Trainingsauftakt der ÖSV-Adler

Wie bereits im letzten Jahr begannen die Österreichischen Skispringer ihre Saison mit einem Besuch beim Bio- und Wellnesshotel Stanglwirt in Going. Mit dabei war auch der neue Co-Trainer der Nationalmannschaft, Alexander Diess. Er präsentierte sich gleich in seiner neuen Position, als Nachfolger von Marc Nölke, der das deutsche Sprungteam verstärken

Wie bereits im letzten Jahr begannen die Österreichischen Skispringer ihre Saison mit einem Besuch beim Bio- und Wellnesshotel Stanglwirt in Going. Mit dabei war auch der neue Co-Trainer der Nationalmannschaft, Alexander Diess. Er präsentierte sich gleich in seiner neuen Position, als Nachfolger von Marc Nölke, der das deutsche Sprungteam verstärken wird. “Ich bin gespannt, was sich das neue Trainer Team für diesen Sommer einfallen lässt”, so ÖSV-Adler Martin Koch.

Bei dem Aufenthalt in Tirol wurden unter anderem die Weichen für die anlaufende Vorbereitung gestellt, berichtete berkutschi.com. Wenn man Thomas Morgensterns Worten Glauben schenkt, läuft bisher alles glatt: “Die Planungen für die kommende Saison schauen sehr gut und interessant aus, auch wenn viel Arbeit bevorsteht, bis es wieder losgeht.”

Top-Springer des ÖSV mit von der Partie

Die erste Trainingsgruppe besteht im Sommer aus sechs Athleten: Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern, Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler, Martin Koch und dem Youngster David Zauner – anders ausgedrückt ist diese Mannschaft die Elite des österreichischen Springens.

Alle sechs erfreuten sich an dem Besuch großer Prominenz. Vitali Klitschko, Profi-Boxer aus der Ukraine, bereitet sich nämlich gerade in einem Trainingscamp auf den nächsten Kampf am 29. Mai auf Schalke vor. Die Austria-Adler um Cheftrainer Alexander Pointner, hatten die Möglichkeit sich mit dem 38-Jährigen zu unterhalten und auszutauschen. Morgenstern erfreute sich sogar an einer neuen Sportart, neben dem Skispringen, eine Abwechslung: “Eine kleine Boxrunde mit dem Trainer von Vitali Klitschko hab ich mir bis ganz zum Ende des Kurses aufgehoben. Ich war mir ja nicht ganz sicher wie es mir dabei ergehen würde.”

Der Clou des Treffens: bereits im letzten Jahr trafen die rot-weiß-roten Springer auf den Bruder Wladimir Klitschko – der bereitete sich damals wie sein älterer Bruder auch auf einen Boxkampf vor; natürlich beim Stanglwirt.

Gregor Schlierenzauer mit kurzem Aufenthalt

Schlierenzauer konnte nur einen kurzen Abstecher beim Stanglwirt machen. “Ich hatte noch Verpflichtungen für meinen Sponsor und am Wochenende geht’s zum GP von Monaco (Anm. d. Red. Formel-1-Rennen). Ein Erlebnis, das ich mir nicht entgehen lassen möchte.” Trotzdem, “stehe der Fokus voll auf Skispringen. Immerhin haben wir heuer die WM in Oslo, der Wiege des nordischen Skisports.”

Auch der amtierende Gewinner der Vierschanzentournee, Andreas Kofler, hatte nur geringfügig Zeit, sich mit dem Team vorzubereiten. “Ich mache derzeit mein Praktikum bei der Polizei in Hall, so war ich nur einen Tag mit dem Team in Going. Dabei gibt es derzeit für mich nur Dienst und Training, für mehr bleibt einfach keine Zeit.”

Newcomer David Zauner mit Vorfreude auf Vorbereitung

Obwohl die Erwartungen groß sind und es eine Herkulesaufgabe wird, sich als Neuling im A-Kader zu beweisen, schreckt der 25-Jährige Zauner vor nichts zurück. Letzterer weiß, dass er es mit Medaillengewinnern wie Schlierenzauer oder Morgenstern aufnehmen kann. Die kochen auch nur mit Wasser, sagt der Volksmund. Genauso ist es. Zauner blickt gespannt der Vorbereitung mit seinen Springer-Kollegen entgegen. Gegenüber berkutschi.com sagte er: “Für mich ist es eine große Herausforderung in der Nationalmannschaft in die Saison zu starten. Hier geht es von Begin an mit vollem Einsatz zur Sache”, so der ehemalige Kombinierer, “trotzdem kommt der Spaß in unserem Team nie zu kurz. Und wenn man seine Trainings in einem Haus wie dem Stanglwirt absolvieren darf, dann ist das sowieso etwas Besonderes. Das muss man zu schätzen wissen und als Motivation für die Zukunft verwenden.”

Für Routinier Wolfgang Loitzl beginnt bald das Sprungtraining: “Die körperlichen Vorbereitungen laufen ja bereits seit einiger Zeit und zum Glück in diesem Jahr auch ohne Beschwerden. In den nächsten Tagen werde ich auch zum ersten Mal auf die Schanze gehen.”

Und wer weiß, vielleicht statten die Österreicher dem Stanglwirt nächstes Jahr wieder einen Besuch ab; die Frage ist nur, welche Prominenz sie dann vorfinden? Doch nicht etwa Klitschko?

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