Winter
Ist auch der Winter kalt und streng,
Im Strauch sitzt eine Amsel
Und plustert sich gewaltig auf
Wie eine Fleischermamsell,
Die oft an ihren Fingern friert,
Wobei sie die Geduld verliert,
Weil Fritz, ihr Mann, im Warmen sitzt,
Schon wieder in der Sauna schwitzt. -
Das wurmt sie, es wird nicht geringer
Der Schmerz im rechten Zeigefinger.
Die Amsel aber sitzt und schaut,
Ob nicht schon bald der Frühling blaut.
Klaus Grunenberg
Kritik
Das ist ein humoristisches Gedicht. Soviel ich weiß, erklärte Kant einmal Lachen als „Auflösung einer gespannten Erwartung in nichts“. Das wäre somit eine kurze Erklärung von Komik in der Literatur, wobei man als Leser einen physiologischen Ablauf durchmacht, eine Erwartung, die dann, wenn es gut geht, eintritt und mit einem befreienden Lachen quittiert wird. -
In diesem Gedicht wird ein Vogel (Amsel) mit einem Menschen in Verbindung gebracht (Fleischermamsell), sogar verglichen. Das allein ist schon komisch und gewagt und wohl dem Reim geschuldet, aber irgendwie auch komisch-wahr.
Und dann noch die Kehre zum männlichen Partner, der es sich gemütlich macht, während beide Protagonisten frieren, dem harten Leben sich stellen. Das beinhaltet noch einmal die wahre Komik des echten Lebens, wie es eben manchmal ist.
Ed Moercke
Humoristische Gedichte bedürfen keiner Interpretation!
Mark Beil-Ritzi
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Eine Aufloesung ins “Nichts” ist der Wahrheit naeher als !.000.000 Worte.
Deshalb ist Lachen ein kleiner Schritt, weg von der eingenen Ersthaftigkeit und somit ein Schritt um Psychisch gesuender zu werden.
Denn “Ernsthaftigkeit” ist eine Krankheit.
Deshalb wird agumentiert, diskutiert, verzettelt und es wird so niemals zu einer Veraenderung der Gegebenheiten kommen, solange wir, das Individuum nicht erkennt, dass es derjenige ist, dass sich entwickeln sollte.
Dann kommt der Rest ganz langsam nach