Nachdem die Globaltemperatur in den letzten Monaten ein Zwischenhoch erreicht hat, beginnt sie im April, den Satellitendaten nach, wieder zu sinken. Dieses kommt nicht überraschend, sondern ist vielmehr die Folge der natürlichen Klimavariabilität.
Die wärmsten je gemessenen Monatsmittelwerte der Globaltemperatur liegen in den Zeitreihen der Satellitendaten im Frühjahr 1998, dem Jahr des letzten Super El Niño. Eine Temperaturanomalie, einhergehend mit warmen Oberflächenwasser im Zentral- und Ostpazifik. Aktuelle befinden wir uns auch in einer El Niño-Phase, die nun ausklingt. Neben dem El Niño gab es ein zweites Wetterereignis, welches vor allem in der Arktis für warme Temperaturen gesorgt hat, nämlich eine schwache Arktische Oszillation. Der Winterindex der Arktischen Oszillation (AO) lag auf einem Rekordminimum und hat der Arktis Temperaturen beschert, die bis zu 4°C über dem langjährigen Referenzmittelwert lagen. Das Zusammenwirken von El Niño und dem Rekordtief der winterlichen AO hat uns ein Zwischenhoch der Globaltemperatur beschert.

Der El Niño ist nun langsam an ausklingen. Die Temperaturanomalie im im Zentral- und Ostpazifik nimmt ab und damit auch die Globaltemperatur. Die Modelle prognostizieren für Herbst/ Winter 2010 eine Abkühlungsphase im Zentral- und Ostpazifik, einen La Niña. Sollte die Prognose zutreffend sein, wird die Globaltemperatur in den nächsten Monaten vermutlich weiter sinken. Dabei wird die Globaltemperatur vermutlich nicht von Monat zu Monat sinken, sondern langfristig über die nächsten Monate gesehen. Lassen wir uns überraschen.
Sollte dieser Trend über die nächsten Monate bzw. Jahre anhalten, so entschleunigt sich die globale Erwärmung weiter. Seit 1997/98 befinden wir uns auf einen Temperaturplateau, von einer sich beschleunigenden Klimaerwärmung kann also keine Rede mehr sein.
Quellen
@Michael Krüger
zum derzeitigen Wetter im “Wonnemonat” Mai war heute die Rede von den vorgezogenen Eisheiligen….
Ich hoffe, daß sie bald den Abflug machen…
Auf die man aber nicht wetten sollte…