Merkel hat Westerwelle und Guttenberg arbeitslos gemacht

Guido Westerwelle hatte einen Traum. Er wollte Außenminister werden und in die Fußstapfen von Hans-Dietrich Genscher treten. Daraus wird wohl nichts. Nach dem Abschluss des Maastricht-Vertrags und Lissabon-Vertrags ist die Zuständigkeit für die Außenpolitik der EU-Mitgliedsländer auf die EU übertragen worden. Die bisherige Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ) wird mit dem

ggwer.jpgGuido Westerwelle hatte einen Traum. Er wollte Außenminister werden und in die Fußstapfen von Hans-Dietrich Genscher treten. Daraus wird wohl nichts. Nach dem Abschluss des Maastricht-Vertrags und Lissabon-Vertrags ist die Zuständigkeit für die Außenpolitik der EU-Mitgliedsländer auf die EU übertragen worden. Die bisherige Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ) wird mit dem Vertrag von Maastricht durch die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) ersetzt.

Außen- und Verteidigungsminister der EU-Mitgliedsländer sind arbeitslos

Nach der jetzt verabschiedeten Regelung dürfen die Außenminister nicht mehr an den regelmäßigen Sitzungen der Staats- und Regierungschefs wie bisher teilnehmen. Der neu formierte Europäische Rat unter dem Vorsitz des Präsidenten Herman Van Rompuy hat den Außenministern auf seinem ersten Treffen am 10. Dezember 2009 die Stühle vor die Tür gesetzt. Da jetzt nach Abschluss des Lissabon-Vertrags ein Europäischer Auswärtiger Dienst (EAD) aufgebaut wird, vertritt die gesamte EU zukünftig die jetzige EU-Außenministerin Catherine Ashton als Hoher Vertreter der EU Außen- und Sicherheitspolitik alle EU-Mitgliedsstaaten. Die Außen- und Verteidigungsminister der EU-Mitgliedsländer sind im Prinzip damit arbeitslos. Sie dürfen als Frühstücksdirektoren im Amt bleiben.

Kompliment an Angela Merkel, so elegant hat man sich selten zweier Widersacher,- Westerwelle und Guttenberg –  im Kabinett entledigt.

Photo Quelle/Copyright: michaelthurm, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

Kommentare

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  1. Nun, ganz so toll sind die Verhältnisse nach dem Lissasbon-Vertrag denn nun doch nicht. In den Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik git das Einstimmigkeitsprinzip bzw. der Vetovorbehalt jedes einzelnen Mitglieds der Staatengemeinschaft. In Wahrheit haben daher Hermman Van Rompuy und Catherine Ashton Probleme, eine
    sinnvolle Arbeit zu finden. Denn entscheiden können sie nichts.