Freizeit-Tipp: Interdisziplinär

Schweinfurter Nachsommer startet am 11. September Optisch aufgefrischt setzt der Schweinfurter Nachsommer zu Beginn seines zweiten Festivaljahrzehnts wieder auf anspruchsvolle und abwechslungsreiche Grenzüberschreitungen zwischen Klassik, Jazz, Weltmusik, Literatur und Kunst. Coolness und Eleganz, augenzwinkernder Charme und eine der variantenreichsten Stimmen Deutschlands erwarten die Gäste zum Auftakt am 11. September im

joeye.jpgSchweinfurter Nachsommer startet am 11. September

Optisch aufgefrischt setzt der Schweinfurter Nachsommer zu Beginn seines zweiten Festivaljahrzehnts wieder auf anspruchsvolle und abwechslungsreiche Grenzüberschreitungen zwischen Klassik, Jazz,
Weltmusik, Literatur und Kunst. Coolness und Eleganz, augenzwinkernder Charme und eine der variantenreichsten Stimmen Deutschlands erwarten die Gäste zum Auftakt am 11. September im
Konferenzzentrum.

„Artgerecht“ lässt es Roger Cicero zugehen und spannt dabei sein Repertoire vom Seventies-Soul über Funk bis hin zu Gospel. Der Faszination Tango erliegen können die Besucher am 16. September mit der bekannten Formation „Tango Nuevo“ in der SKF Halle 410. Magnetische Melodien aus Europa, wildes Temperament getrieben zwischen östlichen und westlichen Winden, zwischen Sehnsucht und Erfüllung geben dem Tango in einer ganz eigenen Form der Tonpoesie Gestalt. Traditionelle Musik aus Osteuropa, Frankreich und Amerika mit Berliner Prägung versehen, dafür steht der 17-Hippies-Sound. Kontrabass, Banjo, Ukulele und Gitarre sind die rhythmische Basis, über die sich das Melodiengeflecht aus Geigen, Cello, Akkordeon, Klarinette, Trompete und Posaune am 17. September in der SKF halle 410 legen wird.

Visuelle Kunst in akustischer Dimension

Leidenschaftliche und mitreißende Dynamik kennzeichnet die Musik der Elbtonalpercussion am 18. September ebenfalls in der SKF Halle 410. Bis Japan hat sich das Quartett getrommelt und überzeugt sowohl durch eigene Kompositionen als auch durch Experimentierfreudigkeit.
Gleich in zweifacher Funktion ist Herbert Nauderer am 23. September in der Kunsthalle präsent: Seine Erfahrungen als Percussionist verarbeitet er in seinen Zeichnungen, indem er Musik auf dem Papier eine sichtbare Gestalt verleiht. Seine Bewunderung für die zahllosen Selbstporträts des Barockmalers Rembrandt drückt er in seinen Skizzen des Zyklus „Rembrandt-Ballett“ aus. Mit seinem Schlagzeugtrio purPercussion transponiert er visuelle Kunst in eine akustische Dimension. Vor mehr als 50 Jahren hat Ludwig Reiners seinen 1600 Gedichte umfassenden Band „Der Ewige Brunnen“ zusammengestellt. Er wird Ben Becker am 24. September zum Fundus seiner Lesung in der Kunsthalle. Erweitert wird das lyrische Programm
durch eine persönliche Auswahl weiterer Balladen und Lieder des Schauspielers. Die Könige des A-Cappellas, die King´s Singers,
sind zurück.

Zehn Jahre nach ihrem ersten Auftritt beim Schweinfurter Nachsommer entzückt das britische Vokalsextett am 25. September in der Kunsthalle mit einem Repertoire von Gesualdo über Billy Joel und Orlando di Lasso bis hin zu beliebten Folksongs. In ihrem aktuellen Programm „Pure & Natural“ zeigt sich die seit 1984 in Berlin lebende New Yorkerin Jocelyn B. Smith am 1. Oktober in der SKF Halle 410 von ihrer persönlichsten Seite, indem sie die Unverfälschtheit ihrer Stimme
in den Mittelpunkt stellt. Ihre Lieblingslieder aus eigener Feder, neue Stücke sowie Jazzfavoriten begleitet die Sängerin zum Teil selbst am Klavier. Er gilt es einer der bedeutendsten Spezialisten seiner Generation für Klassik- Jazz-Crossover: Am 2. Oktober beschließt der 1965 in Baku geborene Pianist David Gazarov in der SKF Halle 410 mit seiner „Chopin Lounge“ als bravouröser Spaziergänger zwischen den Musikstilen und interpretiert Melodien mit virtuoser Leidenschaft und Improvision den Nachsommer.

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