Facebook steht in der Kritik und das nicht erst seit gestern. In zahllosen Berichten wurde bereits über Sicherheitslücken und dem fahrlässigen Umgang mit privaten Daten berichtet.
Mit mir nicht – dachte ich vor einigen Monaten. Ich brauche kein “soziales” Netzwerk, das automatisch generierte Emails an meine Freunde aus meinem Adressbuch verschickt und wollte nicht, dass meine Daten zu Werbezwecken missbraucht werden. Ich beschloss, meinen Account zu löschen und stieß auf eine scheinbar unüberwindbare Hürde.
Facebook wollte meinen Account gar nicht löschen!
Nach einigem Suchen fand ich den Button, um das Konto zu deaktivieren. Dann gab ich an, mein Konto auch in Zukunft nicht mehr nutzen zu wollen und alles schien geregelt. Facebook sicherte mir zu, dass mein Konto aus dem System gelöscht werden würde, wenn ich mich innerhalb der nächsten vier Wochen nicht mehr einloggen würde, also eine Bedingung, die ich gern erfüllte. Nach etwa zwei Monaten ohne Facebook unternahm ich den Versuch, mich anzumelden, was theoretisch nicht mehr möglich gewesen wäre, da mein Account in der Zwischenzeit gelöscht sein worden müsste. Fehlanzeige!
Mein Konto, meine Daten, alles war noch vorhanden, dabei war ich der Vorgabe von Facebook, mich nicht mehr anzumelden, nachgekommen. Ich startete einen neuen Versuch und nach einigen Wochen stellte ich erneut fest, dass mein Konto noch immer vorhanden war. Ich hatte genug und löschte alles in meinem Profil, das etwas über mich aussagen konnte und unternahm einen neuen Versuch.
Scheinbar erfolgreich, denn seit gestern ist mein Account verschwunden. Zurück bleibt bei mir nun jede Menge Misstrauen und die Feststellung, dass ein “Soziales Netzwerk” nicht immer sozial ist.
Photo/Quelle Copyright: Franco Bouly, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr
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