind, konstruktiv mit anderen zusammenzuarbeiten und ihr Wissen fortlaufend zu aktualisieren, um Aufgaben schneller zu erfüllen, Probleme leichter zu lösen, Ideen schneller in die Tat umzusetzen, Marktlücken zu erkennen und effektiv zu nutzen und gute Entscheidungen zu treffen.

Eine Aussage, die diese Behauptung bestätigt, enthält beispielsweise ein Interview-Protokoll aus dem Mitteilungsblatt der IHK Regensburg (Ausgabe 02/2006, S. 36). In diesem Interview beschreibt der Kelheimer Unternehmer Dr. Emil Ott, Gründer der “PCO AG”, die innovative und qualitativ hochwertige Spezialkameras entwickelt und produziert, die aktuelle Wettbewerbssituation, mit der er und seine Mitarbeiter konfrontiert sind, wie folgt (Auszug aus dem Protokoll):

“Unsere Produkte haben einen Zyklus von drei bis vier Jahren, bevor sie durch Neuentwicklungen ersetzt werden”, so Ott. Entscheidend ist, dass die Fähigkeiten der Kameras in immer neue Dimensionen vorstoßen, damit sie ihren hohen Preis rechtfertigen und nicht von Massenware eingeholt werden. “Wir arbeiten in engen Nischen, die sich schnell schließen können”, erläutert Emil Ott an einem Beispiel. So gab es vor rund acht Jahren noch einen größeren Markt für PCO bei hoch auflösenden Digitalkameras, die in der Mikroskopie eingesetzt wurden. Dieser Markt ist jetzt weg, weil heute die herkömmlichen digitalen Fotoapparate aus dem Verbrauchermarkt den Anforderungen genügen.Die PCO AG steht deswegen ständig im Dialog mit Wissenschaftlern, um rechtzeitig zu erkennen, welche speziellen Anforderungen an Kamerasysteme in der Forschung und der Industrie entstehen. Regelmäßig klinkt sich das Unternehmen als Industriepartner in Forschungsprojekte ein, um seine Produkte weiter zu verbessern.

Ein weiterer Baustein des Erfolgs ist die ganz spezielle Servicephilosophie, die PCO gegenüber seinen Kunden vertritt. “Wir liefern Geräte im technischen Grenzbereich, bei denen es zu Problemen kommen kann. Doch dann müssen die Dinge sofort gelöst werden”, so Ott. Praktisch bedeutet das zum Beispiel, dass PCO seine Kameras zum Teil noch nach fünf Jahren auf Kulanz repariert oder auch nach über zehn Jahren als zuverlässiger Ansprechpartner bereit steht. Gerhard Holst, selber lange Jahre an verschiedenen Forschungseinrichtungen tätig, bestätigt den Erfolg der Strategie. “In der deutschen Forschergemeinde hat PCO einen guten Ruf, die Kunden kommen immer wieder auf uns zu.”

Dass diese Aussage für viele kleine und innovative Unternehmen zutrifft, wird durch entsprechende Internetquellen (Online-Ausgaben von Wirtschaftsmagazinen, Innovations-Marktplätzen, Communities, Webforen, Newsgroups,…) und durch meine eigenen diesbezüglich geführten Gespräche mit Jungunternehmern bestätigt. Aus den jeweils relevanten Inhalten der Internetquellen und den persönlichen Gesprächen war übrigens auch zu entnehmen, wie wichtig faire Wettbewerbsregeln sind, an die sich alle Marktteilnehmer, auch die mittelständischen, insbesondere aber die großen Unternehmen, halten sollten.

Hinweis:
Laut dem Jahresbericht des Deutschen Patent- und Markenamtes aus dem Jahr 2000 scheint es den Deutschen nicht an Kreativität zu fehlen. Dem Bericht zufolge liegt Japan mit einer Zahl an inländischen Patentanmeldungen von 399 013 an erster Stelle, gefolgt von den USA mit 163 699 und Deutschland mit 53 521 inländischen Anmeldungen (Diese Länder wurden übrigens deshalb ausgewählt, weil auf sie 70 Prozent aller Erstanmeldungen weltweit entfallen).

Bei solchen Vergleichen muss man allerdings vorsichtig sein, da mit ihnen nicht wirklich die konkrete Innovationskraft der jeweiligen Volkswirtschaft bewertet werden kann. Hierzu muss man genau wissen, welche Art der Anmeldung in den Zahlen wiedergespiegelt wird: Sind es alle eingereichten, aber noch nicht vollständig veröffentlichten Anmeldungen oder handelt es sich um alle bereits veröffentlichten Anmeldungen oder sind es gar schon die erteilten Patente? Kann überhaupt durch die Zahl der inländischen Patentanmeldungen eine konkrete Aussage über die Innovationskraft des jeweiligen Landes getroffen werden, ist hierfür nicht die Zahl der tatsächlich für patentwürdig befundenen inländischen Anmeldungen entscheidend? Aber selbst die technischen Ideen, auf die ein Patent erteilt wurde, erhalten ihren wahren Wert nur dann, wenn das entsprechende Produkt den Menschen wirklichen Nutzen bringt und auf dem Markt erfolgreich verkauft wird, was bei vielen Patenten offensichtlich nicht der Fall ist, wie Recherchen in der Patentdatenbank “Depatisnet.de” oder der Besuch von Erfindermessen beweisen.

Soll die Anzahl der erteilten Patente eines Landes mit der eines anderen verglichen werden, so ist auch sehr entscheidend, wie leicht oder genauer nach welchen gesetzlichen Richtlinien im jeweiligen Land vom betreffenden Prüfer entschieden wird, ob auf die Patentanmeldung tatsächlich ein Patent erteilt wird. In Deutschland wird nur für etwa jede vierte Anmeldung ein Patent erteilt, während in den USA etwa zwei Drittel der Anmeldungen zu einem Patent führen und in Japan fast alle als patentierwürdige Erfindungen durchgehen. Nicht zuletzt spielt natürlich auch die Zahl der inländischen Anmeldungen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung des jeweiligen Landes eine entscheidende Rolle, um dessen Erfindungsgeist mit dem anderer Länder vergleichen zu können.

Sie sehen, wie schnell einer auf Zahlenwerk gestützten Behauptung durch kritisches Hinterfragen und dem Wissen, in welchen Quellen die Antworten gefunden werden können, ihre tatsächliche Bedeutung genommen werden kann. 

Um innovative und marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu realisieren, bedarf es einer gewaltigen kollektiven Leistung aller  beteiligten Mitarbeiter bzw. Partner (Kunden, Lieferanten,…). Innovative Produkte und Dienstleistungen scheitern weniger an fehlendem Ideenreichtum als vielmehr am Mut und dem Zeit- und Arbeitsaufwand, der notwendig ist, um sie zu verwirklichen. Deshalb werden Innovationen häufig von Menschen realisiert, die ein hohes Selbstvertrauen besitzen und wenig über den tatsächlichen Zeit- und Arbeitsaufwand wissen, der zur Realisierung des innovativen Produkts/der neuen Dienstleistung erforderlich ist.Um innovative und marktfähige Produkte und Dienste zu realisieren, muss man also:

  • ungewöhnliche Ideen haben
  • den Mut und die innere Leistungsbereitschaft haben, diese Ideen auch praktisch umzusetzen
    Mit Mut ist hier gemeint, dass kreative Menschen so von der praktischen Umsetzung ihrer Idee überzeugt sind, dass sie notfalls, um das Überleben der Idee zu schützen, aus sicheren Umgebungen ausbrechen müssen.  Nicht selten muss der Erfinder/Entwickler das Unternehmen verlassen, weil dort Führungskräfte sind, die tagtäglich beweisen müssen, daß sie klüger sind als andere, indem sie zahlreiche Gründe dafür finden, daß ungewöhnliche Ideen und unbewiesene Theorien der Kollegen nicht funktionieren können. Was im Kleinen gilt, kann auch auf das Große übertragen werden: Es kann in Ländern, bei denen bürokratische Strukturen die Umsetzung innovativer Produkte und Dienstleistungen behindern, sogar passieren, daß der Innovator das Land verlassen muss, um seine Idee zu schützen.
  • ernsthaft und mit Herz und Verstand an deren praktischen Umsetzung arbeiten
  • Misserfolge und Sinnkrisen, die während jeder Entwicklung mehr oder weniger häufig auftreten, durch entsprechendes Zusammenhalten, aber auch durch Selbstmotivation und Selbstdisziplin in Verbindung mit einem beharrlichen Willen wegstecken

    Die Fähigkeit, sich selbst motivieren zu können, ist wohl die wichtigste Fähigkeit eines Erfinders/Entwicklers. Das bedeutet, er muss gegen die mit Sicherheit aufkommenden Selbstzweifel (bin ich wirklich fähig, das angesteuerte Ziel zu erreichen,…) und äußeren Einflüsse durch ihr/ihm nahestehende Menschen ankämpfen, die nicht an das Gelingen des Vorhabens glauben oder sich gar distanzieren, und meistens auch die finanzielle und soziale Sicherheit, die für viele heute als selbstverständlich gilt, einschränken oder gar aufgeben. Aber nur wer in sich die uneingeschränkt positive Einstellung, das Ziel zu erreichen, bewahren kann, wird die Kraft haben, Tag für Tag, Jahr für Jahr, mit Herz und Verstand an der praktischen Umsetzung der Idee zu arbeiten.

  • Fehler, die wegen fehlender Routinetätigkeiten in großer Zahl gemacht werden, so schnell als möglich erkennen, korrigieren und natürlich in Zukunft vermeiden
  • ein klares Bild dessen, was geschaffen werden soll, vor Augen haben, um nicht vom Weg abzukommen
  • von Anfang bis Ende davon überzeugt sein, dass dieses Produkt/diese Dienstleistung einen großen Nutzen für die betreffenden Kunden bringt

Die Leistungen, die dabei von allen Beteiligten zu erbringen sind, liegen also weit jenseits ausschließlicher Redegewandtheit, perfekter Selbstdarstellung, dem Traum vom großen Geld, der Möglichkeit, sich dem eigenen Vorankommen dienliche Personen zunutze zu machen und unangenehme Arbeiten an andere zu delegieren; vielmehr geht es darum, ein Klima zu schaffen, in dem jeder Einzelne, unabhängig von seinen Schwächen, seine Stärken bestmöglichst einsetzen kann und in dem jeder Einzelne selbst entscheiden kann, an welchen Problemen er mit wem arbeiten möchte. Anstatt ausschließlicher Rede- geht es vor allem um Schreibgewandtheit, mit deren Hilfe die eigenen Erfahrungen, Problemlösungen und Ideen klar und verständlich formuliert und elektronisch leicht wiederauffindbar abgespeichert werden können, damit sie so später von den Kollegen als wertvolles Hilfsmittel zur Lösung eigener Probleme herangezogen werden können (das eigene Wissen weitergeben und vom Wissen des jeweils anderen profitieren).

Anstatt sich gegen andere durchzusetzen, gilt es vielmehr, andere zu überzeugen bzw. sich gegen sich selbst durchzusetzen (Selbstdisziplin, Fähigkeit zur Selbstmotivation).

Anstatt mit perfekter Selbstdarstellung die eigene Macht zu erhalten, wird der Wert einer Person daran gemessen, wie begeistert sie sich selbst für das Gelingen des gerade zu entwickelnden Produkts/der Dienstleistung einsetzt, indem sie mit Herz und Verstand gemeinsam mit anderen während der Entwicklung auftretende Probleme erkennt und löst. Falsche Problemlösungen, die wegen fehlender Routinetätigkeit häufig vorkommen, werden nicht anderen in die Schuhe geschoben, sondern man versteht sie gemeinsam als Anstoß, es nächstes Mal besser zu machen.

Die gewaltige Leistung, die erforderlich ist, sein Denken und Handeln an die Anforderungen einer Informationsgesellschaft anzupassen, ist aber nicht nur im Beruf gefragt, sondern auch im privaten Bereich.

Wie viel Geld wird beispielsweise damit verdient, weil Menschen die Anstrengungen scheuen, sich genügend zu informieren oder glaubwürdigen und nutzbringenden Informationen gemäß zu handeln, um ihre Probleme zu lösen. Stattdessen bieten zweifelhafte Geschäftemacher, die mit der Bequemlichkeit anderer selbst ohne großen Einsatz viel Geld verdienen möchten, hierfür ihre Dienste an. Ein ganzer Gewerbezweig lebt von dieser menschlichen Schwäche, beispielsweise Reichmacher aller Art (bieten Lösungen für das Problem, wie wird man reich ohne großen Zeit- und Arbeitsaufwand), Anbieter von zweifelhaften Heilmethoden und -geräten (Magnetfeldmatten, Massagestühle,…), Motivations-Gurus, Wahrsager und Autoren von Esoterik-Büchern.

Neben der vorher beschriebenen Leistung bedarf es auch der inneren Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit.

Was damit gemeint ist, erklärt ein Zitat aus dem Buch “Die Geschichte der Zukunft” (Brendow-Verlag, 3. Auflage 2003, 446 Seiten, ISBN: 3-87067-963-8) von Erik Händeler:

Die Menschen, die in der Blütezeit der Industriegesellschaft groß geworden sind, haben nicht gelernt, partnerschaftlich, sachlich und zielorientiert so zusammenzuarbeiten, zuzuhören oder sich gegenseitig zu fördern, daß Probleme zu angemessenen Kosten gelöst werden können“.

Ein wesentlicher Grund für die Probleme zwischenmenschlicher Zusammenarbeit ist, dass den Menschen, deren Schwächen nicht toleriert und akzeptiert werden, gleichzeitig die innere Bereitschaft genommen wird, ihre Stärken voll einzubringen!

Das Problem ist, dass man wegen seiner Schwächen verurteilt wird und die Stärken so entweder erst gar nicht zum Einsatz kommen oder schlicht aus niederen Beweggründen (Machterhalt, Neid,…) ausgeblendet werden. Dadurch, dass man einen Menschen seiner Stärken wegen nicht schätzt, gibt man sich selbst auch keine Chance, dessen Schwächen akzeptieren zu können bzw. dessen Stärken die vorhandenen Schwächen kompensieren zu lassen. Solche destruktiven Verhaltensweisen einzelner schaden und lähmen das gesamte Unternehmen, das eigentlich seine volle Kapazität benötigt, um wettbewerbsfähige, innovative Produkte und Dienstleistungen zu realisieren.

Während früher das nicht ausgenutzte geistige Potential der Menschen, beispielsweise durch das Fehlverhalten von Führungskräften, häufig nicht so schwerwiegende Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens hatte, kann es heute, wo die Wertschöpfung vor allem von motivierten Mitarbeitern und Partnern (Kunden, Lieferanten,…) des Unternehmens erbracht wird, die Existenz des Unternehmens kosten.

Ein sehr großes Problem ist, dass viele aufgrund ihrer (anerzogenen) Wertevorstellungen Sympathie für die konstruktive Zusammenarbeit mit ihren Mitmenschen voraussetzen (im Arbeitsteam, in der Kunde-Verkäufer-Beziehung, in der Gemeinde,…). Vielen bei uns fällt es offensichtlich sehr schwer, die konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Menschen im Rahmen gemeinsamer Aufgabe bzw. Ziele von der vor allem auf Sympathie beruhenden Freundschaft eindeutig zu unterscheiden. Nicht selten entstehen so Gruppen (Teams), in denen einige sehr gut miteinander klarkommen und sich deshalb voll einbringen können und andere, die, weil sie nur notgedrungen geduldet werden, demotiviert sind.Diese Sympathie-Gruppierungen werden häufig als mächtiges Werkzeug mißbraucht, um unbequeme Andersdenkende auszugrenzen, umzuerziehen oder gar loszuwerden. In der Gruppe fühlen sich die betreffenden Personen dann stark genug (alleine sind sie klein und feige), um auf Einzelne, die ihnen aufgrund ihrer Einzigartigkeit unangenehm sind, loszugehen. In Wirklichkeit aber haben sie nur Angst, weil sie nicht über die entsprechenden Verständigungsfähigkeiten verfügen, um sich mit einem einzigartigen Menschen (nicht Massenmenschen) offen und ehrlich einzulassen oder scheuen gar nur den Mehraufwand, der notwendig wäre, um eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen sich und dem Andersdenkenden zu ermöglichen. Die Erfahrung zeigt auch, dass es für die, die sich sympathisch sind oder sich zumindest so gut verstellen können, um ihre Sympathie dem jeweils anderen wirksam vorzutäuschen, sogar ein besonderes Wohlgefühl ist, wenn sie sich gegenseitig anerkennen und gemeinsam den Andersdenkenden ablehnen bzw. ihm durch ihr Verhalten zeigen, daß sie auf dem richtigen und er auf dem falschen Weg ist. Diese Behauptung bestätigt sich spätestens dann, wenn, nachdem der Gemobbte weg ist, auch die Sympathie-Gruppierung an Intensität verliert oder sich gar auflöst. Mit dem oder den Andersdenkenden entstehen quasi diese Sympathie-Gruppierungen, die sich das gemeinsame Ziel gesetzt haben, die Entstehung einer offenen und ehrlichen Beziehung zu dem Andersdenkenden zu verhindern, ihn umzuerziehen oder gar ihn loszuwerden, mit ihm geht auch der Motivationsgrund, besonders gut mit dem jeweils anderen auszukommen. Das besondere Wohlgefühl der Gruppe beruht dann auf dem besonderen Unwohlgefühl des Einzelnen (des Andersdenkenden).Finden die eben beschriebenen Abläufe beispielsweise in Entwicklungsteams statt, so kann es durchaus sein, daß innovative Produkte und Dienste nicht entstehen können, weil der Andersdenkende seine wichtigen Fähigkeiten aufgrund fehlender Motivation nicht einbringen kann.

Erfahrungsgemäß ist es so, dass für das gemeinsame Erreichen der meisten Ziele (außer das Ziel einer tiefen Freundschaft) die Sympathie nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Wie die Erfahrung aus der Weltgeschichte lehrt, können große Ziele nicht durch Sympathie erreicht werden, sondern nur dadurch, dass jene, die sich auf den Weg gemacht haben, ein gemeinsames Ziel zu erreichen, über die entsprechenden Fähigkeiten verfügen und vor allem motiviert sind, diese auch voll einzubringen. Ein solches großes Ziel ist es beispielsweise, eine Gesellschaft zu ändern, um den Wohlstand zu erhalten bzw. das, was Wohlstand bisher bedeutet, neu zu formulieren.

Der Artikel ist ein Teil aus meinem Buch “Netzwerkkompetenz – warum?” – Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können.

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  1. Eine Frage an den Autor. Wieviele Jahre waren Sie persönlich als Arbeitnehmer in der untersten Ebene bei einem strengen Arbeitgeber tätig, wo kein Betriebsrat je existiert hat und Tarifbindung ein Fremdwort ist? Ihr Artikel überhebt sich, das es mich schüttelt. Umgekehrte Frage außerdem: Sind sie Unternehmer, haben sie Mitarbeiter, stehen ihnen die Banksters auf den Schuhen weil sie investieren müssen aber keine Kredite zu guten Bedingungen bekommen? Theorie ist, wenn man aus der Praxis schöpft.