Das Märchen von der Wunschblume lässt das Fürstenbaumuseum mit allen Sinnen erkunden
Wie es wohl wäre, wenn man jeden Wunsch erfüllt bekäme? Wäre man dann wunschlos glücklich? Diese frage könnt ihr euch selbst beantworten, wenn ihr mit Claudia Jüngling an einem der nächsten Samstag Vormittage auf die Festung Marienberg kommt und euch dort im Fürstenbaumuseum von ihrer Märchenführung “Die Blume der Wünsche” in den Bann ziehen lasst.
Ihr Märchen erzählt von einem Kind, das eine besondere Blume findet, die einen Wunsch erfüllen kann. Klar, dass sich das Kind wünscht, von nun an jeden Wunsch erfüllt zu bekommen. Anfangs sind die Wünsche noch bescheiden, mit der Zeit werden sie aber anspruchsvoller: Es möchte das größte Haus der Welt, viele Tiere und einen Tische der rund und eckig zugleich ist. Was das Kind jedoch nicht weiß, ist dass es für jeden Wunsch etwas von seiner Lebensfreude opfern muss und mit jedem erfüllten Wunsch ein Stückchen unglücklicher wird. Da trifft es eines Tages ein fröhliches, glückliches Mädchen und will wissen, warum es so ausgelassen ist. Der Grund: Es ist stolz auf sich, weil es etwas selbst geschafft hat. Das Kind erkennt plötzlich, dass kein erfüllter Wunsch so zufrieden machen kann, wie wenn man etwas alleine geschafft hat und spricht seinen letzten Wunsch aus: künftig keinen Wunsch mehr erfüllt zu bekommen.
Das Märchen von Claudia Jüngling führt anhand mehrerer Stationen durch verschiedene Räume zu unterschiedlichen Objekten und Kunstwerken, an denen die Geschichte durch eure Beteiligung Stück für Stück weiter gesponnen wird. Dabei trefft ihr auf das “größte Haus der Welt”, den Tisch, der zugleich rund und eckig ist und auch von dem Geist der Wunscherfüllungsblume könnt ihr euch bei der Führung ein Bild machen.
Ihr sollt bei der Führung aber nicht nur zuhören, sondern sie aktiv mitgestalten. Ihr könnt (be)greifen, riechen, suchen, entdecken und bekommt auf diese Weise einen Zugang zu dem Museum, bei dem nicht die Wissensvermittlung, sondern die Freude am Finden von Details im Vordergrund steht. Ihr lernt “nochmal” sehen und vielleicht bekommt ihr nach der Führung noch Lust auf “mehr Museum”.
Die gut einstündige Führung wird im Juni und Juli eden Samstag um 10.45 Uhr regelmäßig angeboten. Die Anfangszeit ermöglicht es euren Eltern in der Zwischenzeit an der um 11 Uhr beginnenden Burgführung für Erwachsene teilzunehmen und anschließend das Fürtenbaumuseum zu besuchen, um sich von euch die Geschichte nacherzählen zu lassen und mit euch zusammen noch den zweiten Stock zu besichtigen. Empfohlen wird die Märchenführung für Kinder ab fünf Jahren, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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