Ammerland-Gully

Jetzt haben wir zwei bis drei regenfreie Tage gehabt und der Ammer- wie der Starnberger See sind immer noch auf ihren gelben Meldestufen – der kleine Bach Würm, nach dem eine bitterkalte Zeit benannt ist, steht immer noch auf Rot, weil mit gut 10m3/s kein riesiger Starnberger See herunter gebracht werden kann. Der

Jetzt haben wir zwei bis drei regenfreie Tage gehabt und der Ammer- wie der Starnberger See sind immer noch auf ihren gelben Meldestufen – der kleine Bach Würm, nach dem eine bitterkalte Zeit benannt ist, steht immer noch auf Rot, weil mit gut 10m3/s kein riesiger Starnberger See herunter gebracht werden kann. Der Starnberger See hat ja auch nur kleine Bäche, die ihn fließend speisen, aber er hat ein abgestuftes Hinterland, dessen Sümpfe nur von wenigen Straßen durchschnitten sind: diese Sümpfe sind seit Anfang Juni andauernd gesättigt und waren vom Winter her auch kaum abgetrocknet also eh das ganze Jahr zum überlaufen voll.
Seit Anfang Juni stinkt’s da hinten in Bayerns Vorzeigestube, wo einst ein Wittelsbacher als nicht mehr haltbarer König dramatisch vorne in Berg abgesoffen ist für Kitschfilme und Dauervermarktung als Tourismusmagnet. Auf der Seite vom Berg ist Mitten am langen Ufer des Starnberger Sees auch Ammerland, von wo aus ich seit Jahrzehnten ein Entlastungsgerinne in die Loisach vorschlage. Ein kleiner Stollen von sechs Kilometern Länge wäre für erfahrene Österreicher kein Problem und schnell gebaut, aber das ist ja nix, wenn ich Nestbeschmutzer das vorschlage und dann auch noch mit Ausländern am heiligen Starnberger See den Ammerland-Gully bauen wollte.

Der Ammerland-Gully ist aber eh nur für die Wirtschaft wichtig, weil bei Niedrigwasser in Isar und Loisach so bequem der Starnberger See angezapft werden kann. Der Sylvensteinspeicher ist ja trotz 1999 notwendig gewordener Dammerhöhung nicht als starkes Reservoir für Notzeiten an der Isar genutzt, weil man immer vor den Bebber-Sommerhochwässern Angst haben muss und kaum das Stauziel sich halten traut. Also brauchen wir für den Wirschaftsstandort Großraum München und das Atomkraftwerk bei Landshut eine Reserve mit dem Starnberger See über die Loisach in die Isar, weil die Würm nur Gauting und Krailling mit dem überlauf sumpft und dann mehr verdunstet als wie in der Amper landet. Nun werde ich aber beinahe gelüncht, wenn ich im von den Biermösl verblödeten Altbayern auch nur so eine Idee ausspreche, weil ich ja die periodische überflutung mit einer weiteren größeren Maßnahme daran gekoppelt auch noch den “Ökodeppen” weg nehmen würde und damit wiederum die Ökosumpfflächen obsolet machen würde, weil sie für immer trocken fallen.

Vom Starnberger See in den Ammersee möchte ich ein Notstandsgerinne mit wesentlich mehr Höhenunterschied schaffen, weil die Würm nicht belastbarer gemacht werden kann ohne chinesische Methoden, die sicher die Grünen mit Maurice Strong in ein paar Jahren anwenden würden, wenn sie mit dem oberösterreichischen Modell neben einem Seehofer regieren würden, der sich ja in diesem Jahr auch persönlich in Peking verwöhnen lassen hat. Die würden dann einmal Gauting und Leutstetten opfern, um den Starnberger See zu verlängern und dort mit Kaplanturbinen mehr oder weniger ablassend mit dem Seepegel nach Strombedarf zu spielen, bis doch alle Lichter ausgehen nach einem Atomausstieg. Wenn denn jetzt die Kanzlerin das mit der FDP richtig schnell durchpeitschen würde, dass wirklich der Atomaussteig generell aufgehoben würde, dann wäre ja unsere Welt noch zu retten, weil dann könnten wir den Seehofer nach Peking in die Frühpension entlassen und den Ammerland-Gully mit der ortsansässigen Familie der Kanzlerin einfach ganz schnell buddeln mit fleißigen Österreichern, die gerne einmal aus ihrem Faymannien heraus kommen, um gescheit zu verdienen.

Im Naturschutzgebiet muss gebaut werden zwischen Tutzing und Bernried beim Horn im Karpfenwinkel: zwei Kilometer mit dem Rötlbach ein offener Kanal unter der Straße 2063 des Freistaates durch bis zur Bahnlinie, wo dann der gestutzte Rötlbach bei Karra 20m tief in den Kanal mündet mit einem viel bewunderten Wasserfall. Dann geht´s sieben Kilometer getunnelt zum Landesamt für Wasserforschung bei Wielenbach an der Ammer - ab Wilzhofen wieder offen mit vielen schönen kleinen Zotlöterer-Wasserkraftwirbeln, damit das überlaufwasser auch verstromt ist. Damit die Ammerwiesen mit der Rottmündung in die wunderbar mäandernde Alte Ammer so bleiben können, wie sie sind, würde ich den Ammersee mit einer Mauer abteilen von Aidenried nach Dießen am Ammersee, wo der alte Wasserstand von 533m gehalten wird, und der große Rest des Sees wird auf minimal 531 abgesenkt, damit eine gescheite Hochwassernutzung möglich gemacht und die Hochwassergefahr gebannt werden.

Nach der Mündung der Alten Ammer wird nach Süden ein Damm gezogen und der Schilchergraben dem unteren Niveau des großen Sees angepasst, so dass die alte Schiffanlegestelle in Dießen nur den Steg verlängern und in der Verlängerung zu einem Schwimmsteg für zwei Meter differierende Wasserstände umbauen muss. Inning am Ammersee kann über Stegen bis Gießübel hinüber einen rieisigen Sandstand bauen und bekommt die Möglichkeit, eine modernere Schiffanlegestelle gleich mit Schwimmsteg zu bauen. Der überlauf von 533 auf 531 Meter kann auch wieder mit Zotlöerer-Wirbeln zur Stromnutzung herangezogen werden.

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  1. Was müßt Ihr Textbetreuer auch immer Eure Duftmarke des Zensors hinterlassen?
    War das nicht von einem zum nächsten Satz mitzudenken, daß da von dem Ort Berg und nicht der Hügelkette direkt hinter Ammerland und Berg die Rede war?