Frédéric D´Ard in der BBK Galerie Würzburg
Vor sechs Jahren hat er Würzburg den Rücken gekehrt und arbeitet seither nahe Münnerstadt in seinem Atelier beharrlich vor sich hin. Zu seinem 75. Geburtstag kehrt der in Rumänien geborene Bildhauer mit der großen Vorliebe für Marmor und Torsi mit neuen, bislang nicht gezeigten Arbeiten in die BBK-Galerie im Würzburger Kulturspeicher zurück.
Vom 28. Mai bis 20. Juni sind vor allem dort Frauentorsi mit extremen Rundungen zu sehen. Der Grund: Viele von ihnen tragen neues Leben in sich. Jenem Mysterium hat D´Ard eine besondere Referenz erwiesen, so schön und vollkommen erheben sich die Wölbungen in die Höhe, reizen zum sanften Darüberstreichen. Für D´Ard ist der Frauentorso die ideale, ja perfekteste da am meisten konzentrierteste Form überhaupt. Ergänzt werden die Neuschöpfungen durch ältere Arbeiten, die in ihrer beschwingten Leichtigkeit die Schwere des
Marmors aufzuheben scheinen.
Titel tragen seine Arbeiten grundsätzlich nicht, denn in der Aussage festlegen möchte der Bildhauer seine Betrachter nicht. Besonders ins Auge fallen wird ein überlebensgroßer, aufwändig aufgebauter Frauentorso, den der Bildhauer erstmals farbig bemalt hat, um ihm noch mehr Lebendigkeit einzuhauchen. In leuchtendem Selbstbewusstsein streckt der Körper dem Betrachter seine Proportionen entgegen. Anders die eher zurückhaltenden, in ihrer Anmutung jedoch begeisternden Arbeiten aus weißem, schwarzen und rotem Stein.
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