Sachsen-Anhalts Rechtsextreme, eben noch von linker Gewalt um ihre Pullovershops betrogen, schmieden eine neonationale Einheitsfront, so meldet Deutschlands einzige wahre Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf eine rechtsextremistische Pressemitteilung des Vorstandes der rechtsextremen Deutschen Volksunion. Die rechtsextreme NPD könne bei der im kommenden Jahr anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf Unterstützung der DVU hoffen, nachdem die Delegierten der konkurrierenden Rechtspartei auf ihrem Landesparteitag einen Antrittsverzicht beschlossen. Da geht die Angst um vor einem “Rechtsruck” (Klich-nach-rechts.de), noch mehr “Kampf gegen rechts” (Angela Merkel) tut zweifellos not.
Wäre das die ganze Geschichte, wäre sie gut erzählt.
Doch wie Altermedia und das Paidcontent-Portal Blick nach rechts übereinstimmend berichten, zeigt der Wahlverzicht der DVU vor allem, dass Rechtsaktivisten inzwischen offenbar nicht mehr nur die arglose Gemeinschaft der “Anständigen” (Gerhard Schröder) unterwandern, um nächste Woche oder nächstes Jahr schon ein neues Viertes oder Fünftes Reich zu errichten. Sondern sich gegenseitig: So ist der DVU-Landesvorsitzende Ingmar Knop, ein Rechtsanwalt aus Dessau, rein zufällig “parlamentarischen Berater” (Bnr) der NPD in Sachsen oder, wie es Altermedia extremistischer formuliert, “Gehaltsempfänger der NPD-Landtagsfraktion im Sächsischen Landtag”.
Als solcher sei er “wohl kaum in der Lage, sich anders als im Sinne der NPD Sachsen zu äußern”, mutmaßt das selbsternannte “Störtebecker-Netz”. Auch mit dem Verzicht im Dienst der gemeinsamen Sache sei es “nicht allzu weit her”: In Sachsen-Anhalt sei “nach wie vor unvergessen, wie gerade die DVU den wohl größten Wahltriumph einer deutschen Rechtspartei in der Nachkriegszeit mit Karacho versiebt” habe. 1998 noch mit sensationellen 12,9 Prozent der Stimmen in den Landtag gesprungen, gelang es dem disparaten Haufen irrlichternder Amateurpolitiker in sensationeller Geschwindigkeit wieder “ins politische Nichts zu verschwinden” (Altermedia). Man dürfe daher sehr wohl davon ausgehen, dass ein Wahlantritt der DVU in Sachsen-Anhalt nicht so sehr ein Zeichen kameradschaftlicher Größe sei als “der Versuch, auf diese Weise zu kaschieren, dass man als Partei zu solch einem Kraftakt gar nicht mehr fähig ist”, schreibt die NPD-nahe Seite. der es lieber gewesen wäre, wenn Knop “seinen Verband ohne Wenn und Aber geschlossen in die NPD überführt” hätte. Zumal er ja ohnehin auf deren Lohnliste stehe.
Quelle: politplatschquatsch.com
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