G8/G20-Treffen: Nach Toronto

Der kombinierte G8/G29-Gipfel in Toronto ist vorbei. Die Ergebnisse sind mehr als dürftig. Offenbar sind die wichtigsten Regierungschefs der Welt nicht willens und/oder nicht in der Lage, koordinierte Schritte zur nachhaltigen Stabilisierung der Weltwirtschaft zu unternehmen. Insbesondere ist eine wirkungsvolle Regulierung der globalen Finanzmärkte erneut gescheitert. Hinzu kommt, dass die

Der kombinierte G8/G29-Gipfel in Toronto ist vorbei. Die Ergebnisse sind mehr als dürftig. Offenbar sind die wichtigsten Regierungschefs der Welt nicht willens und/oder nicht in der Lage, koordinierte Schritte zur nachhaltigen Stabilisierung der Weltwirtschaft zu unternehmen. Insbesondere ist eine wirkungsvolle Regulierung der globalen Finanzmärkte erneut gescheitert. Hinzu kommt, dass die Außenhandelsungleichgewichte aufgrund verzerrter Wechselkursparitäten sich eher weiter verschärfen als sich in eine langfristige Gleichgewichtsposition zurück zu entwickeln. Alles wie gehabt. Nach der Krise ist vor der Krise.

Warnungen vor einer erneuten Finanzkrise werden ignoriert

Außer Spesen nix gewesen. So ließe sich das Treffen zusammenfassen. Dies ist umso bedenklicher, da selbst die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in ihrem jüngsten Jahresbericht vor einer erneuten globalen Finanzkrise warnt. Scheitert eine wirkungsvolle Regulierung der globalen Finanzmärkte – und vieles spricht eindeutig dafür – dann dürfte ein erneuter Bail-out à la Soffin oder TARP bei einem erneuten Finanzkollaps mangels Masse und Glaubwürdigkeit der beteiligten Staaten wirkungslos sein.

Die Restrukturierung des Finanzsektors insbesondre der Too-big-to-fail (TBTF) Investmentbanken wie Goldman Sachs, Citicorp, Morgan Stanley, Deutsche Bank, etc. entsprechend der Volcker-Rule wird auf die lange Bank verschoben. Diese Zeit wird jedoch die Weltwirtschaft nicht haben, um sich wirkungsvoll vor einer erneuten globalen Finanzkrise zu schützen. Too-late-to-be-useful ist die neue Devise. Ob die Forderung des Bundesbankchefs jetzt aufgrund vorliegender Stresstests für die deutschen Großbanken ihre Eigenkapitalbasis zu stärken, noch ausreicht, ist mehr als zweifelhaft. Es ist auch hier: Too-little-to-late.

Gorbatschow hat es einmal so formuliert: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Die Politik erweist sich als unfähig, ihren Führungsaufgaben nachzukommen. Ein Minimalkonsens rettet jedenfalls die Weltwirtschaft nicht vor einer globalen Wirtschafts- und Finanzkrise.

Vor der Großen Depression?

Paul Krugman, der aktuelle Wirtschaftsnobelpreisträger, warnt bereits in seiner jüngsten Kolumne in der New York Times vor der kommenden großen Depression. Ob es eine große Depression in Folge von einem Finanzmarktkollaps kombiniert mit einer Reihe von Staatsbankrotten – und ich denke hier nicht nur an Griechenland – eine Hyperinflation sowie ein Deglobalisierungsschock in Folge eines grassieren Protektionsmus sein wird, wage ich nicht vorauszusagen.

Alle diese Tendenzen sind derzeit in der wirtschaftlichen Entwicklung angelegt. Viele Ökonomien glauben immer noch, dass es nur ein entweder-oder gibt. In der ersten Stagflation nach dem zweiten Ölpreisschock Anfang der 1980er Jahre mussten die Textbücher umgeschrieben werden. Es gab nicht – wie die Phillips-Kurve suggerierte – entweder Inflation oder Arbeitslosigkeit, sondern both of it. Wer jedoch die multiple Sklerose der Weltwirtschaft nur mit einer Entweder-oder-Strategie bekämpfen will, der wird sein blaues Wunder erleben. Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die sachverständigen Ökonomen, aber auf die hört ja bekanntlich niemand. Es ist fünf Minuten vor zwölf.

[1] Vgl. hierzu Roubini, Mihm (2010): Crisis Economics – A Crash Course in the Future of Finance, Penguin Press, New York.

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  1. Was aber sollte unsere “Deern von de ostdütsche Küst”, unsere gelernte FDJ Propagandatussi tun, soll sie etwa dem “Obama” in die Eier treten?

    Die “Geldfürsten” die “Bestimmer” dieser Welt hätten sich halb scheppig gelacht, hätten der “Michele” gesagt, mach ihm kalte Umschläge und auf … weiter geht´s … die Kugel rollt.

    Beim Timothy F. Geithner, dem ehemaligen Henry Kissinger Lehrling und späterem Direktor der FED, NewYork, und beim Herrn Professor Ben Bernanke und diversen anderen Strippenziehern hätten die Leitungen geglüht.

    Die Aufgabenverteilung muss doch noch genau festgelegt werden, wer, wann, wo – “die frohen Botschaften” unters Volk bringt, es muss auch festgelegt werden, – wo die ersten “Grabreden” abgehalten werden.

    Im Grunde genommen wird sich genau das “Waterloo Spiel” von 1815/16 wiederholen. – Der Sieg von Napoleon wird verkündet, die Londoner Börse crasht und ein gewisser Banker konnte ungeheuere Aktienpakete für “ganz, ganz kleines” in seinem Tressor verbunkern.

    Die wirkliche “Kacke” für die “Geldfürsten, die Bestimmer” ist, dass nun ein paar Mitspieler auf der “Verteilungsbühne” erscheinen werden, wie z. B. China, Saudi Arabien, vielleicht auch schon Indien und Brasilien.

    Ne, ne Freunde bildet Euch keine Schwachheiten ein, – Europa hat keinen einzigen “Fuckin Cent” um irgendwo ein Gebot abzugeben, – wir – liebe Freunde werden “nackig” gemacht.

    Aber denkt an den alten Spruch, die Vorkriegszeit ist genauso schön wie die Nachkriegszeit

    Freunde – kauft Kämme es kommen lausige Zeiten!!!