Wie geht es weiter mit HartzIV? Wie lange können die Schulden noch steigen? Wie schwul darf ein deutscher Außenminister sein? Wie oft schmökern sie bei der “Zeit” eigentlich in alten PPQ-Artikeln? Und wo bleibt bei all dem der kleine Mann?
Die “Fragen unserer Zeit” (Joseph Stalin) sind das nicht, sie scheinen es nur zu sein. Meinungsumfragen, Sonntagsfragen, Auslandsreisen, Kreditklemmen – der Internetriese Google, der nach Angaben von Experten ähnlich rasant untergeht wie das hübsche Südsee-Paradies Tuvalu, schreibt ein völlig anderes Psychogramm der Generation Bauchgrimmen. Lebenshilfe aus dem Suchschlitz: Anfragen, die mit “Ist es…” beginnen, beendet die Findmaschine aus Mountain View derzeit einerseits mit prosaischen Formulierungen wie “Ist es illegal, von Youtube downzuloaden” und “Ist es leichtsinnig, noch kurz vor der Kreuzung einen Lastzug zu überholen”. Andererseits aber führt der Gigant den nach Sinn Suchenden in Seelentiefen, aus denen wie heimelige Lagerfeuer Fragen knistern wie “Ist es nicht seltsam” und “Ist es das, was Du willst”.
“Sterben heißt, die alles ungelöst verlassen”, vermutete Gottfried Benn, der bei Google 28.000 Vorschlagstreffer für “Gottfried Benn in einer Nacht” aufzuweisen hat, Sterben aber heißt heute auch, weiterzuleben mit Fragen wie “Ist es in Deutschland für einen Mann möglich, die Schwester seiner Witwe zu heiraten?” Eine Frage, die vermutlich weit über Deutschland und Europa hinaus Bedeutung erlangen wird, sobald die ersten Hochzeitsglocken für einen Toten läuten. Bis dahin bleibt die Frage an den notorisch in wilder Ehe lebenden Außenminister: Warum schlägt Google auf den Satzanfang “Hochzeit Westerw…” nur “Hochzeit Westerwald” vor? Betreibt die Familie dort etwa ein Stundenhotel? Eine Pfarrei gar? Verübt sie insgeheim geheime Trauungen für besonders gute Freunde? Und wieso eigentlich durfte der mit keinem Küchenstudio verwandte Friedrich Küppersbusch die Laterne nicht aussuchen?
Quelle: politplatschquatsch.com
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