Museum Georg Schäfer zeigt bis 31. Oktober Meisterwerke der Porträtkunst
Das vielschichtige Thema des Bildnisses im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert hat das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt in den Mittelpunkt der Feierlichkeiten anlässlich seines zehnjährigen Bestehens gerückt. Bis 31. Oktober sind dort in einer groß angelegten Jubiläumsschau bekannte und unbekannte Porträts aus den eigenen Beständen der Sammlung zu bestaunen, die die unterschiedlichsten Facetten des Genres im 19. Jahrhundert beleuchtet: Dabei spannt sich der Bogen vom Staatsporträt und repräsentativen Gesellschaftsbildnis über das Gruppenporträt und Freundschaftsbild hin zu Familiendarstellung, Typenbild und Karikatur.
Bilderwechsel
Bedeutende Persönlichkeiten der Wissenschaft, Politik und Kultur von einst, unter ihnen Kaiser Wilhelm II. ebenso wie Richard Wagner oder Arthur Schopenhauer, treten unbekannten Personen gegenüber, die die spannende Frage aufwerfen, ob nur die “großen Geister” einer Epoche dieser ihr Gesicht geben oder gar ihr den Stempel aufdrücken. Formal gliedert sich die Schau in Meisterwerke der Porträtkunst auf Papier und auf Leinwand. Die Arbeiten auf Papier sind in zwei thematisch unterschiedlichen Präsentationen mit jeweils 60 Exponaten zu sehen.
Der erste Teil, der bis zum 1. August hängen wird, stellt den Künstler und die Seinen in Selbstdarstellung, Familienbildern sowie Porträts von Freunden und Kollegen in den Mittelpunkt. Ab 14. August ist im zweiten Teil der Schwerpunkt auf das Nebeneinander von bekannten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts und heute unbekannten Vertretern dieser Zeit gelegt. Während die Grafikausstellung vom 2. bis 13. August wegen Umhängungsarbeiten geschlossen bleibt, sind die Charakterstudien auf Leinwand durchgängig zu sehen und erzählen so manche Geschichte…
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