Thailand im Blutrausch

Thaksin Shinivatra, der durch einen Militärputsch gestürzte ehemalige Ministerpräsident, und die von ihm kontrollierte UDD (United Front against Dictatorship for Democracy) haben seit einigen Tag erneut mit Massendemonstrationen in Bangkok zum Sturz der Regierung aufgerufen. Als besondere Form des Protests wurde Blut, das von Demonstranten gespendet wurde, vor dem Parlament

bredd.jpgThaksin Shinivatra, der durch einen Militärputsch gestürzte ehemalige Ministerpräsident, und die von ihm kontrollierte UDD (United Front against Dictatorship for Democracy) haben seit einigen Tag erneut mit Massendemonstrationen in Bangkok zum Sturz der Regierung aufgerufen. Als besondere Form des Protests wurde Blut, das von Demonstranten gespendet wurde, vor dem Parlament und dem Wohnsitz des Premierministers Abhisit Vejjajiva literweise verschüttet. Trotzdem blieben die Demonstrationen bisher in diesem Jahr ansonsten weitgehend friedlich.

Thaksins Vermögen teilweise eingezogen

Anlass war die vorher ergangene Entscheidung des Supreme Court’s Criminal Division for Holders of Political Positions, dass ein großer Teil des von Thaksin Shinawatra während seiner Amtszeit mittels Korruption erworbenen Vermögens wieder eingezogen wurde. Bemerkenswert ist, dass es in Thailand einen Strafgerichtshof für Regierungskriminalität gibt. Damit setzt sich der Konflikt, der seit dem September 2006 schwelt, unvermindert fort. Es kommt fast jedes Jahr zu größeren landesweiten Protestaktionen. Im vergangenen Jahr kam es im April zum Abbruch der Asean-Konferenz in Pattaya und blutigen Straßenkämpfen in Bangkok.

Thaksin hat EU-Pass

Der flüchtige Milliardär Thaksin hat nach einer Irrfahrt in verschiedene Länder der Welt derzeit einen Montenegrinischen Reisepass erhalten und kann sich nach dem Schengen Abkommen damit frei innerhalb der Schengen-Länder bewegen. Jetzt soll die EU klären, ob ein Auslieferungsersuch erfolgreich sein könnte. Ein Ende der Auseinandersetzungen in Thailand ist nicht abzusehen, da ein Verhandlungsangebot der Regierung von Thaksin abgelehnt wurde. Stattdessen will man mehr als 200 Tage die Demonstrationen fortsetzen. Das aber würde das Land völlig lahmlegen.

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