Die USA drohen China mit Strafzöllen

Wie bereits befürchtet, eskaliert der Konflikt zwischen den USA und China wegen der chinesischen Wechselkurspolitik. Nicht zuletzt wegen der sich abzeichnenden Schwäche der US-Wirtschaft und der Beschäftigungskrise in den USA will der US-Kongress nicht länger die hohen Handelsbilanzdefizite mit China hinnehmen. Als entscheidende Ursache für diese Lage sehen die USA

ytihg.jpgWie bereits befürchtet, eskaliert der Konflikt zwischen den USA und China wegen der chinesischen Wechselkurspolitik. Nicht zuletzt wegen der sich abzeichnenden Schwäche der US-Wirtschaft und der Beschäftigungskrise in den USA will der US-Kongress nicht länger die hohen Handelsbilanzdefizite mit China hinnehmen. Als entscheidende Ursache für diese Lage sehen die USA bereits seit langem die systematische Unterbewertung des Yuan gegenüber dem US-Dollar an.

China lässt die USA weiterhin abblitzen

Trotz der Versuche während des letzten Jahres zu einer gütlichen, d.h. einvernehmlichen Einigung mit China hinsichtlich einer kontrollierten Aufwertung des Yuan gegenüber dem US-Dollar zu gelangen, weigert sich jedoch China einer entsprechenden Korrektur zuzustimmen. Wen Jiabao hat zum Ende des chinesischen Volkskongresses vor wenigen Tagen erneut eine Aufwertung des Yuan abgelehnt.

Da Verhandlungen bisher ins Leere laufen, droht nun der US-Kongress mit Handelssanktionen gegen chinesische Importe. Ein entsprechender Gesetzesentwurf, der von beiden Seiten, d.h. Demokraten wie Republikanern unterstützt wird, ist bereits im Kongress eingebracht worden. Wird dieses Gesetz verabschiedet, dann kann der US-Präsident jederzeit Handelssanktionen insbesondere in Form von Strafzöllen gegen ein Land verhängen, das seine Währung systematisch unterbewertet. Wegen des großen Handelsbilanzdefizits Chinas mit den USA wäre dies aller Voraussicht nach dann der Startschuss zu einem Handelskrieg. Damit könnte sich eine Entwicklung wiederholen, die bereits zur Weltwirtschaftskrise 1929 sich als katastrophal für die Weltwirtschaft ausgewirkt hat.

China drohen Turbulenzen

Es ist daher irgendwie absonderlich, wenn der IWF derzeit die Wachstumsprognose für China für dieses Jahr von neun auf 9,5 Prozent heraufsetzt. Eine Status-quo-ante-Prognose für China mag ja eine Entwicklung aufzeigen, die eintreten würde, wenn … ja wenn es nicht zu einem Handelskrieg zwischen den USA und China kommt.

Da Art und Umfang möglicher Maßnahmen der US-Regierung derzeit noch unbestimmt sind, lässt sich kaum abschätzen inwieweit die Ausfuhren Chinas in die USA davon geschädigt werden könnten. Auch ist offen, ob China nicht in letzter Minute noch einknickt und doch einer Aufwertung des Yuan zustimmt. Beide Entwicklungen dürften jedoch die Wachstumsperspektiven der chinesischen Wirtschaft eintrüben. Sinkt der Export, dann schwächt sich auch das Wachstum Chinas ab. Wegen der bereits jetzt außerordentlich hohen staatlichen Nachfrage und der massiven Kreditexpansion kann China den Nachfrageausfall aus dem Auslandsgeschäft nicht durch eine Ausweitung der Inlandsnachfrage noch weiter kompensieren. Dafür reichen die Kapazitäten des Landes nicht aus. Am Ende würde einem monetären Nachfrageanstieg ein Anstieg der Inflation folgen. Wie gesagt, herrscht über diese Turbulenzen derzeit eine wachsende Unsicherheit. Kein gutes Jahr für China. Der Tiger zeigt seine Krallen.

Photo Quelle/Copyright: Adrian Miles, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

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  1. Man erkennt deutlich wo die USA ihre Finger überall am Abzug haben. Die heiligen Brüder sind zum Weltterroristen mutiert. Wobei ich China nicht ausnehmen möchte. Denn auch dort werden die eigenen Leute eliminiert. Man kann sagen ein Bandit schlägt den anderen Bandit. Um den Mensch auf der Straße gehts dabei wohl kaum noch. Ich frag mich immer wieder, wie lange geht dieser Wahn noch gut? Denn wenn die USA hustet und China Nasenbluten hat, dann hat Europa die Cholera im Haus.