Lyrileison – Neue Lyrik und deren kritische Betrachtung: Teil 67

Schöner edler Jäger Das Antlitz schön und auch die edlen Glieder, So schreitet er als Sieger Schritt für Schritt Und alle, die ihn sah`n, sehn ihn gern wieder Und denken noch beim Gehen: Wie schön, wie schön! – So schreitet er, fühlt sich als Mensch nicht minder, Der edle Jäger

sdfsdfdvf1111111111121111.jpgSchöner edler Jäger

Das Antlitz schön und auch die edlen Glieder,

So schreitet er als Sieger Schritt für Schritt

Und alle, die ihn sah`n, sehn ihn gern wieder

Und denken noch beim Gehen: Wie schön, wie schön! -

So schreitet er, fühlt sich als Mensch nicht minder,

Der edle Jäger hier und heute schoss so manche Rinder.

Klaus Grunenberg

Kritik

Ein Spottlied, so scheint es und man ahnt es schon, die Schonung der Natur liegt dem Poeten am Herzen und deshalb legt er los. Aber langsam: Als “Sieger”, so lesen wir, schreitet der edle Jäger, der zudem noch von Gestalt und Ansehen her schön ist (wohl auch angesehen). Und da kommt es dann auch zum Schluss zur Geltung: er “schoss so manche Rinder”.

Das ist nicht nur so dahingesagt, das mag in der Realität vorkommen, beinhaltet aber zugleich etwas Böses, etwas, was man nicht ganz fassen kann und nur ahnt und somit in die Metapher “Rinder” fasst.

Ed Moercke

“Ein Jäger hier und heute”, was will es uns sagen? Da jagt einer und ist als edel angesehen und mag sich wohl einiges erlauben im Leben. Eine Floskel, eine Annahme wie aus dem Hausbuch der Einbildung?

Mitnichten! So geht es zu im Leben und Vorsicht ist angebracht, immerhin könnte die Büchse geladen sein.

Mark Beil-Ritzi

Photo Quelle/Copyright: Jenzig71, via pixelio.de

 

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