“Erster Mai – Erfurt Nazifrei!”, zwitschert PDS-Spitzenmann Bodo Ramelow kurz vor dem 67. Jubiläum des Tages im Jahr 1943, als die NSdAP stolz verkünden konnte “Berlin ist judenfrei!”.
Was Ramelow für Erfurt erst erträumt, ist im beschaulichen Köthen schon erreicht: Die Stadt, in der schon 1930 ein Viertel der Einwohner für Hitler stimmten, geht dank der Bemühungen der örtlichen Antifabewegung nazifrei in den Mai. Der im vergangenem Jahr insgeheim angesiedelte Nazi-Ausstatter “Nordic Flame”, das einzige Geschäft der Stadt mit permanent kaputter Frontscheibe, stellt sich pleite, um die Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen.
“Um die Demokraten einzulullen, haben die Nordirrlichter sämtliche staatsgefährdenden Thor-Steinar-Pullover und verfassungswidrigen Hein-Blöd-Hemnden aus den Verkaufsräumen geschafft und nur leere Regale zurück gelasssen”, berichten besorgte Beobachter. 72 Jahre nach der erfolgreichen Brandschatzung der Köthener Synagoge zieht die örtliche Antifa stolz und zufrieden Bilanz. Die Tat hat entschieden, nicht das Wort! “Nicht durch massive Öffentlichkeitsarbeit, jedoch durch vereinzelt wirksame Aktionen wurde der Laden ruiniert”, heißt es. Dank mehrerer kostspieliger Reparaturen und schlechtem Umsatz habe der “Nordic Flame” schließen müssen, denn “der Kapitalismus macht auch nicht vor Nazis halt”.
Derweil warnt das zuständige “Aktionsbündnis gegen rechte Gewalt” im benachbarten Dessau schon vor Entwarnung. In Halle seien Thor-Steinar-Uniformen immer noch problemlos zu erhalten, obwohl die Scheiben des Geschäfts “Oseberg” immer wieder von engagierten Mitkämpfern mit Gratis-Mut eingeschlagen worden seien. Inzwischen habe der faschistische Pulloverlieferant, so berichten Aktivisten, seine Verkaufsräume im Stil eines Panzerzuges verbarrikadiert. Der Schoß sei zweifellos fruchtbar noch und jederzeit könne auch die “Nordic Flame” wieder in Köthen lodern und rauchen.
Quelle: politplatschquatsch.com
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