Klimaforscher James Hansen – Amerika und die Welt braucht Kernkraft

Einer der weltweit bekanntesten Klimaforscher ist der amerikanische NASA-Wissenschaftler James Hansen. James E. Hansen ist ein US-amerikanischer Klimaforscher. Er ist Direktor des Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA und Professor für Erd- und Umweltwissenschaften an der Columbia University. Bekannt wurde Hansen besonders in den 1980ern als einer der

Einer der weltweit bekanntesten Klimaforscher ist der amerikanische NASA-Wissenschaftler James Hansen. James E. Hansen ist ein US-amerikanischer Klimaforscher. Er ist Direktor des Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA und Professor für Erd- und Umweltwissenschaften an der Columbia University. Bekannt wurde Hansen besonders in den 1980ern als einer der ersten Wissenschaftler, der eindringlich vor den Gefahren der globalen Erwärmung warnte.

In den 1960er und frühen 1970er Jahren hat ein Großteil der Klimawissenschaftler noch eine globale Abkühlung befürchtet. Sowohl natürliche Einflüsse, als auch die zunehmende Luftverschmutzung durch Aerosole wurden als Ursache diskutiert. Gegen Ende der 1970er Jahre setzte sich dann die Ansicht durch, dass mit der Zeit eine CO2 bedingte Erwärmung dem kühlenden Einfluss der Aerosole überwiegen würde. Heute geht man davon aus, dass die Aerosole den Temperaturanstieg durch CO2 nur “maskieren” und eher eine unterordnete Rolle spielen. Diese Ansicht geht auf eine Arbeit von James Hansen aus dem Jahre 1978 zurück.

Von sich reden machte James Hansen aber erst zehn Jahre später, als er im Jahre 1988 eine Rede vor dem US-Kongress hielt. In der Rede warnte er eindrücklich vor den Folgen des Klimawandels. Hansens Vortrag war geschickt inszeniert. Er hatte seine Anhörung bewusst auf Ende Juli legen lassen, in der Hoffnung auf hohe Temperaturen. Die Rechnung ging auf. Amerika ächzte gerade unter einer Hitzewelle und seine Ausführungen fanden ein großes Medienecho. Hansen hatte zudem vorher prüfen lassen, dass die Presse anwesend sein würde. Außerdem stellte er sicher als erster sprechen zu dürfen. Der Klimaforscher wollte für Schlagzeilen sorgen, was ihm auch gelang.

John Theon – ein ehemaliger Kollege von James Hansen – äußerte sich zu der Anhörung wie folgt:

Ich kann bejahen, dass ich in Wirklichkeit Hansens Aufsichtskraft war, weil ich seine Finanzierung rechtfertigen, seine Betriebsmittel zuteilen und seine Resultate auswerten musste. Ich hatte jedoch nicht die Ermächtigung, ihm seine jährliche Leistungsbewertung zu erteilen. Hansen wurde nie ein “Maulkorb” erteilt, obwohl er amtliche Agenturposition der NASA bzgl. der Klimavoraussagen verletzte (d.h., wir wussten nicht genug, um Prognosen zum Klimawandel abgeben zu können oder die Wirkung des Menschen auf den Klimawandel beurteilen zu können). Er brachte folglich die NASA in Verlegenheit, indem er 1988 seine Auffassung bzgl. der globalen Erwärmung vor dem Kongress der USA vortrug.

Noch heute ist Hansen einer der eindringlichsten Warner vor dem anthropogenen Treibhauseffekt und überbietet sich immer wieder selbst. Auf der AGU-Tagung in Dezember 2008 erklärte er einen venusartigen “Runaway Greenhouse Effect” für möglich. Ein sich verselbstständigender Treibhauseffekt, bei dem sich verschiedene Rückkopplungsmechanismen im Klimasystem soweit aufschaukeln, dass es zu weitaus höheren Temperaturen kommt, als bisher angenommen (Venus-Syndrom). Der Vortrag findet sich hier.

Zuletzt verkündete Hansen, dass ein sicheres CO2-Level nicht mehr als 350 ppm (CO2-Teilchen pro Millionen Luftteilchen) betragen dürfe. Das langzeitige CO2-Level. Dieses haben wir bereits deutlich überschritten. Aktuell liegen wir bei 390 ppm, also um 40 ppm über diesem Level.

Hansen geht mit seinen Forderungen aber noch weiter. Er engagiert sich als Demonstrant gegen Kohlekraftwerke (bei -6°C Außentemperatur), fordert eine CO2-Besteuerung und propagiert den Neubau von “sicheren” Kernkraftwerken, der neusten Generation. Alles, um den CO2-Emissionen und der Klimaerwärmung Einhalt zu gebieten.

In einem Apell an den US-Amerikanischen Präsidenten Barack Obama und seine Frau Michelle bekräftigt er zuletzt seine Forderungen. Sollten diese umgesetzt werden, so wird das “Atomzeitalter” wieder neu eingeleitet. Es scheint so, als will man den Teufel CO2 mit dem Beelzebub Kernkraft austreiben. Die USA sollen dabei die Vorreiterrolle übernehmen. Andere Länder, auch Deutschland, nehmen sich ein Beispiel daran, wie die neu entflammte Kernkraftdebatte zeigt. Auch deutsche Klimaforscher sind daran nicht ganz unbeteiligt.

Kommentare

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  1. @Michael Krüger

    Er hatte seine Anhörung bewusst auf Ende Juli legen lassen, in der Hoffnung auf hohe Temperaturen.

    Dem Vernehmen nach soll er vorher auch die Klimaanlagen ausgeschaltet haben…