Am 15./16. Mai verwandelt sich Marktbreits Innenstadt zur Artbreit in ein Kunstzentrum
Der gemächliche Main-Strom, Träubelpflücker, Zuckerplantagen im Hintergrund, prächtige Herrschaftshäuser und die Weite der Breitbach- Mündung … Eine Kulisse, die in einer vielleicht melancholischen Stunde einen Namen gebar: “Delta Blues” ist das im zweijährigen Rhythmus stattfindende Kunstfest Artbreit betitelt, für das sich der schmucke Ort Marktbreit am 15. und 16. Mai mittlerweile zum 14. Mal in ein Kunstzentrum verwandelt, das weit in den Umkreis
ausstrahlt.
Ein Schwerpunkt wird in diesem Jahr die Beteiligung der Gruppe “ars bosnae€ mit Bildenden Künstlern und Musikern aus Bosnien Herzegowina sein, deren Arbeiten im Lagerhaus zu finden sein werden. Auch heuer wird die Artbreit als Mekka der Bildhauer ihrem Ruf gerecht. Man darf sich auf eine große Bandbreite an Klein- und Großskulpturen freuen. Unter ihnen die Terracotta-Köpfe von Dao Droste oder die im Rahmen einer Installation zu sehenden Terracotta-Büsten in der Rathausdiele. Ein weiterer Höhepunkt werden die Bronzeskulpturen des Schweizer Bildhauers Michel Favre sein, die über die Artbreit hinaus in der Galerie ton art zu sehen sein werden. Darüber hinaus sind Arbeiten von Ubbo Enninga, Rudolf Kurz und Kurt Tassottio zu bestaunen.
Im Bereich der Malerei seien die strahlenden, großformatigen Arbeiten von Tobias Kammerer in der Kirche St. Nikolai herausgegriffen. Von Anfang an ging die Kunst in Marktbreit mit der Musik eine enge Verbindung ein. So werden sich zur Artbeit Gruppen aus Deutschland, Cuba und Bosnien-Herzegowina ein Stelldichein geben. Auf sechs Bühnen über die Stadt verteilt erklingen Jazz, Blues, Klezmer, Salsa und Reggae. Traditionelle bayerische Volksmusik gepaart mit Jazz lässt die Unterbiberger Hofmusik ertönen. Die Spitzenpianistin Aleksandra Romanic und das Balkan Cello Quartett eröffnet das Kunstfest am 15. Mai abends mit einem Konzert in der St. Nikolai-Kirche.
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