Ein chinesisches Kohle-Schiff hat sein Öl auf Australiens ikonischem Great Barrier Reef verschüttet: “Queenslands Premierministerin sagte, die Behörden sollten die Besitzer des chinesischen Kohle-Schiffes, dass das Öl auf die unberührten Gewässer des Great Barrier Reefs verschüttet hat ‘auf das Strengste bestrafen’. Blighs Empörung über Fehlleistung bei Ölpest-Riff”
“Es klingt wie die Handlung aus einem Katastrophen Film!€ so Geoff Sidebottom vom €˜Views from Towradgi’ (Kommentare aus der australischen Stadt Wollongong über Lokales und Weltgeschehen). Seine Gefühle werden im ganzen Land geteilt:
“€¦ die Strände an der Küste von Queensland und in der Umgebung der Great Keppel Insel werden beschädigt – und unsere lebenswichtige Tourismusindustrie ist bedroht.
Dieses Schiff war fünfzehn Meilen außerhalb der Fahrrinne vom Kurs abgekommen. Die Unfähigkeit oder mangelnden Ortskenntnisse hätten mit einem erfahrenen Piloten am Ruder verhindert werden können.
Sicherlich eine Verordnung, die sofort für den gesamten Barrier Reef Schiffsverkehr eingeführt werden sollte.
Brian vom der Blog-Gruppe Larvatus Prodeo erinnert uns daran:
“Vor ein wenig mehr als vor einem Jahr gab es eine große Ölkatastrophe vor der Küste von SO Queensland, als der Pacific Adventurer strandete und 270 Tonnen Öl über die Sonnenküste und Moreton Insel ausschüttete. Jetzt ist ein chinesisches Schiff, die Shen Neng 1, unter Volldampf in ein Riff ungefähr 120km östlich von Rockhampton am südlichen Rand des Great Barrier Reefs aufgelaufen.
Ölteppich auf dem Great Barrier Reef”
Die australische Senat Kandidatin Larissa Waters drückt sehr klar aus, was die Grünen wollen:
“Marine-Piloten sollten für Schiffe, die innerhalb des gesamten Great Barrier Reef fahren, obligatorisch sein und die Industrie muss die vollen Kosten für die Aufräumarbeiten der Umweltverschmutzung tragen, sagen die Grünen heute, als eine unbekannte Menge Öl aus dem Kohletransporter in der Nähe der Great Keppel Insel ausläuft.
Das Great Barrier Reef ist keine Kohlenstraße, es ist ein milliardenschweres Tourismus-Symbol und ein Wunder der biologischen Vielfalt, und die Regierung sollte ihr Möglichstes tun, es zu schützen.
Stattdessen strengt sich die Regierung an, den Export von fossilen Brennstoffen zu erhöhen, anstelle in saubere, erneuerbare Energien zu investieren, die unser Riff schützen.
Das Riff ist keine Kohlestraße – handelt um Ölverschmutzungen zu verhindern sagen die Grünen”
Der Krawall reicht über den Pazifik. In den USA hat die liberale Irregular Times (Drucken ungeeigneter Nachrichten) offensichtliche Parallelen mit örtlichen Entwicklungen gezogen:
“Barack Obama unterstützt Sarah Palins dumme €˜Drill Baby Drill’ Agenda der erweiterten Offshore-Bohrungen. Er sagt, wir sollten keine Angst haben, denn es würde wahrscheinlich in absehbarer Zeit zu keinem größeren Unfall kommen€¦
€¦ein schwerer Unfall wie der heutige, bei dem ein großer Tanker mit Kohle das Great Barrier Reef rammte. Etwas Heizöl lief aus. Hätte der Tanker jedoch Rohöl geladen, wäre das Ergebnis des Unfalls wesentlich schlimmer gewesen.
Ölkatastrophe auf dem Great Barrier Reef”
Wir können nur dankbar sein, dass es dieses Mal ein Kohle-Transporter und kein Öltanker war.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf Global Voices. Die Übersetzung erfolgte durch Hans H. Knauf, Teil des “Project Lingua“. Die Veröffentlichung auf der Readers Edition erfolgte mit freundlicher Genehmigung von Global Voices.
Mir hat das nie geschmeckt, daß jetzt die Chinesen die montanen Schätze von Queensland ausbeuten dürfen, aber Regierungschef Australiens ist ja jetzt ein Sinologe, der wohl als Statthalter Pekings nur zur Verwirrung der Gemüter so harte Strafen gegen seine Herren fordert. Ich verlange abermals nachdrücklich, daß die Chinesen gänzlich aus dem Indischen Ozean, dem Atlantik, dem Nordeismeer und dem südlichen Pazifik verbannt werden, denn die fahren jetzt mit Atom-U-Booten im Indischen Ozean herum vom pakistanischen Hafen Gwadar aus. Die Chinesen wollen diese atomara Präsenz und das Potential mit atomaren Marschflugkörpern im Indischen Ozean unbedingt haben, damit ihnen niemand in die Quere kommen kann, wenn sie noch intensiver nach Afrika greifen. Aber was haben die Chinesen in Afrika überhaupt verloren? Die können sich alles, was sie aus dem Indischen Ozean brauchen, nach Singapore liefern lassen und dort abholen, wenn sie dort überhaupt geduldet werden.