“Unsere wahre Persönlichkeit ist dunkel und trist”, haben drei Damen einmal einem Redakteur an den Kopf geworfen. Der hatte sich mutig aufgemacht, das “Phänomen von der Insel” näher zu erkunden und Festland-Licht auf die gebürtige Italienerin Marcella Puppini sowie die beiden Engländerinnen Stephanie O’Brian und Kate Mullins zu werfen…
Als “Puppini Sisters” hatten sie es bereits 2006 bis in die Top Twenty der britischen Albumcharts geschafft. Er wollte wissen, was genau diese Londoner “Schwestern im Geiste” antreibt, sich ausgerechnet der Swing-Ära der 30er und 40er Jahre zu verschreiben. Zwischen Coca Cola light und Bloody Mary hat er es schließlich herausgefunden und so manch Überraschung aus den Mündern des quirligen A-Capella-Trios erfahren. Am 5. Juni bietet Bayern 2 dem Bad Kissinger Publikum Gelegenheit es ihm gleich zu tun und gemeinsam mit den eleganten britischen Ladies eine Zeitreise mit dem gewissen Sinn für Glamour zu erleben. Auf den Spuren der bekannten US-amerikanischen Vokalgruppe “Andrew Sisters” pflegen sie den Harmoniegesang mit viel Charme, Witz und positiver Energie. Ihr Publikum begeistern die Sängerinnen allerdings nicht nur mit Swing-Klassikern längst vergangener Tage. Sie verstehen es auch moderne Pop-Songs so aufzubereiten, dass sie in ihr Retro-Konzept passen, und integrieren mit viel Vergnügen und Fingerspitzengefühl zeitgenössische Musikelemente in das nostalgische Klangkostüm.
Den Eingangs erwähnten Kollegen plagt unterdessen nur noch eine Frage: “Wie weit ist eigentlich die Puppinifizierung der Welt voran geschritten?” Nun, vom hippen Indierocker bis hin zu gediegenen Opernfans dürfte schon jetzt alles erfasst worden sein. Ein Ende der kitschig-netten Bewegung ist jedenfalls nicht abzusehen.
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