Die Schneckenregierung

Die heutige Fragestunde des deutschen Bundestages hat den Wähler  einmal mehr von der Abgehobenheit der Parlamentarier überzeugen können. Als Beantworter für Fragen der Abgeordneten zu den Reisen des Außenministers und der Begleitung wirtschaftlicher Lobbyisten, sowie der Frage nach der Rechtmäßigkeit engster Angehöriger unter dem Vorwand der wirtschaftlichen Notwendigkeit, hatte die Regierung

Die heutige Fragestunde des deutschen Bundestages hat den Wähler  einmal mehr von der Abgehobenheit der Parlamentarier überzeugen können.

Als Beantworter für Fragen der Abgeordneten zu den Reisen des Außenministers und der Begleitung wirtschaftlicher Lobbyisten, sowie der Frage nach der Rechtmäßigkeit engster Angehöriger unter dem Vorwand der wirtschaftlichen Notwendigkeit, hatte die Regierung auf ihre dritte Garnitur, Herrn von Klaeden zurückgegriffen. Dieser versuchte eingangs Fragen einiger Abgeordneter der Opposition in volkskammerähnlicher Dialektik zu beantworten; als ihm dieses jedoch nicht gelang, musste er seine Unkenntnis mit gequältem Lächeln zugeben. Der verantwortliche Staatsekretär, der über die notwendige Kenntnis verfügte, erschien erst verspätet. Dabei kam der aufmerksame Zuhörer zu der Vermutung, diese Verspätung sei beabsichtigt gewesen, um unbequemen Fragen entweder aus dem Wege zu gehen, oder dies schnell im Team ausarbeiten zu lassen, um sie dann nach dem Erscheinen im Plenarsaal, zügig beantworten zu können.

Die Frage der Reisebegleitschaften Abgeordneter der jeweiligen Regierungen hat sich schon immer gestellt; der Umfang hat während der Tätigkeit der aktuellen Regierung jedoch unverhältnismäßige Zahlen erreicht.

Nun erscheint auch das Drängen der Regierung auf die Fertigstellung des 25 Milliarden teuren Airbus-Militärtransporters immer plausibler zu werden. Er wird für den umfangreichen Tross bei Auslandsreisen benötigt; wobei die zu diesen Flügen angebrachten Sondersitze, der großen Wirtschaftslobby vorbehalten sind. Deren Eintrittskarten werden dann als Spendenquittungen deklariert. Der, immer noch Steuern zahlende Kleinunternehmer, sofern er der Patronage unterliegt, erhält gegen Sofortzahlung nur ein One-Way Ticket und einen Fallschirm und muss in der Nähe der Ladeklappe Platz nehmen, weil er über seinem Zielgebiet abgeworfen wird. Damit wird er gleichzeitig gezwungen, seine Vorgaben zu erfüllen, die ihn dann zur Rückkehr berechtigen. Anderenfalls wäre sein künftiges Dasein als möglicher Reisbauer die Folge.

Die Folgen der Beschäftigung dieser Regierung betreffen in Zukunft auch die Zuschauer auf der Empore. Weil die Schnecken von Regierungsmitgliedern überall ihre Schleimspuren hinterlassen, wird eine Versicherung, für das Betreten öffentlicher Bereiche und Sitzen auf der Empore, unverzichtbar sein.

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