Der Abschied vom Stalker

Die Erfahrung bei Readers Edition war gar nicht so schlecht. Sich mal zu äußern und verschiedene Reaktionen wahrnehmen zu können, durch viele Kommentare zum Nachdenken animiert, unternahm ich den Versuch, mein Verständnis für andere Menschen auf den Prüfstand zu stellen, meine etwas ungewöhnliche Betrachtungsweise der Welt von den anderen Menschen

Die Erfahrung bei Readers Edition war gar nicht so schlecht. Sich mal zu äußern und verschiedene Reaktionen wahrnehmen zu können, durch viele Kommentare zum Nachdenken animiert, unternahm ich den Versuch, mein Verständnis für andere Menschen auf den Prüfstand zu stellen, meine etwas ungewöhnliche Betrachtungsweise der Welt von den anderen Menschen reflektieren zu lassen. Es war interessant. Und nun ist es an der Zeit, Abschied zu nehmen.

Verabschiedet hätte ich mich wahrscheinlich so oder so, sich immer wieder zurück zu ziehen ist ein Bedürfnis und ein Gewinn. Ganz besonders für einen Autisten. Doch wenn die Sache allzu anstrengend wird, verabschiedet man sich meistens eher früher als zu spät. Und weil ich mich dem Mobbing oder womöglich auch Stalking (wer kann dazwischen heute noch unterscheiden) ausgesetzt sehe, gehe ich.

Der durchaus temperamentvolle @Lars Teng ist mir zu persönlich, was für einen Autisten immer zum Problem wird. Auf seine vorerst letzte Reaktion war ich diesmal ungewöhnlich gespannt. Sie kam auch prompt, weil es @Lars Teng einfach nicht lassen kann. Unter dem Artikel: “Sexualität Religion und Kultur”

konnte ich folgendes lesen:

“@Albert Albern
Sie versuchen alles pauschal zu reduzieren und in den Dreck zu ziehen. Sie protzen wie ein Dilletant, der aus eigener geistigen Armut nur Klischees bedient und wie ein Zyniker, der keine Werte kennt, sondern nur Preise. Nennt man das nicht Größenwahn, wenn einer daher kommt und über alles Bescheid weiss und berichtet? Ob Klima, Religionen, Krankheiten und jetzt sogar Sexualität und Jungfräulichkeit… in allen denkbaren Themen wollen Sie Experte spielen. Meistens sind Sie nur albern, aber manchmal gehen Sie damit unter die Gürtellinie.”

Unter der Gürtellinie

Hier eine weitere Auswahl aus den Kommentaren von @Lars Teng: “Wie dumm kann man heute noch sein,..” und “Ähnlich dämlich ist Ihre Behauptungen in Sachen Sex und Moral,..”, beide vom 16. März 2010 um 17:29 Uhr zu gleichem Thema. Und am 16. März 2010 um 18:38 Uhr zum Artikel “Kämpft die Enthaltsamkeit mit dem Appetit?” folgendes:

“@Albert Albern Die Mühe UNSINN zu produzieren, ist Ihnen in diesem Artikel wieder gelungen und im letztem Satz sogar perfekt erfasst: “Es kostet zwar viel Mühe, aber wenn wir das wirklich wollen, gelingt uns jeder Unsinn.” Ihre erneuten hobbypsychologischen Erkenntnisse über Magersucht, Enthaltsamkeit etc. übertreffen nun jedes Hirngespinst, zumal Sie offensichtlich nicht einmal die Fachbegriffe verstehen, die Sie verwenden bzw. erklären.”

Zum Artikel Persönliche Erfahrung aus dem Autistenleben konnte ich am 15. März 2010 nach 15:06 Uhr lesen:

“@Albert Albern, Meine Ironie die ich nur an Sie gerichtet habe ist viel zu offensichtlich, als das man diese gegen andere Menschen, geschweige den Stotterer, missverstehen könnte. Wollen Sie es immer noch nicht wahr haben, dass ich präzis und direkt über Ihre hobbypsychologischen Äußerungen lache. Warum machen Sie sich selbst zum Gespött und glauben Sprecher für so genannte “Autisten” zu sein?”

Auch beachtete Persönlichkeiten sind manchmal allzu persönlich

Die werte Persönlichkeit @Lars Teng ist mit Ihren persönlichen Angriffen nicht nur lästig, sondern für einen wie mich schwer nachvollziehber. Er verpestet die Atmosphäre bei Readers Edition mit einem für mich fast undurchsichtigen Weihrauch aus Vorwürfen und Unterstellungen, die ich nicht verstehen kann. Und weil ich tatsächlich mit der autistischen Störung leben muss, wird hier von @Lars Teng auf eine eher normale und alltägliche Weise demonstriert, wie es einem wie mir ergeht, der etwas auffällig ist. Und auch die schweigende Mehrheit einschließlich der Redaktion ist alltäglich und daher keine Überraschung.

Also Herr Teng! Zu ihrer letzten Bemerkung: Nennt man das nicht Größenwahn, wenn einer daher kommt und über alles Bescheid weiss und berichtet? Ob Klima, Religionen, Krankheiten und jetzt sogar Sexualität und Jungfräulichkeit… in allen denkbaren Themen wollen Sie Experte spielen.

Nein, so etwas nennt man nicht Größenwahn, sondern Neugier. Ich interessiere mich im Gegensatz zu manchen anderen Persönlichkeiten um viele Themen. Und ich habe hier bei Readers Edition nicht einmal die Hälfte dessen offenbart, was mich interessiert. Doch Sie werden sehen, Einseitigkeit und Engstirnigkeit werden siegen, weil sie von der Mehrheit der Menschen bevorzugt werden. Also wozu die Angriffe? Sie standen doch von vornherein als Sieger fest.

Schöne Grüße an alle andere offene Teilnehmer hier bei Readers Edition. Weil hier aber anpöbelnde Menschen allzu leicht an Dominanz gewinnen, wird es hier wahrscheinlich eine Nische bleiben.

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