Massen-Panik: 19 Tote bei Love Parade in Duisburg

In Folge einer Massenpanik wegen eines überfüllten Tunnels zu einem Veranstaltungsgelände der Love Parade sind in Duisburg 19 Menschen ums Leben gekommen, meldet u.a. der Nachrichten-Sender n-tv. Über 300 Menschen wurden verletzt. Für Angehörige wurde eine Sonderrufnummer geschaltet. Bei Telefon 0203/ 94 000 informieren Polizei und Behörden Angehörige der Opfer

In Folge einer Massenpanik wegen eines überfüllten Tunnels zu einem Veranstaltungsgelände der Love Parade sind in Duisburg 19 Menschen ums Leben gekommen, meldet u.a. der Nachrichten-Sender n-tv.

Über 300 Menschen wurden verletzt. Für Angehörige wurde eine Sonderrufnummer geschaltet. Bei Telefon 0203/ 94 000 informieren Polizei und Behörden Angehörige der Opfer oder der möglichen Opfer. Ein n-tv Kameramann und Augenzeuge sprach von einem „programmierten Chaos“. Die Veranstalter wurden scharf kritisiert. Dr. Motte, der Gründer der Love Parade in Berlin, sagte gegenüber der Zeitung Berliner Kurier: „Die Veranstalter sind schuld. Es ginge darum Geld zu machen…“. Er sprach von einem „schweren Management-Fehler der Veranstalter und von einer Profitgier der Veranstalter“. Den angehörigen Menschen der getöteten jungen Leute sprach der Love Parade-Gründer sein Mitgefühl aus. Das Gelände sei für 350.000 Menschen zugelassen, doch mehr als 1,4 Millionen Menschen wollten auf der Love Parade in Duisburg friedlich feiern. Etwa 30 Minuten vor der Katastrophe sei das Gelände wegen Überfüllung geschlossen worden.

Die Menschen seien zum einzigen Zugang, zwei Bahn-Unterführungen, geleitet worden, auch jene Menschen, die vom Veranstaltungsgelände wieder weggeschickt wurden. So kam es im Tunnel bei zwei aufeinander strömenden Menschen-Massen aus zwei unterschiedlichen Richtungen zur Katastrophe in Duisburg. Derzeitiger Stand: 19 junge Menschen wurden getötet und mehr als 300 zum Teil schwer verletzt. Die Menschen hätten im Tunnel der als Zu- und Abgangsweg diente, keine Luft mehr bekommen. Einige hatten von den Rettungskräften reanimiert werden können.

Zunächst seien nicht genügend Retter vor Ort gewesen, berichten Augenzeugen, nur „drei bis vier Retter vom Malteser Hilfsdienst…“. Rund 1400 Polizei-Beamte waren  im Einsatz. Den Menschen, Betroffenen, Augenzeugen und Rettern bot sich ein Bild des Grauen und des Schreckens: Zum Teil wurden Menschen erdrückt, zertreten, die Gliedmaßen verrenkt und zerquetscht. „Wir haben keine Luft mehr bekommen“, erzählt einer, dabei war und nur knapp dem Tod entkommen ist.

Mehrere Hunderte Rettungs-Dienst-Mitarbeiter aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und die Bundeswehr waren mit bis zu 15 Rettungshubschraubern im Einsatz, um weitere zum Teil schwer verletzte Menschen zu retten. Eine nahe liegende Autobahn, die A 59, wurde gesperrt für Rettungsdienste, um die verletzten jungen Menschen in Krankenhäuser zu transportieren und als Fluchtweg für in Panik geratene Menschen bei der Love Parade.

Die Veranstalter der Stadt Duisburg teilten mit, dass man aus Sicherheitsgründen die Veranstaltung nicht vorzeitig abgebrochen habe, um weiteren Paniken vorzubeugen. Möglicherweise wurde versucht, die Veranstaltung langsam ausklingen zu lassen. Während im Norden der Love Parade Menschen fröhlich sangen, tanzten und feierten, kämpften im Süden weiterhin mehrere Menschen ums Überleben.

Bundespräsident Dr. Christian Wulff zeigte sich tief betroffen und bestürzt über das Unglück bei der Love Parade in Duisburg. Er forderte eine lückenlose Aufklärung der Umstände, die zu den Ereignissen der Katastrophe von Duisburg führen konnten. Politiker und Prominente aus aller Welt und aus Deutschland bekundeten ihre Trauer und ihr Mitgefühl mit den Menschen, die Kinder und Freunde bei dem Unglück verloren haben und mit jenen Menschen, die noch hoffen und sich Sorgen über vermisste Angehörige machen.

Kommentare

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  1. Hier wird etwas typisch Deutsches praktiziert. Aus lauter Effekthascherei noch ordentlich in der Wunde, besonders der Angehörigen der Opfer, herumzuwühlen.
    Vielleicht ist der Autor auch einer derjenigen, der bei einem Unfall auf der Gegenfahrbahn sein Fahrzeug abbremst, um ja nichts von einem möglichen schaurigen Anblick zu verpassen.
    Alle bisherigen Statements sind ohne fundierte Untersuchungen und rein spekulativ!
    Den zivilen Opfern gegenüber ist solch ein Artikel nur erbärmlich!
    Berichterstattung ist notwendig, aber direkt am Grabe . . geschmacklos.