Unter dem Motto “Ich bin Ich. Und ich bin Viele” wird innerhalb des Sozialen Netzwerks StudiVZ derzeit zum Wettbewerb “Digitale Identität 2020″ aufgerufen. Die Ausschreibung richtet sich an alle Schüler, Auszubildenden und Studierenden, die in Form eines Films, via Comic oder Foto-Story, aber auch mit Hilfe einer Kurzgeschichte und vielem mehr ihre Vision des zukünftigen digitalen Lebens ausdrücken möchten.
Der Verein “Deutschland sicher im Netz e.V.” und seine Mit-Initiatoren wie Bitkom, Microsoft oder Fraunhofer Focus wollen bis zum Einsendeschluss am 30. September wissen: “Wie stellst Du Dir Dein digitales Leben und Deine Identität in 10 Jahren vor? Wirst Du sie in einem digitalen Profil verwalten und von den Klausuranmeldung bis zum eigenen Tagebucheintrag alles online erledigen?” Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Innern soll so von einem derzeit 14 bis 26-jährigen jungen Menschen ein Bild eines im Jahr 2020 14 bis 26-Jährigen gezeichnet werden, der in der digitalen Welt agiert. Eingereicht werden kann die eigene Vision in deutscher Sprache. Unterschieden wird der Fairniss halber zwischen:
- Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende zwischen 14 – 20 Jahren
- Studierende und Young Professionals zwischen 20 – 26 Jahren
Teilnehmen können sowohl Einzelpersonen als auch ganze Teams. Ein solches sollte jedoch aus zwei oder drei Personen bestehen. Jedes Team benennt einen Sprecher, der das Team dann zum Wettbewerb anmeldet.
“Jeder Mensch ist einzigartig und hat als Summe verschiedener, individueller Merkmale eine Identität. Im alltäglichen Leben erfüllen wir damit unterschiedliche Rollen, in denen wir je nach Situation Teile unserer Identität preisgeben. Als Käufer im Supermarkt können wir anonym Waren gegen Bargeld tauschen, während beim Behördengang nach Namen, Wohnort und Geburtsdatum gefragt wird”, wird der Status quo beschrieben. In der digitalen Welt sähe das ähnlich aus: “Im Internet können wir uns vielfach aussuchen, wer wir gerade sind, können verschiedene digitale Identitäten erschaffen und vielfach frei wählen, egal ob in Communities, Foren oder bspw. bei Online-Spielen.”
Doch diese Parallelwelt wirft auch Fragen auf: “Wie gehe ich heute mit einer digitalen Identität um?” Denn eines sei in der virtuellen Welt fast unmöglich: “Ob der menschliche oder virtuelle Kommunikationspartner der ‘Echte’ ist, also der ist, der er vorgibt zu sein, lässt sich nicht immer mit ein hundertprozentiger Gewissheit feststellen. Und oft wollen das die Nutzer ja auch gar nicht.”
Die Fragestellungen, die sich hieraus ergeben und die von den jungen Leuten reflektiert werden sollen, sind klar:
- Welche Informationen findet man über sich im Netz? Was stellt man selbst dort ein?
- Wie verändert sich die Kommunikation?
- Welche Bedeutung haben virtuelle Freundschaften? Wie stellt sich soziales Leben in Netzwerken und Communities dar?
- Wie sieht der Umgang mit Geld aus (Bezahlverfahren)?
- Ändert sich das Verhalten der Internet-Nutzer? Wenn ja, wie?
- Welche Rolle übernimmt der Staat? Wie nutzt dieser digitale Identitäten?
Die Wettbewerbsmodalitäten finden sich hier.
Zur Anmeldung geht es hier.
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