Wenn Menschen aus Nahrungsmangel sterben, ist das meines Erachtens besonders schwerwiegend. In einer Welt des überflusses sollte es dieses Problem überhaupt nicht geben, und dennoch sterben jedes Jahr 8,8 Millionen Menschen an Unterernährung. Während ich diesen Satz schreibe, sind schon wieder vier Menschen an Hunger gestorben (etwa alle zwölf Sekunden).
In einem Bericht der BBC wird unter der überschrift “World hunger ‘hits one billion’” darauf hingewiesen, dass im Jahr 2009 eine Milliarde Menschen hungerten. Allein die Finanzkrise ist dabei laut UN für den Hunger von 100 Millionen dieser Menschen verantwortlich. Ein Sechstel der Erdbevölkerung hat nicht genug Essen, während wir in der “westlichen Welt” uns vollstopfen, bis wir platzen. An den US-Amerikanern kann man das sehr gut sehen, aber auch in Deutschland werden die Menschen im Durchschnitt immer dicker. Nun habe ich nichts gegen dicke Menschen, aber es zeigt doch, dass genug Nahrung da ist. Mehr als genug sogar. Und so stellt sich die Frage, welche Ursachen der Welthunger hat.
Ursachen für den Welthunger
Armut spielt im Hinblick auf den Welthunger eine immense Rolle. Sie ist nicht nur an sich schon ein Problem, sondern verhindert auch, dass von ihr betroffene Menschen sich mit den Lebensmitteln versorgen können, die sie so dringend benötigen. Gerade Kleinbauern sind davon betroffen. Sie bauen lediglich so viel an, wie sie selbst verbrauchen. Bei einer Missernte können sie davon nicht leben, haben aber auch keine Möglichkeit, sich zusätzliche Nahrung zu kaufen. Der Einwand, dass sie ihre Produkte ja zum Verkauf anbieten und vom erwirtschafteten Geld leben könnten, ist deshalb haltlos, weil existenzsichernde Preise meist nicht erzielt werden können. Wo alle arm sind, kann niemand etwas von einem anderen Armen kaufen.
Hinzu kommt außerdem, dass die zu viel produzierten Waren beispielsweise europäischer Landwirtschaftsbetriebe in die Entwicklungsländer exportiert und zu recht günstigen Preisen angeboten werden. Es kann sich kaum jemand Nahrung leisten, wenn aber doch, dann kauft er natürlich die günstigen europäischen Produkte. Unter diesen Umständen ist eine nachhaltige Landwirtschaft in großen Teilen Afrikas, Asiens und anderen von Hunger betroffenen Regionen einfach nicht möglich.
Die derzeit weltweit produzierten Nahrungsmittel würden – wie oben schon gesagt – ausreichen, um alle Menschen damit zu versorgen. Es besteht ein massives Verteilungsproblem. Kurzfristig könnte verhindert werden, dass täglich über 20000 Menschen an Hunger sterben. Es wäre also sinnvoll, diesen Menschen die Nahrung, die in den entwickelten Ländern produziert aber nicht gebraucht wird, zukommen zu lassen. Natürlich müssten auch die 15 Millionen hungernden Menschen in diesen Ländern dabei bedacht werden. Etwas zu Essen zu haben darf keine Frage des Geldes sein.
Gleichzeitig muss allerdings beachtet werden, dass man die Menschen der Entwicklungsländer nicht in eine totale Abhängigkeit von den entwickelten Ländern führt. Sie müssen langfristig dazu befähigt werden, selbst für sich zu sorgen.
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Ein großes Thema gut angepackt! Wenn wir sehen wollen, warum die allereinfachsten Hilfen nicht gegeben werden, kommen wir immer wieder auf die Beherrscher der großen Wirtschaft, die auch die Politiker am Bändel führen, die kein Ethos kennen.