Goldman Sachs: Vergleich mit der SEC

Goldman Sachs (GS), die größte US-Investmentbank, gegen die die US-Börsenaufsicht, SEC, wegen Betrugs ermittelte, hat einen Vergleichmit der SEC geschlossen. Der Deal kostet Goldman Sachs 550 Millionen US-Dollar. Goldman Sachs war vorgeworfen worden, dass es bei der Emission von Verbriefungen (Mortgage Backed Securities) Anlegerbetrug begangen hätte. Einer der Käufer der

aehr.jpgGoldman Sachs (GS), die größte US-Investmentbank, gegen die die US-Börsenaufsicht, SEC, wegen Betrugs ermittelte, hat einen Vergleichmit der SEC geschlossen. Der Deal kostet Goldman Sachs 550 Millionen US-Dollar. Goldman Sachs war vorgeworfen worden, dass es bei der Emission von Verbriefungen (Mortgage Backed Securities) Anlegerbetrug begangen hätte. Einer der Käufer der Goldman Sachs Papiere war die IKB. Dessen Vorstandschef, Ortseifen, stand gerade ebenfalls wegen Anlegerbetrug vor Gericht. Die Kurse von Goldman Sachs boomten gestern nach Bekanntgabe des Deals mit der SEC an der Wall Street.

ABACUS, Mortgage Backed Secturity à La Goldman Sachs

Der Vorwurf gegen den sich GS zur Wehr setzen musste, war, dass man die Anleger nicht darauf hingewiesen habe, dass für die Auswahl der ABACUS-Papiere nicht GS als verantwortlich zeichnete, sondern der Hedge-Fonds-Finanzinvestor John Paulson bzw. seine Firma.

Aufgrund der Kenntnis über den zweifelhaften Wert der, die im ABACUS enthalten waren, spekulierte Paulson im großen Stil als Insider gegen diesen Fond und verdiente dabei Milliarden. Vermutlich ein Teil dieser Verluste musste dann der deutsche Steuerzahler bei der Rettung der IKB zahlen. Als Trost für die Verluste erhält daher auch die IKB als Schadenersatz 150 Millionen US-Dollar. Also alles wie gehabt. Die Wall Street Banker entgehen einer wirkungsvollen Strafverfolgung. Wenn etwas dann doch in einem möglichen Prozess vor Gericht enden könnte, dann folgt der Deal, d.h. die Zahlung einer Geldsumme als Schulderlass. Wir kennen das vom Fall Josef Ackermann bei der Klage wegen der Mannesmann-Übernahme. Immerhin GS hat Humor, denn ein Abakus – der Name des toxic papers – ist ja bekanntlich eine Rechenhilfe. John Paulson und GS haben sich bei ABACUS nicht verrechnet. Selbst wenn der Insider-Handel auffliegt, kommt man mit einem blauen Auge davon. Justitia ist ja bekanntlich blind. Besonders bei Managern von Großbanken.

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