Band 9: “Mitte des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts” von Karlheinz Deschner, rororo
Der Hassfurter Historiker Karlheinz Deschner hat nun mit seinem 9. Werk den vorletzten Band seiner 10-bändigen Reihe über die Kriminalgeschichte der christlichen Kirche herausgebracht. Und wiederum strotzt das Buch nur so von Hinweisen und Hinblicken auf die gar nicht so „christlichen“ Ereignisse und Tätigkeiten unserer „Mutter Kirche“.
„Vater Kirche“ wäre da vielleicht als Bezeichnung angebracht, denn Kriege über Kriege, Reformation und Gegenreformation und Kriege über Kriege (schon wieder!), ein Konzil in Trient, das alles zusammenfasst, was in katholischer Hinsicht glaubenswert sei, der Ritus, die Art des Verhaltens zu Welt und die Entstehung des Jesuitenordens in unserer kirchlichen und politischen Landschaft, auch im Hinblick auf die Missionierung gerade in Südamerika, alles entsteht in dieser Zeitphase.
Besonders Ignatius von Loyola scheint es ihm angetan zu haben, aber auch Julius Echter von Mespelbrunn bekommt sein nicht nur ehrenvolles Denkmal gesetzt. Regionale Besonderheiten in Münster, Köln, Würzburg etwa runden das Bild dieser Zeit ab. Den Schluss des Buches bildet das Eingehen auf Frankreich unter Ludwig XIV., ebenfalls einem sehr christlichen König, der gerne Krieg führte und auch die Pfalz mehrmals verwüstete. So rundet sich das Werk und wir warten gespannt auf den Schlussgong demnächst mit dem 10. Band der „Kriminalgeschichte des Christentums“.
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Ich verfolge Karlheinz Deschners Werke seit 1957, als er 18 Autoren danach fragte, was sie vom Christentum halten. Alles was er schreibt, ist einfach erfrischend!