Kältenotstand in Südamerika

Während Deutschland über die letzten Wochen hinweg geschwitzt hat, wurde und wird Südamerika von einem der strengsten Winter seit langem heimgesucht. Die verheerende Kältewelle hat bislang hunderten von Menschen das Leben gekostet. Seit Wochen herrschen in Teilen des Subkontinents eisige Temperaturen. Besonders dramatisch ist die Lage in Peru. Am schlimmsten

Während Deutschland über die letzten Wochen hinweg geschwitzt hat, wurde und wird Südamerika von einem der strengsten Winter seit langem heimgesucht. Die verheerende Kältewelle hat bislang hunderten von Menschen das Leben gekostet. Seit Wochen herrschen in Teilen des Subkontinents eisige Temperaturen. Besonders dramatisch ist die Lage in Peru. Am schlimmsten war es im Süden Perus, wo die Temperaturen in Hochlagen der Anden auf bis zu 24 Grad unter Null sanken.

Seit Beginn des Jahres hat die Kälte in dem Andenstaat den Angaben zufolge über 400 Menschen das Leben gekostet, darunter allein 211 Kindern unter fünf Jahren. Die peruanischen Behörden rechnen mit weiteren Todesopfern, da gegenwärtig rund 19.000 Menschen an Atemwegserkrankungen leiden. Nun hat Peru den Notstand ausgerufen, um schneller helfen zu können.

Wegen der anhaltenden Kältewelle hat Perus Regierung den Notstand über 16 Provinzen verhängt. Dadurch kann die Hilfe für die notleidenden Menschen schneller auf den Weg gebracht werden, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte.

Die verheerende Kältewelle hält auch in anderen Teilen Südamerikas weiter an. Meteorologen machen vor allem das Wetterphänomen „La Niña“ – eine Temperaturanomalie im Zentral- und Ostpazifik, einhergehend mit kalten Oberflächenwasser vor der Westküste Südamerikas – sowie eine geringere Sonnenaktivität für die Kältewelle verantwortlich.

Der La Niña wird laut der Prognose der NOAA – die National Oceanic and Atmospheric Administration/ Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten – über die nächsten Monate hinweg anhalten. Damit ist auch eine sinkende Globaltemperatur zu erwarten.

Mit der globalen Erwärmung wird insbesondere eine Zunahme von Extremwetterereignissen wie Hitzewellen erwartet. Kalte Wintern sollen hingegen seltener werden. Nachdem Deutschland und große Teile von Europa, Asien und Nordamerika im letztem Winter von einer Kältewelle betroffen waren, ist nun Südamerika an der Reihe.

Quellen

Kältewelle lässt Südamerika zittern

Peru verhängt wegen anhaltender Kälte den Notstand

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  1. Sehr gut, Herr Michael Krüger. Vor einem halben Jahr mussten wir über den harten Winter im Zusammenhang mit dem Klimawandel hautnah nachdenken, und nun ist der harte Winter auf der Südhalbkugel an der Reihe. Mal sehen, wie auf der Südhalbkugel der Sommer die Ernte aussehen werden.
    Auch der Klimawandel braucht seine Zeit, um uns ganz unvorbereitet zu erwischen.