Wer sind Sie? Ah, der neue Praktikant!

In Sachen Beruf hat sich in den letzten dreißig Jahren eine Menge getan, die Heranwachsenden sind in ihrer Berufswahl schließlich weit weniger eingeschränkt als ihre Eltergeneration. Doch gerade die Vielzahl der Möglichkeiten um sein Leben zu gestalten, macht es nicht unbedingt leichter. Der lachende Dritte bei den Zukunftsentscheidungen der nächsten

jobsd.jpgIn Sachen Beruf hat sich in den letzten dreißig Jahren eine Menge getan, die Heranwachsenden sind in ihrer Berufswahl schließlich weit weniger eingeschränkt als ihre Eltergeneration. Doch gerade die Vielzahl der Möglichkeiten um sein Leben zu gestalten, macht es nicht unbedingt leichter.

Der lachende Dritte bei den Zukunftsentscheidungen der nächsten Generation sind zweifelsohne die Unternehmen. Noch nie zuvor boten so viele Firmen in allen Bereichen Praktika an. Definitiv eine gute Chance so ein Praktikum, in dem man einen wirklichen Einblick in Arbeitsabläufe bekommt und nicht nur den Kopierer mit Papier füttern muss. Aber eines mit Vergütung ist ein schwer zu findender Volltreffer.

Festanstellung – weit gefehlt

Heutige Praktikanten schnuppern nicht nur in den betrieblichen Alltag hinein, sondern arbeiten wie eine Vollzeitkraft und haben nach mehreren Monaten das Empfehlungsschreiben für das nächste Praktikum in der Hand. Die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt den deutlichen Trend, dass nicht nur für die Berufe in den sozialen Bereichen oder in der Medienwelt ein Praktikum vorausgesetzt wird, sondern auch die Juristen und Mediziner kommen ohne mehrere Praktika nicht zum lang ersehnten Berufeinstieg. Man liest zum Beispiel in den Anzeigen “wir bieten viel Arbeit aber wie in der Medienbranche leider üblich keine Vergütung”. Aber um sich selbst und den zukünftigen Beruf zu finden muss man sich ausprobieren. Die beste Chance dafür sind Praktika. Doch allmählich werden sie zu einer Dauerlösung, um überhaupt in irgendeiner Form den großen Schritt in die Festanstellung zu schaffen.

Ein Lebenslauf, der voll von so genannten “Praktischen Erfahrungen” ist, ist unumgehbar, aber bei der Bewerbung nicht das beste Aushängeschild. Nun, was tun? Dauerpraktika sind keine Lösung, aber in der heutigen Unternehmenswirtschaft unumgänglich. Es macht sich im Lebenslauf besser, ein Praktikum absolviert zu haben, anstatt sich ein paar Monate sein Geld als Kellner oder Multijobber zu verdienen. Es sollte nur nicht das zehnte Praktika sein, denn dann sieht es aus als ob man nicht genau wüsste was man in seiner Zukunft erreichen möchte.

Jedoch scheinen Firmen in der Weltwirtschaftskrise nicht gerade sehr risikobereit zu sein und der jungen Generation auch mal mehr als nur einen Traineeposten zu ermöglichen. Die Frage ist, ob es zur Resignation, dem Aufstand der Praktikanten kommt oder ob es wie z.B. in Italien völlig normal wird nachdem abgeschlossenen Studium mindestens zwei Jahre als Praktikant zu verbringen, um überhaupt auf eine Festanstellung hoffen zu dürfen.

Photo Quelle/Copyright: ger.hardt, via pixelio.de

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