Zur Lindenstraße-Folge 1286 “Die Haifischfrau” – Ein Kommentar

Erst wollte ich ja zu der‏ schlechtesten Folge seit Ewigkeiten nichts schreiben. Aber angesichts solcher “Hirnfürz” der Autoren muss ich doch meinen Senf loswerden… Erst setzt das Kurzzeitgedächtnis für die letzten Monate aus. Wo sind die Geldprobleme von Iffy und Momo hin? Durch das Enkelkind dürfte die Finanznot eher größer

linden.jpgErst wollte ich ja zu der‏ schlechtesten Folge seit Ewigkeiten nichts schreiben. Aber angesichts solcher “Hirnfürz” der Autoren muss ich doch meinen Senf loswerden…

Erst setzt das Kurzzeitgedächtnis für die letzten Monate aus. Wo sind die Geldprobleme von Iffy und Momo hin? Durch das Enkelkind dürfte die Finanznot eher größer denn kleiner geworden sein. Die Autoren denken wahrscheinlich, der depperte Zuschauer merkt sich nichts, aber dem ist nicht so. Dann setzt urplötzlich das Langzeitgedächtnis wieder ein und man erinnert sich an die längst vergessene Lindentaler Druckmaschine im Keller des Gossendoc. Flugs wird diese in die Hausnummer 3 gebeamt, um die dortigen Probleme zu lösen. So einfach und kommentarlos nehme ich das doch nicht hin, wie weltfremd sind die Schreiberlinge denn? Wissen sie nicht wie hoch Internatskosten im Durchschnitt sind? Tante Google nannte als untersten Wert ca. 1300 -1400 Euro. Peanuts selbstverständlich für einen erfolgreichen Coach und Mentaltrainer, der kaum sein eigenes Leben auf die Reihe kriegt, von seiner Note im Diplom rede ich erst gar nicht und über die Kindesmutter will ich gar nicht erst sprechen, eine Teilzeitlaborassistentin, die auch mehr Zeit zu Hause wie im Job verbringt!

Das ist, Entschuldigung für den Kraftausdruck “Verarsche” pur, so in dem Stil, wie ihn die Blödzeitung und andere auf neoliberale Linie getrimmte Medien seit Monaten mit dem Bürger treiben. Genau so hanebüchen ist die Storyline um den Titanen Dressler. Er hat den ganzen Tag Zeit, um ihn Ruhe seine Bude filzen zu können, aber er muss es erledigen, wenn die Partnerin gerade noch im Haus ist. Und eine Maklerin, welche heutzutage kein Handy hat, wird wohl bald ihr Geld auf der Straße verdienen müssen.

Das Wolkenkuckucksheim der Autoren, welches ich eingemottet wähnte, ist anscheinend nur renoviert worden.

Da kann ich für die Zukunft nur hoffen, Heinrich Heines Spruch über Deutschland nicht folgendermaßen “Denk ich an die Gosse in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht!” abändern zu müssen. In diesem Sinne Nix für ungut, sagt man in Bayern.

Euer Fan
Hippo aus Minga

Kommentare

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  1. Als Autor kriegt man ein etwa fünfzeiliges Exposé zur jeweiligen Folge, die Figuren kennt man und darf sie selbstverständlich nicht eigenmächtig verändern oder gar versuchen, ihnen so etwas wie Tiefgang/Charakter zu verleihen.

    Die “Schreiberlinge”, wie Sie sagen, machen genau das, was die Redaktion oder die Agentur ihnen vorschreibt, sonst sind sie in Null Komme Nichts weg vom Fenster und dürfen sich Ex-Schreiberlinge nennen und nicht mal Arbeitslosengeld kassieren, weil sie ja freiberuflich tätig sind.

    Ich fürchte, nach den Schuldigen für die miese Qualität des Fernsehens müssen Sie ein wenig weiter oben suchen.