Ich denke, vielen wird es nicht gefallen, was ich nun schreibe, aber ich glaube, es muss auch ausgesprochen werden:
In der heutigen Zeit wird nur vom Umgang der Kirche mit den Priestern und den “illegitimen” Verhältnissen und Nachkommen gesprochen. Natürlich ist der Umgang der Priester mit ihren Nachkommen und den Frauen ebenso verwerflich. Aber das Zölibat ist daran doch nicht schuldig. Diese Männer haben sich für ein eheloses Leben entschieden und sich dann, sicherlich nicht leichten Herzens, entschieden ihr Gelübde zu brechen. Ebenso haben aber sich auch diese Frauen, im Bewusstsein dass diese Männer das ehelose Leben geschworen haben, darauf eingelassen ein Verhältnis mit eben jenen zu beginnen. Und wir wissen, dass Kinder auch trotz Verhütung entstehen können. So sind meiner Meinung nach die einzig leidtragenden die Kinder; sofern sie von ihren Vätern nicht anerkannt werden.
Alles was weitergehende Ansprüche betrifft, ist klar: Hier hat der Gesetzgeber eindeutige Regelungen geschaffen. So sind meiner Meinung nach auch die Frauen ganz klar mitschuldig an ihrer Situation und auch an der ihrer Kinder. Denn ich vergleiche den Zölibatsbruch mit dem des Treuebruchs in einer Beziehung. Treue ist heutzutage ein hohes Gut, wenn es um Partnerschaft geht, aber wenn nur der kleinste Anlass vorhanden ist, wird die Partnerschaft zugunsten einer anderen gelöst. Beliebigkeit, Offenheit, sich nicht mehr um etwas bemühen, schlafen mit wem man gerade Lust hat; dies scheint der Tenor in unserer Gesellschaft zu sein. Wie die Tiere sich der Lust hingeben, aber dem anderen die Verantwortung in die Schuhe schieben.
Wollen wir so leben? Ich denke nicht!
Oben gesagtes gilt für beide: Männer und Frauen. Denn beide suchen die Beständigkeit einer Beziehung. Klar muss der Priester auch mit Frauen umgehen, beruflich wie auch im freundschaftlichen Bereich. Aber auch Frauen müssen mit einem Priester ebenso umgehen. Nicht asexuell. Frauen sollen sich Männer aus der Gemeinde suchen. Sie sollen sich immer im klaren sein, dass der Priester mit dem sie Umgang pflegen in eine ebenso tiefe seelische und soziale Krise gestürzt wird, wie sie selbst wenn sie schwanger wird. Den Priestern empfehle ich gemäß dem Stundengebet: Handelt nach dem Motto: “in Gedanken, Worten und Werken.” Und natürlich bin ich mir bewusst, dass sehr häufiger Kontakt mit dem anderen dazu führen kann, dass man sich ineinander verliebt, aber vorbeugend hilft manchmal eine einfache Selbstreflektionen (die ich beiden Geschlechtern ans Herz lege): Ist der Kontakt notwendig? Im Sinne von Quantität und Qualität. Kann er auch so gestaltet werden, dass wir nicht alleine sind?…..
Wenn nun noch gesagt wird, der denkt ja nicht an die Kinder? Auch diese sollen bedacht werden. Die schon gezeugten und erwachsenen. Wie sollen wir euch gerecht werden? Und den noch im Kindesalter und nichtgezeugten? Ihnen kann nur dadurch gerecht werden, wer sie im Glauben aufzieht. Es muss eine offene Erziehung sein; im Bewusstsein, dass es Väter gibt, die nicht zu ihren Kindern stehen. Die Mütter müssen akzeptieren, wenn der Vater nur zahlen möchte und sonst nichts. Sie müssen respektieren, wenn er sich anders entscheidet, wie auch jeder Vater respektieren muss, wenn eine Frau sich entscheidet ein Kind abtreiben zu lassen. Die Kindererziehung selbst ist überhaupt der schwierigste Akt im Leben eines Menschen. Er kann gelingen oder auch nicht. Wie dies ausfällt, hängt von der Einstellung desjenigen ab der erzieht. Es ist die Frage ob im Bereich des zöllibatär lebenden Vaters es zwingend eine psycho-soziale Begleitung geben sollte.
Aus diesen Überlegungen heraus glaube ich, dass auch die Frauen ihr gutes Maß dazu beitragen, dass Existenzen zerstört oder beschädigt werden. Zurückhaltung ist manchmal mehr!
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