Einer der Gründe des Defizits der Bundeshauptstadt ist, unter anderem, eine nur geringe Gewerbesteuereinnahme. Der Grund sind nicht nur die Kosten für die vielen Pracht- und Repräsentationsbauten des Bundes und der Stadtverwaltung, sondern der daraus resultierende Mangel an Gewerbeflächen; das Fazit: wenig Gewerbe, wenig Einnahmen.
Wo ist Frankfurts Geld geblieben?
Frankfurt dagegen müsse doch im Geld schwimmen bei einer derartigen Gewerbekonzentration, trotz der fast jährlichen Absenkung des Hebesatzes seit der Regentschaft der Oberbürgermeisterin Petra Roth. In Frankfurt befinden sich die gewinnträchtigsten Unternehmen, wenn man allein an die Bankenkonzentration denkt. Nun hat sicherlich eine ausgedehnte Stadt wie Frankfurt hohe Kosten für seine Infrastruktur aufzubringen, aber das haben andere große Städte auch; die verfügen aber nicht über den umsatzstärksten Flughafen und einige der größten Pharmariesen und internationaler Banken. Wo also blieb das Geld, Frau Roth.
So könnte die Deutsche Bank z.B. nicht agieren wie vielleicht Opel oder Mercedes, die dem deutschen Fiskus vorhalten könnten, sie hätten hier nur Dependancen und hätten ihre Muttergesellschaften in Wo-auch-immer-Land sowie dort ihre Abgaben bereits erledigt. Um nicht gänzlich von hier fortgehen zu müssen, benötigten sie auch noch Subventionen vom Bund. Mehr als 400 Banken, dazu die Deutsche Bundesbank und die Europäische Zentralbank sowie die Börse Frankfurt sind hier beheimatet. Von “sanofi aventis” gar nicht zu reden!
Was haben Sie mit dem Geld gemacht, Frau Roth, wegen dessen Fehlens Sie nun Ihre angeblich ebenso darbenden Mitbrüder zusammengerufen haben? Das verlangt schon eine Erklärung, denn es wäre gut zu wissen, ob der Durchschnitts-Steuerzahler die Entsorgung der Abfallbehälter des Bankenviertels zukünftig mitfinanzieren muss, so wie alle Bürger es heute bei dem Oligopol auf der “Höchst Insel” indirekt jetzt schon tun und der Repräsentation wegen auch weiterhin werden machen müssen.
Der nächste Tsunami rollt heran
Kopieren Sie nun in Ihren Reden bitte nicht auch noch Ihren eigenartigen Mitregenten im Bund, der alle Probleme des Landes auf die angeblich schmarotzenden Hartz-IV-Empfänger schieben möchte! Wobei gerne vergessen wird, dass die zunehmende Zahl der Arbeitslosen auf die verfehlte Finanzpolitik ALLER Regierungen der letzten 30 Jahre zurückzuführen ist. Wir alle wissen, dass die nächste Tsunamiwelle schon im Anrollen ist, da sich entgegen allen Ankündigungen zur Regulierung intransparenter und zweifelhafter Finanztransaktionen nicht das Geringste geändert hat. Außer vielleicht, dass die Finanzinstitute mit Darlehen aus Steuergeldern ihre Bilanzen bereinigen konnten, was der Wirtschaft jedoch leider keinen Nutzen brachte.
Dass die Sozialausgaben sich erhöhen, weil die Lebenshaltungskosten steigen, ist nicht nur eine Binsenwahrheit, sondern Ihnen von Ihren Demographen schon vor Jahren zur Kenntnis gebracht worden. Repräsentieren Sie zukünftig etwas kleiner und lassen Sie vorausschauend Ihre Prachtbauten als Mehrzweckbauten ausführen! Es würde den späteren Ausbau zu Armenhäusern erleichtern! Mit “nebbich” denken, Frau Roth, schaffen Sie möglicherweise einmal ein neues Dresden, oder Leipzig.
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