Goldreserven: Alle Jahre wieder…

Es gehört zu den Ritualen der deutschen Wirtschaftspolitik, dass alle Jahre wieder die Politik, wenn sie in der Klemme steckt, gerne die Goldreserven der deutschen Bundesbank plündern möchte. Ob Waigel, Eichel, Steinbrück und jetzt Schäuble – jeder Finanzminister, der in der Klemme steckt, hat schon mal heimlich oder öffentlich mit

guzt.jpgEs gehört zu den Ritualen der deutschen Wirtschaftspolitik, dass alle Jahre wieder die Politik, wenn sie in der Klemme steckt, gerne die Goldreserven der deutschen Bundesbank plündern möchte. Ob Waigel, Eichel, Steinbrück und jetzt Schäuble – jeder Finanzminister, der in der Klemme steckt, hat schon mal heimlich oder öffentlich mit dem Gedanken gespielt, die Goldreserven der Bundesbank anzuzapfen. Damit ließen sich Milliardenlöcher im Bundeshaushalt stopfen. Man muss nur den Dreh finden, wie man an das Gold herankommt. Jetzt  denkt offensichtlich Schäuble im Rahmen des EWF darüber nach, dass man für die Finanzausstattung dieses Fonds das Bundesbank Gold einsetzen könnte.

Weber kontra Schäuble

Um dem EWF nicht durch reine Buchgeldschöpfung, d.h. durch Staatsschuldverschreibungen in zweistelliger Milliardenhöhe, mit Finanzmitteln auszustatten, soll jetzt das Gold als Deckung dienen.

Die Bundesbank ließ daher bereits vorsorglich verlauten, dass “weder die Bundesregierung noch die Europäische Zentralbank … auf die nationalen Goldreserven ein Zugriffsrecht” haben.

Die Bundesbank reagierte damit auf eine Pressemeldung, wonach das Bundesfinanzministerium vorschlage, die Goldreserven “buchhalterisch” in einen Euro-Stabilisierungsfonds einzubringen. Die Bundesregierung strapaziert nun auch unnötig ihr Verhältnis zur Bundesbank. Der Versuch sich durch die Hintertür – sprich rein buchhalterisch versteht sich – das Gold der Bundesbank unter den Nagel zu reißen, dürfte in der deutschen Öffentlichkeit wenig Gegenliebe finden. Die 3.400 Tonnen Gold der Bundesbank mit einem derzeitigen Wert von rund 90 Milliarden Euro könnten doch zu schön für die Sanierung der maroden Finanzlage der anderen und eigenen Staatsfinanzen eingesetzt werden. Hätten Schäubles Vorgänger mit ihren Vorstößen in der Vergangenheit Erfolg gehabt, dann wäre eine Quelle der jährlichen Bundesbankgewinne nachhaltig versiegt. Durch Goldmarktgeschäfte erzielt die Bundesbank schließlich auch durch Verleihung der Goldreserven Einnahmen, die dann entfallen würden.

Veräußerung von Goldreserven

Andere Länder insbesondere China warten nur darauf, dass andere Länder ihr Gold auf den Weltmarkt werfen. Sie würden liebend gerne Gold gegen ihre gigantischen US-Dollar-Währungsreserven eintauschen. Früher hieß es als der deutsche Staat im Ersten Weltkrieg händeringend nach Finanzierungsreserven für den Krieg suchte: “Gold gab ich für Eisen“.

Großbritannien und andere Länder haben bereits vorher angefangen ihre Goldreserven auf den Markt zu werfen. Mit durchschlagendem Erfolg.

Zuletzt wollten CDU und SPD im Jahr 2006 die Goldreserven der Bundesbank in einem Innovationsfond verfrühstücken. Denn merke: Kasse macht sinnlich.

Photo Quelle/Copyright: Mykl Roventine, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

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  1. Wie man einst solide Staaten durch die int. Finanzmafia der Banksters aus USA/GB niedrmacht. Erst Eisen (Kriegsgerät und Hetze), dann Bronze (Vernichtung von Volkseigentum), dann Silber (Industriebetriebe), dann Gold (unser pers. Eigentum).
    Und unesre geblendeten und mit geknebelten Politiker spielen brav mit. Griechenland war der Startschuß. Das Ziel lautet: erst aussaugen und dann leer zurücklassen. Waren wir je Partner der USA? Nein. Und die EU ist “MiniAmerika”.
    Vorsicht beim Thema IWF / EWF! Heilung nur durch radikale an die Wand Stellung der Banksters und ihrer Helfershelfer. Absaufen lassen der Geldmärkte, Schutz der Industriebetriebe und Restrukturierung unserer Ausbildung – Entflechtung der Verstrickungen in den Märkten etc. Kleine regionale Einheiten bilden (Binnenmarkt) und nur so viel Außenexport wie Reimport gebraucht wird. Diese großen Überhänge schöpft nur der Kredithai ab.
    In der Krise kommst Du nur im “Untergrund” weiter. Die Gro0mannssucht ist der falsche Weg. Weil die Geschäftsmodelle versagen nun und die Völker schlagen sich wieder demnächst den Schädel ein. Hat mit Schwarzsehen nichts zu tun, ist einfach nur die Beobachtung der 2 letzten Weltkriege. Beide gehen letztlich auf das Konto der USA, denn sie sind 2 mal die Sieger gewesen. Seither sind sie Großmacht.
    Nachdenkliche Grüße an die Mitleser.