Engel oder Teufel?

… Engel oder Teufel? Das fragen sich viele, die Götz Alsmann in den letzten 25 Jahren auf der Bühne oder auf dem Bildschirm gesehen haben. Aber wer kann diese Frage schon wirklich beantworten? Als der Entertainer am 12. Juli 1957 in Münster/Westfalen auf die Welt kam, war er ganz sicher

lalre.jpg… Engel oder Teufel? Das fragen sich viele, die Götz Alsmann in den letzten 25 Jahren auf der Bühne oder auf dem Bildschirm gesehen haben. Aber wer kann diese Frage schon wirklich beantworten?

Als der Entertainer am 12. Juli 1957 in Münster/Westfalen auf die Welt kam, war er ganz sicher ein Engel. Und auch als er mit acht Jahren von Herrn Herzig, einem freundlichen Nachbarn (ehemaliger Stummfilmbegleiter), Klavierunterricht bekommen hat, überwogen seine blonden Locken. Erstes teuflisches Flackern im Blick bekam er 1971 als er sein Äußeres so veränderte, dass er Chancen bei den Frauen hatte, die auf Helden wie die Schauspieler Robert Mitchum, John Garfield und Alan Ladd standen. Und so erfolglos kann er damit nicht gewesen sein, denn diesem Stil ist er treu geblieben, den Frauen bisweilen nicht…

1984 machen seine Eltern sicher drei Kreuzzeichen, als Götz sein Studium der Musikwissenschaft mit einem Doktortitel abschließt. Die Doktorarbeit wird ein Jahr später unter dem Titel „Nichts als Krach“ dem Buchhandel zugeführt (die Teufelshörner waren schon deutlich zu erkennen). Himmlisch wiederum ist der Start seiner Medienkarriere: 1990 wird für drei Jahre einer der Moderatoren von „High Live“, einer
fünfstündigen (!) Live-Sendung für die Jugend Berlins und Umgebung.
1996 hat man beim WDR ein Fernsehkonzept für die Sommerpause der Magazine im Dritten ersonnen: „Zimmer frei!“, eine Talkshow mit einem prominenten Gast, aufgezogen wie ein WG-Bewerbungsgespräch und moderiert von einem Mann/ Frau-Paar, angereichert mit allerlei Spielen, Einspielfilmen und Gastauftritten von Kabarettisten. Die Frau soll Christine Westermann sein, als Mann stellt man sich Götz Alsmann vor. Beide haben im Sommer Zeit, sagen zu und ahnen nicht, dass sie eine der wichtigsten Entscheidungen ihrer Karriere getroffen haben. „Zimmer Frei!“ gibt es nun schon über zehn Jahre und erhielt den wichtigsten aller Fernsehpreise, den “Grimme Preis”.

Teuflisch gut ist er einfach der Mann, egal, ob er in der Kurzoper „Der
Schauspieldirektor“ von Dirigent Christoph von Dohnanyi als Titelfigur mitwirkt oder in seinen eigenen Kompositionen höllisch-scharfe Rhythmen anschlägt. Er greift tief in das Archiv des klassisch-obskuren Schlagers der Schwarzweiß-Ära und festigt so seinen Ruf als König des deutschen Jazz-Schlagers. Die jährlich mehr als einhundert Shows der Götz Alsmann Band erfreuten schon bei ihren letzten Programmen wie „Filmreif“, „Tabu“, „Kuss“ oder „Mein Geheimnis“ bis zu 200.000 Zuhörer pro Tournee. Es sieht nicht danach aus, dass die „Engel oder Teufel“-Tour 2009/2010 ihren Vorgängerinnen darin in irgendeiner Hinsicht nachstehen wird. Live zu erleben am 10. September in der Musikhochschule Würzburg.

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