Die Tore sind weit geöffnet. Die Menschen strahlen um die Wette. Das 22. Africa Festival in Würzburg hat begonnen. Bereits die traditionelle Eröffnungszeremonie sorgte unter den Gästen für magische Momente mit jeder Menge Gänsehautgefühl…
Pünktlich um 17.00 Uhr begrüßte Oberbürgermeister Georg Rosenthal die Anwesenden. Und das nicht ohne Stolz: Denn noch einmal machte das Stadtoberhaupt auf die immense Bedeutung der Veranstaltung nicht nur für Würzburg, sondern auch für ganz Deutschland, wenn nicht gar Europa aufmerksam. Mehr als 1,5 Millionen Menschen haben das Festival in der alten Universitätsstadt seit seinen Anfängen besucht. Und diese – man mag es kaum glauben – gehen auf die Initiative einiger weniger Privatpersonen zurück. Seit den Tagen im Stadtteil Grombühl habe es das Festival geschafft, sich immer wieder neu zu erfinden, seine Gäste immer wieder aufs Neue zu begeistern. Heute, im Jahr 2010 stehe eine ganze Region hinter der so genannten “Rainbow World”, wie das Event von den Fans getauft wurde. Längst geht es nicht mehr nur um Musik, Kunst und Kultur. Das Africa Festival hat eine herausragende politische Bedeutung erlangt, die sich nicht nur im regen Austausch mit afrikanischen Delegationen manifestiert, sondern ganz aktuell auch mit einer Kooperation zwischen der Universität von Kapstadt mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Jonas Gwangwa erhält Africa Festival Lifetime Achievement Award
Der Geist der Gemeinschaft, der sich in gut 22 Jahren von Nord nach Süd ausgebreitet hat, war nun auch im Festzelt zu spüren. Musikalisch untermalt von Vusi Mahlasela, begrüßte die Ministerin of Arts & Culture, Ms. Lulu Xingwana alle Anwesenden. Noch einmal betonte sie die Verbindung zwischen Deutschland und Südafrika, die sich einmal mehr in der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft niederschlagen wird. “Südafrika hat alle Skeptiker Lügen gestraft. Die WM wird spektakulär”, freut sich die kleine Power-Frau schon jetzt.
Für große Begeisterung sorgten jedoch nicht nur ihre Worte, sondern im Anschluss daran auch die Verleihungen der traditionellen Festival Awards. So ging einer der begehrten Preise an die ghanaische Akrobatik-Truppe “Adesa“, die schon beim ersten Festival vor 22 Jahren mit dabei war. “Sie bringen den afrikanischen Geist zu uns allen”, betonte Dr. Stefan Oschmann in der anschließenden Begründung, die auch für den zweiten Preisträger Vusi Mahlasela gelten kann, der am Abend das Eröffnungskonzert bestritt. Erstmals in diesem Jahr verlieh das Afro Project Team auch einen so genannten Africa Festival Lifetime Achievement Award, der an den bekannten südafrikanischen Musiker Jonas Gwangwa ging.
“Das war die beste Eröffnung, an die ich mich erinnern kann”, fasste Pressesprecher Christian Raith abschließend zusammen. Und das Allerwichtigste: “Petrus ist Ehrengast!”
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