Estland: Leere Seiten in den Zeitungen

Führende estische Zeitungen erschienen am vergangenen Donnerstag mit weißen Seiten. Damit protestieren sie gegen den von Justizminister Rein Lang vorgeschlagenen Gesetzentwurf, der nach Ansicht von Journalisten gegen die Pressefreiheit verstößt. Folgende Zeitungen schlossen sich der Protestaktion: Postimees, Eesti Paevaleht, Ohtuleht, Ersti Ekspress und Maaleht. Jede davon hat in ihrer Donnerstagausgabe

Führende estische Zeitungen erschienen am vergangenen Donnerstag mit weißen Seiten. Damit protestieren sie gegen den von Justizminister Rein Lang vorgeschlagenen Gesetzentwurf, der nach Ansicht von Journalisten gegen die Pressefreiheit verstößt.

Folgende Zeitungen schlossen sich der Protestaktion: Postimees, Eesti Paevaleht, Ohtuleht, Ersti Ekspress und Maaleht. Jede davon hat in ihrer Donnerstagausgabe mindestens eine leere Seite abgedruckt.

Der Gesetzentwurf sieht vor, die Journalisten zu verpflichten, notfalls ihre Informationsquellen offen zu legen. Somit werden die Journalisten kein Recht mehr haben, ihre Informanten zu schützen, auch dann nicht, wenn sie anonym bleiben wollen.

Der Gesetzentwurf enthält eine Liste von Fällen, in denen die Journalisten den Namen der Informanten offenlegen sollen. Beim Verstoß drohen ihnen Geld- oder Gefängnisstrafen.

Diese Meldung von Paul Becker erschien auch auf gusnews.net, einem inhaltlichen Partner der Readers Edition.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*