Hochwasser der Gedankenspiele

Ja, die Gedankengänge von Autoren wie Albert Albern oder Ludwig Ammer sind oft schwer nachvollziehbar. Sie sind fast genauso schwer nachvollziehbar, wie die Gedanken aller anderen Autoren. Weil Gedanken im Vergleich zu Fakten schwer nachvollziehbar sind. Autoren, welche sich fast ausschließlich auf Fakten beziehen, wie es z.B. Georg Erber sehr

Ja, die Gedankengänge von Autoren wie Albert Albern oder Ludwig Ammer sind oft schwer nachvollziehbar. Sie sind fast genauso schwer nachvollziehbar, wie die Gedanken aller anderen Autoren. Weil Gedanken im Vergleich zu Fakten schwer nachvollziehbar sind. Autoren, welche sich fast ausschließlich auf Fakten beziehen, wie es z.B. Georg Erber sehr konsequent macht, können nicht so leicht missverstanden werden. Witzigerweise werden die sachlichen Autoren auch nicht so viel gelesen. Weil dabei zu wenig Missverständnisse vorkommen. Der Leser wie auch die Leserin merken schnell: Das verstehe ich, das verstehe ich nicht. Und was wir nicht verstehen, das lassen wir halt meistens so wie es ist einfach links liegen. Weil uns dazu kein Kommentar einfällt.Es sei den, Herr Georg Erber schreibt über das Hochwasser in China. Das hat dann auch mit den Gedankenspielen über das Klima zu tun. Und das wird auch kommentiert, ganz gleich wie viele Chinesen wegen dem Hochwasser sterben müssen. Auch darüber kann man streiten.

Die Fakten müssen wir meistens akzeptieren, auch wenn es uns schwer fällt.

Nur sehr geschickte Leser sind im Stande, die Fakten in ihren Kommentaren zu verdrehen, wenn sie die Fakten nicht akzeptieren können. Die Ungeschickten müssen die Fakten akzeptieren. Gedanken müssen dagegen grundsätzlich nicht akzeptiert werden. Über Gedanken könnten wir z.B. nachdenken. Doch es ist viel spannender, den oft verwickelten Gedankengängen gleich zu widersprechen, noch bevor wir sie verstanden haben. Daraus entsteht sehr schnell ein Gedanken-Drama, das manche Außenstehende manchmal für eine Komödie halten. Weil sie das Dramatische an dem Gedankenaustausch nicht richtig nachvollziehen können. Trotzdem ist das Drama, das in unseren Köpfen abläuft und hier und da schriftlich ausgetragen wird, überaus witzig.

Gedankenspiele

Warum wollen wir manche Gedankenspiele überhaupt verstehen? Wahrscheinlich deswegen, um nachvollziehen zu können, ob wir mit den Gedanken einverstanden sind oder nicht. Wir suchen meistens nach Übereinstimmungen und ärgern uns über Gegensätze und Widersprüche. Selten sind wir für einen Widerspruch dankbar. Deswegen rechnen wir auch zielsicher damit, dass sich unser Gegenüber wegen unseren Widersprüchen ärgern wird. Jeder kann aus eigener Erfahrung mit sich selbst auch den selbst gewählten Gegner in seinem Verhältnis zum Widerspruch gut einschätzen. Deswegen wird es in mancher anhaltender Diskussion nicht mehr nachvollziehbar, ob wir unsre Widersprüche wegen der Sache oder lieber wegen dem Ärger fortsetzen.

Einen Autisten z.B. ärgert der Ärger, weil er von der Sache ablenkt. Weil ein Autist eine Sache nicht ein für allemal verstanden hat. Er ist eher in einem ständigen Prozess des Verstehen-zu-wollen, ungefähr wie ein buddhistischer Mönch oder ein Joga-Schüler. Ein Autist sucht mit seinen Widersprüchen nicht den Ärger, sondern er beißt sich fest in das Thema ein, um es zu verstehen. Und erst nach langer Entwicklungszeit lernt der Autist zu verstehen, warum er seinen Lehrer mit seinen Fragen ärgert, während die anderen, sogar auch die schwächsten Schüler, längst damit aufgehört haben, den Lehrer irgendetwas zu fragen. Und warum nur der Lehrer bohrende Fragen stellen darf, bleibt dem Autist für immer verschlossen. Weil er eine Welt ohne Fragezeichnen nicht akzeptieren kann. So eine Welt gibt es aus der Erfahrung eines Autisten gar nicht.

Immer nur Ärger

Bei einem Autisten dauert es etwas länger, bis er begreift, dass mancher seiner Gegenspieler nicht um eine Klärung bemüht ist, sondern einfach nur ärgern will. Erst wenn solche Sprüche kommen wie: „Sie verhalten sich genau so, wie Ihr Pseudonym es nahelegt: Sie geben nur albernes Gewäsch von sich. Was soll der Quatsch?“ oder „Und wenn Albern den Mund aufmacht, kommt nur Schwachsinn heraus.“ begreift er die Situation. Siehe: http://www.readers-edition.de/2010/07/21/das-eis-wird-immer-duenner

Doch wenn ein Michael Krüger mit der Mahnung kommt: „@Vennecke – Ihnen sollte zu Ohren gekommen sein, dass Herr Albern “Autist” ist. Ihre Maßregelungen und Beleidigungen halte ich für nicht angebracht und überflüssig.“ fühlt sich der Autist diskriminiert. Maßregelungen und Beleidigungen sind doch nicht erst dann unangebracht und überflüssig, wenn sie gegenüber einem Autisten gerichtet sind. Weil die Maßregelungen und Beleidigungen eines Herrn Günther Vennecke genauso wenig mit dem Autismus zu tun haben, wie die Beleidigungen seitens aller anderen Menschen. Es sie denn, der Autist wird wegen des Autismus beleidigt. Das tut aber Keiner, weil nur selten jemand irgendwelche Ahnung vom asperger Autismus hat.

Weg mit Diskriminierung

Wenn wir risikofreudig über Beleidigungen nachdenken, dann kommen wir nicht um die Erkenntnis herum, dass Beleidigungen keinesfalls diskriminierend sind. Es werden genauso kluge wie auch dumme Menschen auf die dümmste Art beleidigt. Atheisten werden genauso beleidigt wie die Gläubigen oder Strenggläubigen, die Schwarzen wie die Weisen, die Reichen genauso wie die Armen. Eine echte, herzhafte Beleidigung versucht niemanden zu diskriminieren. Sie trifft irgendwann jeden. Es sind unsere Beleidigungen, die im Gegensatz zu uns keinen Unterschied machen zwischen den Menschen oder Nationen.

Es dauert zwar lange, aber es ist machbar

Auch wenn es lange dauert, kann auch ein Autist einen beliebigen Herrn Günther Vennecke in seiner persönliche Langweile verstehen, aus der all die Beleidigungen sprießen. Und trotzdem werde ich sein Widerspruch noch lange missverstehen. In der Annahme, dass es ihm um etwas Vernünftiges geht. Dass es ihm um die Sache geht und nicht um Streit oder Ärger. Weil ich eher neugierig und deswegen nicht so frustriert bin, wie Einer, der zu Beleidigungen greift.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. @Albern

    Diskriminieren will ich Sie mit Sicherheit nicht. Ich kann es nur nicht ausstehen, wenn sich scheinbar stärkere Menschen an Menschen mit Einschränkungen vergreifen.

    Sie sollten zu Ihrer Einschränkung stehen. Ob das hier zum Thema (Klima) gehört sei dahin gestellt.

    Vielleicht sollten Sie dieses im Kreis von ebenfalls Betroffenen diskutieren. Diesbezüglich hatte ich Sie vor einiger Zeit schon einmal angesprochen/informiert. Ich denke Klimaschützer und Klimaspketiker haben wenig Interesse an Ihrem Anliegen.

    Sorry, dass ist nun mal so.