Zu jeder der Bedienung jeder der Stationen zwischen den beiden Ein- und Ausgangsverschlüssen Mund und After haben wir Menschen uns spezifische Fehler einfallen lassen:
1. Mund
2. oberer Schlundschnürer
2. unterer Speiseröhrenverschluss/Cardia
4. Pförtnerhöhle
5. Magenpförtner
6. Ileozäkalklappe (Verschluss zwischen Dünn- und Dickdarm)
Zur besseren Verständlichkeit gehe ich den etwa zehn Meter langen Weg von oben nach unten durch und zähle einzeln die spektakulärsten Fehler auf, nicht aber ohne dazu zu sagen, wie sie sich leicht vermeiden lassen.
1. Fehler: Wir kauen nicht genug
Menschlich artgerechte Nahrung ist Pflanzennahrung. Unsere Zähne zeigen, wozu sie gut sind. Die Schneidezähne, die in einer Reihe nebeneinander stehen, sind geeignet zum Abbeißen faseriger Nahrung, also zum Rupfen, ganz bestimmt nicht zum Schneiden von Fleisch. Unsere Eckzähne eignen sich als Waffen gegenüber anderen Menschen oder Wesen, die wir damit verletzen können. Sie eignen sich aber nicht zum Fleisch schneiden. Alle anderen seitlich in Reihe im Kiefer stehenden Zähne sind Mahlzähne, die faserige Nahrung pulverfein vermahlen können. Wenn wir mit ihnen Fleich zerquetschen, bleiben die Fasern zwischen ihnen hängen. Aber wir sind gar nicht mit einem Zahnstocher auf die Welt gekommen! Fleischfresser und Allesfresser haben seitlich auf Versatz stehende dochartige Zähne, mit denen sie wunderbar frisches Flesich zerteilen können.
Dass wir nicht von der Natur darauf eingestellt sind, die proteinreiche pflanzliche Nahrung zu essen, zeigt auch unser zehn Meter langer Verdauungskanal. Setzen wir ihn in Relation zu unserer Rumpflänge €“ nicht zur Körperlänge, wie es meist fälschlich gemacht wird €“ sehen wir die Ähnlichkeit zu den Grasfressern, die bei weit größeren Körpern einen Verdauungskanal von rund 20 Metern haben. Raubtiere weisen dagegen eine kugelförmigen Magen und einen nur ein paar Meter kurzen Darm auf.
Gegen die Annahme, dass Fleischeskost Nahrung wäre, die uns von der Natur zugedacht ist, spricht auch die Tatsache, dass wir zwar für die Fettverbrennung mit der Gallenblase ein Depot für die diesbezüglichen Verdauungsenzyme haben, für die Verdauung von Eiweißen dagegen nicht. Die Bauchspeicheldrüse gibt nur allmählich in Tropfenform ihre Enzyme in den Zwölffingerdarm. Daher können wir auch nicht viel an Eiweißen verdauen. Dies und die begrenzte Ausscheidungs-kapazität der Nieren begrenzen die für den Menschen verträgliche Gesamtmenge an Eiweiß auf täglich etwa 75 Gramm. Dass wir uns mit Schlacken zustopfen, weil wir durchschnittlich doppelt so viel Eiweiße zu uns nehmen, steht auf einem anderen Blatt. Die FAO in Rom empfiehlt mit gutem Grund eine Tagesmenge von nur 40 Gramm Eiweiß.
Unverzichtbarkeit roher Pflanzenkost. Auch wenn wir Fleisch essen können, ohne daran gleich zu sterben, und auch solche Nahrung nicht gleich Abfall ist, ist das nicht unsere Urnahrung. Bei allem Streit der Ernährungsexperten untereinander und am Biertisch wie zuhause unter Laien, ob wir Pflanzenfresser oder Allesfresser sind und uns danach verhalten sollen, ist allgemeine Meinung, dass es jedenfalls nicht geht ohne auch pflanzliche Nahrung. Weil die Erhitzung der Nahrung zu beträchtlichen Vitalstoffverlusten führt, besonders zur Denaturierung der Proteine mit den in ihnen enthaltenen Aminosäuren, Enzymen und Vitaminen und der dadurch eingeschränkten Verstoffwechselbarkeit, ist es auch allgemeine Meinung unter allen Experten, dass es ohne auch rohe pflanzliche Nahrung auch nicht geht.
Notwendigkeit der feinen Vermahlung pflanzlicher Kost. Wenn rohe pflanzliche Nahrung aber nicht bis in ihre Zellen hinein zerbrochen wird, ist sie für uns nicht von Vorteil. Es geht auch insoweit allgemein von allen Experten geteilter Meinung auch nicht ohne auch fein gmahlene pflanzliche Nahrung. Nicht zerkleinerte geschlungene rohe Pflanzenkost richtet im langen Durchgang durch den Körper schwere Schäden an. Jede Pflanzenzelle, deren Zellulosepanzer nicht aufgebrochen ist, jede Zelle eines Pilzes, dessen Chitinpanzer nicht zerbrochen ist, bleibt bis zum Verlassen des Körpers geschlossen. Ihr wertvoller Inhalt kommt uns nicht zugute. Schlimmer aber noch ist, dass der Inhalt der Zellen auf der langen Passage vergärt und giftige Gase entwickelt. Blähungen sind nur die geringste nachteilige Folge. Wer viel rohe Salate schlingt wie gerade gesundheitsbewusste Menschen, läuft am Ende sogar Gefahr, sich ganz ohne Alkoholkonsum eine Leberzirrhose zuzuziehen. Denn die Leber muss das alles entgiften!
Selbssttäuschung ist die Regel. Wer sich des Fehlers, nicht richtig zu kauen bewusst wird, macht sich aber gern vor, dass er mit ein paar Bissen mehr doch zurecht käme. Reicht es, 30 mal auf jedem Bissen der Pflanzenkost herumzubeißen oder müssen es nicht doch weit mehr als Hundert sein? Wer sich nicht in die Tasche lügt, kommt schnell dazu, dass 150 mal vielleicht reichen könnte, um mehr Vor- als Nachteile zu haben. Natürlich haben wir nicht wie die anderen Primaten die Zeit, uns morgens nach dem Aufstehen erst einmal drei Stunden lang mit dem Zerkauen von Pflanzenkost zu beschäftigen, dann vier Stunden Siesta zu machen und dann noch einmal drei Stunden lang auf der Pflanzenkost herumzukauen. Appelle, mehr zu kauen, helfen daher nicht. Solange keine Alternativen geboten werden, ist zwar das Problem bekannt und wird artikuliert. Trotz der immensen Schäden ändert sich aber nichts. So sind wir Menschen nun einmal.
Die Lösung ist technischer Natur. Die Lösung liegt darin, rohe Pflanzenkost schonend zu trocknen und pulverfein vermahlen in Flüssigkeiten dispergiert zu uns zu nehmen. Ich habe festgestellt, dass bereits eine ganz kleine tägliche Menge solcher Nahrung einen gewaltigen Unterschied in der Versorgung macht. Die komplette Ausmahlung der Kost führt ja auch zu einer kompletten Ausnutzung aller ihrer Wertstoffe (was es uns auch erlaubt, mit viel weniger Nahrung besser ernährt zu sein). Zudem werden die in dieser Nahrung enthaltenen Proteine, weil sie ihre nativen Formen beibehalten haben, von den körpereigenen Enzymen leicht erkannt und gespalten. Die in den Proteinen enthaltenen intakten Nahrungsenzyme sorgen für eine rasante Selbstverdauung der Nahrung. Fachleute schreiben dieser Hilfe durch Nahrungsenzyme eine potenzielle Unterstützung von 70 Prozent der gesamten Verdauungsleistung zu.
In unserer Küchenkultur sind wir es nicht gewohnt, rohe Pflanzenmehle zu benutzen. Wenn wir Mehl unbearbeitet in den Mund geben, staubt es ja nur.
Wenn wir aber lernen, die wertvollen Pflanzenmehle in Flüssgkeiten zu verlösen, kommen wir auf einem kleinen bequemen Umweg zurück zur Urnahrung der Primaten, auf die die Natur für eine gute Ernährung des Menschen ganz offensichtlich noch heute setzt. Oder sind uns etwa Klauen gewachsen und dolchartige Zähne gekommen, weil wir uns darauf verlegt haben, Tiere zu jagen und zu essen? Im Gegenteil: das von mir entdeckte AMINAS-Prinzip zeigt, dass die Natur damit rechnet, dass wir täglich ein wenig von der Urkost der Primaten auf den leeren Magen zu uns nehmen, weil wir sonst nicht sicher genug von dem zentralnervös dringend benötigten Botenstoff Serotonin erzeugen. Wie sehr die Natur darauf gesetzt hat, dass wir so essen, dass wir mit unserer Essweise jederzeit für den ausreichenden Aufbau dieses wichtigenTransmitters sorgen, ist auch daran fest zu machen, dass uns den nachts nach dem Einschlafen Serotonin regelrecht geraubt wird, weil es der Baustein für den Aufbau des Schalfhormons Melatonin ist. Dabei brauchen wir es danach albald wieder für das Wiedereinschlafen in der nächsten Schlafsequenz, für die Herstellung aller mentaler Funktionen im Traum und als Wachkontrollhormon nach dem Ende des Schlafs. Die Natur, die so auf die Präsenz dieses Schlüsselhormons setzt, “weiß” eben dass ein kluger Primat nie an einem Serotoninmangel zu leiden braucht.
Zu schnelles Schlucken. Die erste Verschlussstation des Verdauungstrakts nach dem Mund ist der Halsschließmuskel, der auf den bildhaften Namen “oberer Schlundschnürer” hört. Wenn wir nicht lernen, ihn nicht reflexartig immer wieder zu öffnen, auch wenn wir noch große Brocken Nahrung im Mund haben, kommen viel zu große Nahrungsbrocken in den Magen, wo sie endlos lange in der Magensäure bearbeitet werden müssen. Weder die Magensäure noch unsere Enzyme (Fermente) schaffen es aber, geschlossene Pflanzenzellen zu öffnen. Langer Verbleib in der Magensäure denaturiert aber auch die Proteine aus gekochter oder gebratener Nahrung. Es soll bei der Aufhebung des sauren Milieus auch Rückstellungen zu den nativen Formen der Proteine geben, das ist aber die Ausnahme.
Wichtige Versorgung der Darmflora. Fein vermahlene rohe Pflanzenkost müssen wir aus noch einem weiteren wichtigen Grund zumindest zu einem kleinen Anteil jeden Tag zu uns nehmen. Denn ohne diese besteht kaum eine Möglichkeit, den Trillionen hlfreicher Bakterien im Dünndarm die Bausteine auch ihres Lebens, die Aminosäuren, zur Verfügung zu stellen. Es geht dabei wieder um die Proteine, die gefüllt sind mit Aminosäuresequenzen. Wie gesagt sind nur die nicht deanturierten Proteine aus roher Nahrung uneingeschränkt verstoffwechselbar. Aber auch was aus herkömmlichem Nahrugsbrei an verwertbaren Proteinen in den Dünndarm kommt, kommt der Darmflora nicht zugute. Im Intsitut Montignac in Paris hat man durchgemessen und festgestellt, dass der herkömmliche Nahrungsbrei, wie er im Takt einiger Minuten vom Pförtner aus dem Magen ausgelassen wird, schon auf dem ersten Meter des an die sechs Meter langen Dünndarms soweit überhaupt möglich verstoffwechselt wird. De große Masse der Bakterien des Dünndarms mit einem Gewicht von ca. 1,5 kg findet sich aber erst im untersten Teil des Dünndarms, im Krummdarm (Ileum). Diese große Darmflora ist nach allgemeiner Erkenntnis zu mehr als 80 Prozent für den Aufbau und die Unterhaltung des menschlichen Immusnsystems verantwortlich. Wird die Darmflora daher durch Antbiotika abgetötet, wird man sofort für alle möglichen Krankheiten wie Erkältungen, Schnupfen, Heiserkeit, aber auch Herpes Simplex und Allergien empfänglich, denen man zuvor leicht die Stirn bot. Mit Obst- und Gemüsesäften allein führt man übrigens der Darmflora nicht genügend Aminosäuren zu, weil diese einfach zu wenig Eiweißanteile haben. Bananen, die noch relativ viel Eiweiß haben, haben nur einen Anteil von 1,5 Prozent. Weizen dagegen hat mehr als zehn Prozent, die glutenfreien Scheingetreide Amaranth und Quinoa sogar 13 bis 14 Prozent, die Chlorella-Alge gar bis zu 70 Prozent.
2. Fehler: Viele Menschen vertragen es nicht, abends spät zu essen
Das ringförmige Verschlussystem am unteren Ende der Speiseröhre und am Mageneingang (Cardia) lässt bei vielen Menschen nach 18.00 Uhr abends in seiner Effektivität nach. Entweder macht es noch oben dicht, sodass Speisen in der unteren Speiseröhre vor sich hin gären oder sie steht halb offen und lässt Magensäure nach oben in die Speiseröhre dringen (Reflux). Man sollte prüfen, ob man da anlagebedingt Probleme hat und sich entsprechend verhalten. Dann kann man auf die üblichen arzneilichen Säureblocker verzichten. Die Probleme sind nur halb so schlimm, wenn man abends nicht so viel isst. Isst man dagegen so viel, dass der Magen voll gedehnt wird, kommt es leicht dazu, dass sowohl am Magen-eingang wie am Magenausgang die Ringmuskeln leicht geöffnet stehen und Magensäure auf €“ und absteigt.
3. Fehler: Wir halten keine ausreichenden Essenspausen ein
Pflanzliche Kost, wenn sie mit einer Korngröße von unter drei Millimetern Durchmesser in Flüssigkeit dispergiert ist, bleibt nicht im Magen hängen und kommt auch mit der Magensäure kaum in Kontakt. Sie passiert ungehindert den Magenpföfrtner und verteilt sich schnell auf den mit etwa 200 – 400 m² riesigen Innenflächen des Dünndarms vom Zwölffingerdarm (Duodenum) über den Leerdarm (Jejenum) bis zum Krummdarm (Ileum). Alle andere Nahrung verbleibt als Nahrungsbrei (chymus) im Magen. Pflanzliche Kost bleibt bis zu vier Stunden dort, Milch-produkte sechs Stunden, Fleisch acht Stunden und Wurst und Ölsardinen gar zwölf Stunden. Diese Verweilzeiten der Speisen im Magen bestimmen die optimale Zeit der Pausen zwischen den Mahlzeiten, an die sich kaum jemand von uns hält.
Dabei beachten wir nicht, dass wir den Magen in ein Befehlsdilemma stürzen, wenn wir schon wieder essen, noch bevor wir die letzte Mahlzeit haben aus dem Magen wandern lassen. Nur wenigen Menschen ist bewusst, dass das saure Milieu des Magens prgrammgemäß schwankt. Wenn eine Speise im Magen so ausreichend bearbeitet worden ist, dass sie in die Pförtnerhöhle (Antrum) abgegeben werden konnte, wird sie dort neutralisiert, während der Magen selbst immer weniger sauer wird. Kommt in dieser Situation neue Nahrung in den Magen, kann dieser nicht anders als zu deren Verdauung sofort wieder die Säureproduktion aufzunehmen. Am Ende gelangt stark übersäuerte Nahrung durch die sog.Vater-Papille, die absolut keine Säure verträgt, in den Zwölffingerdarm, der mit den Vedauungssäften aus Leber und Bauchspeicheldrüse auch ein basisches Milieu braucht.
Die Nichtbeachtung der Bedingungen für ein gutes Funktionieren des Magen-pförtners und die darauffolgende Schädigung des Dünndarms (Reizdarmsyndrom) kann dort solche Irritationen hervorrufen, dass auch der Pförtner am Übergang vom Dünndarm in den Dickdarm (Ileozäkalklappe) nicht richtig verschließt und saure Gifte aus dem Dickdarm in den basischen Dünndarm gelangen, was dort die Darmschleimhaut bis zur Durchlässigkeit zerstören kann (leaky gut syndrom).
Die Einhaltung langer Essenspausen bzw. der Verzicht auf die ständigen Zwischenmahlzeiten geben uns schließlich noch eine ganz neue einfache Möglichkeit, unser Körpergewicht zu regulieren, indem nach dem Nachlassen der Insulinproduktion das Transkriptionprotein foxa 2 den Menschen zu körperlicher Aktivität (Nahrungssuche) drängt.
Fazit:
1. Wir brauchen täglich wenigstens eine kleine Portion Urnahrung aus fein gemahlener roher in Flüssigkeit dispergierter eiweißhaltiger Pflanzenkost
2. Wir müssen Essenspausen von mindestens vier Stunden zwischen den Mahlzeiten einhalten.
Ferner ist zu beachten:
3. Die Gesamtmenge an täglich aufgenommenem Eiweiß sollte beim durchschnittlich schweren Menschen 75 g nicht überschreiten.
4. Vielen Menschen bekommt es nicht, abends nach 18.00 Uhr (viel) zu essen.
Lieber Herr Ehlers, Sie Schreiben nun wirklich nichts Neues! In diversen Gesundheitsportalen und bei Wikepedia ist das nachzulesen,abgesehen von dem was die medizinische Wissenschaft dazu zu sagen hat.
Das”Medizinische Rad” bezgl. Anatomie und Physiologie des oberen und unteren Verdauungstrakts muss nicht unbedingt neu erfunden werden.
Hätten Sie auf die elementare Notwendigkeit medizinischer Vorbeugeuntersuchungen in der mittleren Lebensphase hingewiesen, wäre sinnvoler gewesen.
Mag sein, daß juristischen Repetitorien besser aus der Feder von Juristen fließen;
aber das Schreiben medizinischer Repetitorien überlassen Sie bitte den zuständigen Fachleuten. Wie sagt doch der Lateiner: Suum cuique !