Mindestens eine Person verletzt – Zeugen berichten: Tote und Verletzte in Ostpreußen
Berlin / Ostpreußen. 20. Juli 2010. Attentat in der Wolfsschanze in Ostpreußen. Auf den Reichsführer Adolf Hitler wurde ein Sprengstoffanschlag verübt. Hitler überlebte den Anschlag. Zeugen berichten, die Hose des Reichsführer sei zerfetzt, im Gesicht und an den Händen sei er blutig. Eine Person sei bei der Explosion durch die zerborstenen Fenster geflogen, berichtet ein Augenzeuge, der ehemalige Wachsoldat Kurt Salterberg.
In ähnlicher Form hätten vermutlich damals Blogger, Journalisten und freie Medien über das Hitlerattentat berichtet. Doch das war in Deutschland unter dem Staatsterror des Nazi-Regimes nicht möglich. Denn die Presse und Journalisten waren alle staatlich kontrolliert und gleichgeschaltet vom deutschen Propaganda-Ministerium und die technischen Errungenschaften wie Internet und HDTV gab es in dem von den Nationalsozialisten terrorisierten Land in den Jahren 1933 bis 1945 noch nicht.
Der einzige heute, am 20. Juli 2010, noch lebende Augenzeuge, der ehemalige Wachsoldat, Kurt Salterberg, war zum Zeitpunkt des Attentats 22 Jahre jung. Die Eindrücke des damaligen Attentats haben den jungen Mann traumatisiert. Die Dinge, die er als Augenzeuge gesehen hat, vergisst er sein ganzes Leben lang nicht: “Hitler war blutig im Gesicht und an den Händen, seine Hose war zerfetzt, bis an die Oberschenkel, ein Inferno, Qualm, Dampf und Rauch…, ein Mensch flog durch die zerborstenen Scheiben auf die glühenden Scherben, Hitler starrt minutenlang auf den Ort des Geschehens, das Zimmer das für eine militärische Lage-Besprechung diente, lag in Trümmern.” Die ARD zeigt zur Würdigung der Verdienste der Offiziere um Graf von Stauffenberg und in Gedenken an die Ereignisse des 20. Juli 1944 eine Dokumentation und ein Interview mit dem letzten noch lebenden Augenzeugen des Attentats auf Hitler, heute vor 66 Jahren am 20. Juli 1944. Ein ausführlicher Bericht mit Kurt Salterberg wird heute um 22.15 Uhr in der ARD-Sendung “Tagesthemen” zu sehen sein.
Deutschland liegt nach zwölf Jahren Terrorherrschaft in Trümmern
Mehrere Jahre dauert es bis nähere Einzelheiten in Deutschland zum Attentat auf den damals außer Kontrolle geratenen Reichsführer Adolf Hitler (NSDAP), der von politischen und wirtschaftlichen Hintermännern zum Führer aufgebaut wurde und eine ganze Nation, das meint den Staat und das Land Deutschland, in den todsicherenen Untergang führte. Nach zwölf Jahren der Terror-Herrschaft durch Hitler und seinen außer Kontrolle geratenen Menschen-verachtenden Partei-Apparat der NSDAP liegt Deutschland im Jahr 1945 nach einer kaum vorstellbaren Bombenlast, die auf deutsche Städte durch die Alliierten Streitkräfte abgeworfen wurde, in Trümmern, Schutt und Asche. Mehr als sechs Millionen Menschen im Holocaust sind zu beklagen und auch der Verlust des Lebens mehrerer Hundertausend Menschen in Deutschland, insgesamt 55 Millionen Kriegstote, eine Katastrophe von kaum vorstellbaren Ausmass, das die Offiziere um Graf von Stauffenberg verhindern wollten mit dem umstrittenen Mittel eines Sprengstoffanschlags.
Obgleich den Offizieren des Nazis-Regimes bekannt sein musste, dass die Mehr-Fronten-Kriege nicht mehr zu gewinnen waren, verheizten sie sogar noch in den letzten Tagen 16-jährige Kinder an den Fronten im Osten und im Westen.
Genau diese und weitere Katastrophen wollten die deutschen Offiziere Graf von Stauffenberg heute vor 66 Jahren verhindern.
Der Versuch die Gewaltherrschaft von Adolf Hitler mit einem Bombenanschlag zu beenden scheiterte. Graf von Stauffenberg und die weiteren Offiziere, die eine Katastrophe für Deutschland und die Menschen verhindern wollten, wurden erschossen.
Die beteiligten Menschen an dem geplanten Umsturzversuch und dem Attentat an Hitler stammten vor allem aus dem Adel, der Wehrmacht und der Verwaltung. Es wird vermutet, dass der Personenkreis vielfach Kontakte zum Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke hatte, dokumentierte das Online Lexikon Wikipedia. Den mehr als 200 Menschen, die nach dem Attentat auf Hitler hingerichtet wurden, gehörten unter anderem der Generalfeld-Marschall, Erwin von Witzleben, 19 weitere Generäle, 26 Oberste, zwei Botschafter, sieben Diplomaten, ein Minister, drei Staatssekretäre sowei der Chef des Reichskriminalpolizeiamts (RKPA) an. An den Vorbereitungen für den militärischen Umsturz sollen auch mehrere Oberpräsidenten, Polizei-Präsidenten und Regierungs-Präsidenten beteiligt gewesen sei.
Die von Claus Schenk Graf von Stauffenberg in einer Aktentasche unter dem Lagetisch in der Wolfsschanze platzierte Sprengladung tötete zwar Menschen, doch nicht den Diktator Adolf Hitler und damit musste der Umsturzversuch deutscher Offiziere, Beamte und des Adels als gescheitert betrachtet werden. Die am Attentat beteiligten Menschen wurden standrechtlich noch in der Nacht zum 21. Juli im Hof des Berliner Bendler-Blocks, dem Sitz des Oberkommandos des Heeres, erschossen.
Gedenkveranstaltungen zum 20. Juli 1944
Zum Gedenken an die Befreiungsversuche des 20. Juli 1944 finden heute mehrere Gedenkveranstaltungen statt, etwa ein ökumenischer Gottesdienst in der Gedenkstätte Plötzensee. Die Bundesregierung lädt in der Gedenk-Stätte Deutscher Widerstand im Bendler-Block zu einer Feierstunde. Zu den Gedenk-Feierlichkeiten werden auch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Bundesrats-Präsident Jens Böhrnsen erwartet.
Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen und der Stellvertretende BVV-Vorsteher Carsten Engelmann haben gemeinsam gemeinsam mit dem Bund der Verfolgten des Naziregimes Berlin e.V. am Dienstag, 20. Juli 2010, um 10 Uhr an dem Gedenk-Stein für die Opfer des Nationalsozialismus am Steinplatz zum 66. Jahrestag einen Kranz niedergelegt.
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