Zum 65. Jahrestag der Niederlage Deutschlands im II. Weltkrieg hat uns unsere DDR-Kanzlerin endlich alle in Deutschland in die Sprach-regelung von Ulbricht und Honecker einbezogen. Einträchtig mit dem alten KGB-Chef Vladimir Putin in Moskau auf der Eherentribüne sitzend verkündete sie, dass wir nie vergessen dürfen, dass die Sowjetunion uns von der Nazi-Diktatur befreit hat.
Das hätten auch Krenz und Modrow nicht schöner sagen können! Adenauer hat das so nie ausgedrückt. Für ihn waren nur die westlichen Siegermächte die Befreier. Jetzt also auch die Russen! Keine Rede davon, dass Deutschland gemeinschaftlich von den Siegermächten zerstückelt und zerteilt wurde, dass Millionen Deutscher in Straflagern landeten, Hunderttausende deutscher Frauen mit dem Vorrollen der Roten Armee vergewaltigt wurden, dass den Deutschen ein Drittel ihrer Heimat und all ihre Habe auf Dauer weggenommen wurde. Sich daran zu erinnern ist tabu, auch an die Zerbombung der Städte von Aachen bis Dresden, von München bis Hambcurg.
Noch zwei Tage vorher hat uns Merkel mal wieder gemahnt, dass wir nie vergessen dürfen, was Deutschland den Juden angetan hat. Wir müssen uns das nach ihrer Bekundung immer wieder vorhalten. Das Wissen allein genügt nicht. Wir müssen uns zwingen, ständig daran zu denken. Wie gut hatten es da die Menschen in der DDR! Sie brauchten sich solche penetranten Ermahnungen nicht auch noch ständig anhören, für sie gab es “nur” die ewige Dankbarkeit gegenüber dem großen sowjetischen Brudervolk, dass es bei uns einmarschiert ist und uns vom Joch der Nazi-Diktatur befreit hat.
Und wer befreit uns von Merkel?
Die NRW-Wahl hat gezeigt, dass keine der sogenannten demokratischen Parteien in Deutschland vom Volke akzeptiert wird. Die Wähler sind zerrissen wie weiland in der DDR, als sie die Einheitspartei SED oder die Blockparteien allein zur Auswahl hatten und die Kandidatenlisten in Hinterzimmern aufgestellt wurden.
Ich will jetzt nur nicht die Nazis loben, die die ehrliche Zustimmung von mehr als 90 % der Bevölkerung hatten, die nur am Rande oder gar nicht mitbekommen hatten, wie bedeutende Minderheiten im Lande schändlich ausgerottet wurden. Aber wäre es nicht an der Zeit, dass die herrschenden Kreise sich mal wieder darum bemühten, so Politik zu machen, dass das Volk ihnen wenigstens glauben kann, dass sie dem Wohl des Volkes und nicht dem Wohl anderer Völker und anderer Mächte und ihrer selbst nachgehen? Wenn – mit Ausnahme der DDR- belasteten Linken – alle Parteien unter Reformen nur noch Sozialabbau verstehen, wenn Großverdiener ihre deutschen Gewinne ins Ausland transportieren können und die Masse nur immer weiter geschröpft wird – und bei allem aus lauter Unfähigkeit das ganze Finanzwesen noch zusammenbricht, ist alle Politik am Ende nur nichts als eine ekelhafte Täuschung der Bürger.
Ich denke, das wird enden, hoffentlich ist uns das Schicksal gnädig gestimmt, dass dabei nichts zerbricht, was Wert hat.
Photo Quelle/Copyright: El Enigma, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr
“Die NRW-Wahl hat gezeigt, dass keine der sogenannten demokratischen Parteien in Deutschland vom Volke akzeptiert wird.” schreibt Rolf Ehlers gleich unter “Und wer befreit uns von Merkel?”
Dazu folgendes:
Die Parteien sind heute wie Unternehmen organisiert, es geht schließlich um das Geldverdienen. Die Parteibürokratie (noch einmal: Partei-Büro-KRATIE) manipuliert bereits die Meinungen und Abstimmungen bei den Mitgliedern, wobei immer an das Wohl und die Interessen der “Partei” hingewiesen wird. Das “Wohl und die Interessen der Partei” ähneln heute politisch gesehen dem “Wohl und den Interessen der Kirchen”. Leider können die Parteimitglieder nicht einmal eine Organisation “Wir sind Partei” gründen, wie es die Kirchenmitglieder mit ihrer Organisation “Wir sind Kirche” gemacht haben. Die Parteimitglieder würde man prompt ausschließen.
Die Parteien können heute nur noch als “Parteibürokratie” (und das vor allem dank dem Geld) machtvoll in Erscheinung treten. “Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind momentan ca. 1,6 Millionen Personen in Deutschland Mitglied einer Partei, also etwa 2,6 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung (Statistisches Bundesamt 2004i: 177).” http://wikimannia.org/index.php?title=Frauen_in_der_Politik
Die Parteien sind, an der Mitgliederzahl gemessen, also nur noch Sekten. Ohne das Geld wären sie in unserem Alltag fast unsichtbar: http://www.zeit.de/2009/36/Karte-36