Im Freilandmuseum Bad Windsheim durch 700 Jahre
Auf eine Zeitreise durch 700 Jahrhunderte fränkische Alltagsgeschichte
begibt sich, wer das Freilandmuseum Bad Windsheim besucht. Im dortigen Archäologiemuseum ist sogar ein Blick in die Vor- und Frühgeschichte möglich. Auf dem weitläufigen Gelände wird in rund 100 Gebäuden gezeigt, wie der Alltag der ländlichen Bevölkerung in Franken vom Spätmittelalter bis in unsere jüngste Vergangenheit aussah. Das umfasst das Wohnen und Arbeiten, die Haus- und Tierhaltung, die Landwirtschaft und das Handwerk.
Parallel zu dieser Dauerpräsentation vertiefen Sonderausstellungen einzelne Themenschwerpunkte. So werden vom 24. Juli bis 12. Dezember Historische Fotografien aus dem ländlichen Raum “Menschenbilder” zeigen. Ein guter Anlass für einen Besuch, für den man, je nachdem wie intensiv man sich mit den Themen beschäftigen möchte, gut drei Stunden einplanen sollte, ist das alljährliche
Museums-Sommerfest am 24. und 25. Juli. Zurückversetzt ins 18. Jahrhundert werden die Besucher bei den sommerlichen Erntearbeiten zusehen können, während nähende Frauen bei einem Plausch vor den Häusern sitzen und ein Landvermesser Felder und Hügel inspiziert. Auch die dampfbetriebene Lokomobile wird im Einsatz sein.
Am 15. August gehen Nürnberger Künstler auf Entdeckungsreise durchs Museum. Den Ziegen gilt die ganze Aufmerksamkeit beim Ziegenrassenschautag am 5. September. Rund 80 Herdbuchziegen verschiedener Rassen werden sich auf der großen Wiese hinter dem Dorfplatz tummeln. Am 12. September, dem Tag des offenen Denkmals, zeigen Museumsführerinnen die Spitalkirche als “Haus des Lebens” und erzählen über Friedhöfe und Sterbebräuche als “Gärten des Todes”. Noch eine besondere Sehenswürdigkeit: Vor kurzem wurde auf dem Museumsgelände das älteste Haus eröffnet, das in
einem Freilandmuseum steht. Es stammt aus dem Jahr 1322.
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