Zum 5. Mal steht Mainfranken ganz im Zeichen des Mozartsommers
Klein, aber fein ist die Veranstaltungsreihe der Bayerischen Kammeroper Veitshöchheim. Viel Kraft und noch mehr Arbeit steckt dahinter. Bis aus der Orangerie der Würzburger Residenz ein “barockes Theaterchen mit besonderem Flair” wird, sind jede Menge fleißige Hände nötig. Sobald jedoch die ersten Töne erschallen, ist alle Mühe vergessen. Dr. Blagoy Apostolov, Leiter des Mozartsommers und seine Künstlerschar sind vollends in ihrem Element.
Gemeinsam entführen sie die Zuschauer nun schon im fünften Jahr in längst vergangene Zeiten und bringen den ursprünglichen Zauber großer Werke in die einzigartige Spielstätte im Herzen Würzburgs zurück. “Kleine, hübsche Werke, die die Seele ansprechen und nicht unbedingt ein Erdbeben verursachen”, ihnen gilt die besondere Aufmerksamkeit des Intendanten. Gerade in einer Zeit der Hektik und des Wettbewerbs, in der es schwer ist zur Ruhe zu kommen. Bis zum 31. Juli reicht der Inszenierungsreigen, den der Gründer und Moderator von Radio Opera gespannt hat. Humoristische Stücke sind im Repertoire, das heuer unter anderem im Staatlichen Hofkeller und im Echterhof in Volkach zu hören sein wird, ebenso zu finden wie ein Melodramma buffo.
Höhepunkt in diesem Jahr ist für den traditionsbewussten Bulgaren Christoph Willibald Glucks Weinoper “Der bekehrte Trunkenbold”. Eine humorvolle Huldigung des Mainfrankengolds, besser bekannt als Frankenwein, die ab dem 25. Juni in acht Vorstellungen unter der Leitung von Wolfgang Kurz stilecht bei Wein und Kerzenschein zwischen hundertjährigen Fässern zu sehen sein wird. Daneben entsteht Johann Strauß’ “Zigeunerbaron” in einer Koproduktion mit dem Johann-Strauß-Ensemble Leipzig und “Der Barbier von Sevilla” von Gioacchino Rossini ist in einer Inszenierung der bekannten Operndiva und Würzburger Hochschulprofessorin Cheryl Studer zu genießen. Die Grammy-Preisträgerin gibt ihr Regie-Debüt während des Mozartsommers. Ein Wiedersehen steht mit Mozarts “Die Entführung aus dem Serail” sowie Purcells “Dido und Aeneas” an. Beide konnten schon 2009 das Publikum erfreuen.
Weiterführende Informationen unter: www.bayerische-kammeroper.de
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